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Geschichte im Schmuckkästchen betrachten
Heimatmuseum erstrahlt in neuem Glanz

Gemeinsam mit einigen Handwerkern sowie Bürgermeister Henning Gronau präsentierte der Vorstand des Heimatvereins Erndtebrück am Mittwoch das Ergebnis des sanierten Heimatmuseums. Insbesondere die Fassade mit ihrem Fachwerk sowie den neuen Fenstern ist ein Blickfang.
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  • Gemeinsam mit einigen Handwerkern sowie Bürgermeister Henning Gronau präsentierte der Vorstand des Heimatvereins Erndtebrück am Mittwoch das Ergebnis des sanierten Heimatmuseums. Insbesondere die Fassade mit ihrem Fachwerk sowie den neuen Fenstern ist ein Blickfang.
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  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

tika Erndtebrück.  Die Außenseite des Heimatmuseums in Erndtebrück lässt nicht mehr darauf schließen, dass das Gebäude Schauplatz einer großen Baustelle war – und immer noch ist. Die letzten Gerüste sind abgebaut, Fenster, Fassade und Anstrich erneuert. Im Inneren sind derweil die neuen Toilettenanlagen fertiggestellt, die der Heimatverein Erndtebrück am Mittwoch vorstellte – und in diesem Rahmen zugleich einen Einblick in die noch bevorstehenden Arbeiten gab.
Die Ausstellungsstücke im Museum sind mit Folie abgehängt, ein Besuch ist derzeit unmöglich – auch, aber nicht nur wegen der Corona-Pandemie ist das Museum geschlossen. Der Verein hat die Zeit der Schließung genutzt, um das Gebäude zu sanieren.

tika Erndtebrück.  Die Außenseite des Heimatmuseums in Erndtebrück lässt nicht mehr darauf schließen, dass das Gebäude Schauplatz einer großen Baustelle war – und immer noch ist. Die letzten Gerüste sind abgebaut, Fenster, Fassade und Anstrich erneuert. Im Inneren sind derweil die neuen Toilettenanlagen fertiggestellt, die der Heimatverein Erndtebrück am Mittwoch vorstellte – und in diesem Rahmen zugleich einen Einblick in die noch bevorstehenden Arbeiten gab.
Die Ausstellungsstücke im Museum sind mit Folie abgehängt, ein Besuch ist derzeit unmöglich – auch, aber nicht nur wegen der Corona-Pandemie ist das Museum geschlossen. Der Verein hat die Zeit der Schließung genutzt, um das Gebäude zu sanieren. Während für Außenbereich und Fenster eine 85-prozentige Förderung – rund 100 000 Euro – aus dem Dorfernerungsprogramm geflossen war, ist die Modernisierung und Sanierung der sanitären Anlagen mit 80 Prozent der Gesamtsumme Leader-gefördert. „Die 20 Prozent Eigenleistung waren eine kritische Summe für uns, zumal wir durch Corona unsere Aktivitäten ruhen lassen müssen – und Einnahmen damit ausbleiben“, erklärte Rainer Lückel, der in diesem Zuge um Spenden warb. Der Vorsitzende des Heimatvereins war dennoch glücklich darüber, dass der Verein die Projekte mit viel ehrenamtlicher Arbeit in die Hände genommen hat.

Gemeinde ausdrücklich gedankt

Und nicht nur er: „Wir sind froh, dass wir es gemacht haben, auch wenn wir dafür an unsere Spargroschen gehen mussten“, berichtete Lutz Körnert vielsagend. Der Schriftführer und Kassenwart des Vereins dankte ausdrücklich der Gemeinde Erndtebrück, aber auch den ausführenden Unternehmen für die reibungslose Unterstützung und Arbeit im Innen- und Außenbereich. Denn während im Inneren noch viele Renovierungsarbeiten warten, sind die Toiletten im Erdgeschoss sowie im ersten Stock nun fertiggestellt. Die Toilette im Erdgeschoss ist nun barrierefrei erreichbar. „Im ersten Stock haben wir auf eine barrierefreie Toilette verzichtet, weil sie ohnehin durch die Treppe nicht erreichbar wäre“, erklärte Lutz Körnert vielsagend. Dennoch, alles ist neu – auch hinter den Wänden. Die Abwasser- und Zuleitungen sind vollständig erneuert. „Wir haben alles rausgerissen, alles ist weg und erneuert“, konstatierte Lutz Körnert.
Insgesamt 20 000 Euro hat diese Maßnahme gekostet, 16 000 Euro davon sind Leader-Mittel. „Ohne Fördermittel wäre das nicht möglich gewesen“, betonte Michael Schnell mit Blick auf die neuen sanitären Anlagen. Er hatte nicht nur mit seinem Handwerksbetrieb an den Arbeiten für die Toilettenanlagen aktiv mitgewirkt, sondern auch als aktives Vereinsmitglied ehrenamtlich geholfen. „Wir wollten die alten Leitungen erst bestehen lassen, aber das wäre wirtschaftlich Unsinn gewesen – der nächste Wasserschaden wäre vorprogrammiert gewesen“, erklärte Michael Schnell, der zum Beweis ein Stück einer alten Wasserleitung – also eine Zuleitung – zeigte, die schon für das laienhafte Auge deutlich verstopft war.

Ein wahres Schmuckkästchen

„Ein wichtiger Teil Heimatgeschichte ist herausgeputzt worden“, konstatierte Henning Gronau. Der Bürgermeister der Gemeinde Erndtebrück lobte die Arbeiten im Innen- und Außenbereich und war durchaus angetan vom Ergebnis. Klar ist bereits jetzt: Die Heimatgeschichte von Erndtebrück präsentiert sich künftig in einem wahren Schmuckkästchen – wenn dies wieder möglich ist.
Gleichwohl wartet noch viel Arbeit auf die Vereinsmitglieder, die diese vornehmlich im Ehrenamt stemmen wollen. „Wir haben schon sämtliche Vorarbeiten ehrenamtlich gemeistert“, berichtete Rainer Lückel. Gerade deshalb wiederholte Michael Schnell das Werben des Vorsitzenden um Spenden noch einmal mit einem deutlichen Appell: „Wir bräuchten einerseits Geld, andererseits aber auch Mitglieder. Das Ganze ist ja nicht nur durch Geld zu stemmen, sondern es ist auch Tatkraft nötig.“ Dem wiederum schloss sich Rainer Lückel an – gerade junger Nachwuchs sei dringend erforderlich, um das Heimatmuseum und das Wirken des Heimatvereins dauerhaft zu sichern. Und die Kernsanierung, deren geförderte Projekte nun abgeschlossen sind, auf eine langfristige Basis zu stellen.

Gemeinsam mit einigen Handwerkern sowie Bürgermeister Henning Gronau präsentierte der Vorstand des Heimatvereins Erndtebrück am Mittwoch das Ergebnis des sanierten Heimatmuseums. Insbesondere die Fassade mit ihrem Fachwerk sowie den neuen Fenstern ist ein Blickfang.
Die sanitären Anlagen im Erdgeschoss des Heimatmuseums sind nicht nur komplett saniert und modernisiert, sondern ab sofort auch vollständig barrierefrei.
Autor:

Timo Karl (Redakteur) aus Erndtebrück

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