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Kinderferienspiele auf dem Flugplatz
Hoch hinaus beim FSV Schameder

Daumen hoch vor dem Start: Jan-Ulrich Schweitzer (r.) hob mit den Kindern vom Flugplatz in Schameder ab. In der Luft zeigte der Fluglehrer den 14-Jährigen, wie ein Segelflugzeug gesteuert wird.
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  • Daumen hoch vor dem Start: Jan-Ulrich Schweitzer (r.) hob mit den Kindern vom Flugplatz in Schameder ab. In der Luft zeigte der Fluglehrer den 14-Jährigen, wie ein Segelflugzeug gesteuert wird.
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ako Schameder. Gemeinsam hoch, alleine frei: Im Rahmen der Bad Berleburger Ferienspiele hatten am Freitag vier Kinder auf dem Flugplatz in Schameder die seltene Gelegenheit, auf dem vorderen Sitz eines Segelflugzeugs Platz zu nehmen – und anschließend lautlos durch die Lüfte zu schweben. Möglich machte das unvergessliche Erlebnis der Flugsportverein Schameder-Wittgenstein, der zu einem Schnupperkurs eingeladen hatte. Die 14-Jährigen verbrachten gemeinsam mit drei ausgebildeten Fluglehrern und der FSV-Jugendgruppe einen kompletten Flugtag.

Doch bevor die Kinder vom Boden abheben konnten, stand am Vormittag zuerst der Theorieunterricht auf dem Programm. Dazu gehörten die Grundlagen der Aerodynamik (Warum fliegt ein Flugzeug überhaupt?

ako Schameder. Gemeinsam hoch, alleine frei: Im Rahmen der Bad Berleburger Ferienspiele hatten am Freitag vier Kinder auf dem Flugplatz in Schameder die seltene Gelegenheit, auf dem vorderen Sitz eines Segelflugzeugs Platz zu nehmen – und anschließend lautlos durch die Lüfte zu schweben. Möglich machte das unvergessliche Erlebnis der Flugsportverein Schameder-Wittgenstein, der zu einem Schnupperkurs eingeladen hatte. Die 14-Jährigen verbrachten gemeinsam mit drei ausgebildeten Fluglehrern und der FSV-Jugendgruppe einen kompletten Flugtag.

Doch bevor die Kinder vom Boden abheben konnten, stand am Vormittag zuerst der Theorieunterricht auf dem Programm. Dazu gehörten die Grundlagen der Aerodynamik (Warum fliegt ein Flugzeug überhaupt?) und etwas Technikkunde – hierbei wurde unter anderem die Funktionsweise der zwei Instrumente Fahrt- und Höhenmesser erklärt. Auch wie man sich richtig auf dem Flugplatz verhält, war Teil der theoretischen Schulung: „Laufwege, Fahrwege, anderen helfen und aktiv am Flugbetrieb teilnehmen. Das sind alles wichtige Verhaltensregeln“, betonte Fluglehrer und FSV-Pressewart Jan-Ulrich Schweitzer, der die Aktion zusammen mit Enrico Kramer und Carsten Wall – beide Fluglehrer – leitete.

Nach der Theorie machten sich die Kinder mit dem Fluggerät vertraut. Die Bedienung der drei Ruder – Höhen-, Seiten- und Querruder – stand dabei im Mittelpunkt. Zudem wurden auch die Fallschirme anprobiert, die im „Worst Case als Back-up dienen“, betonte Jan-Ulrich Schweitzer.

Danach ging es endlich aufs Flugfeld. Mindestens fünf Helfer seien notwendig, damit der Pilot und der Flugschüler überhaupt mit einem Segelflugzeug starten können: „Obwohl man alleine in der Luft ist, ist man trotzdem auf Helfer angewiesen“, erklärte Jan-Ulrich Schweitzer. In einem kleinen Wettbewerb mit einem Modellflugzeug wurde die Reihenfolge bestimmt, also wer als Erster fliegen durfte. „Bis zur Mittagspause waren alle einmal in der Luft“, so der Pressewart.

Bei einem Windenstart beschleunigt ein Segelflugzeug in drei Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Ausklinkhöhe beträgt zwischen 300 und 350 Meter über dem Flugplatz. Die Thermik ist entscheidend für die Flugzeit, die bei guten Bedingungen über 8 Stunden, wenn es schlecht läuft aber auch nur ein paar Minuten dauern kann – „wohl eines der vom wetterabhängigsten Hobbys“, betonte Jan-Ulrich Schweitzer. Segelflugzeuge können, je nach Modell, über 200 km/h schnell fliegen. Die Fluglehrer flogen mit den Kindern im Normalflugbereich zwischen 70 und 100 km/h, teilweise aber auch 180.

Während des durchschnittlich 15-minütigen Fluges übten die Kinder nicht nur verschiedene Flugmanöver, sondern genossen bei optimalen Wetterverhältnissen auch einen traumhaften Ausblick über das Wittgensteiner Land.

Wegen der Corona-Pandemie wurde die Maximalzahl der Teilnehmer auf fünf begrenzt, ein Kind musste krankheitsbedingt absagen: „Normalerweise sind immer mehr Kinder dabei. Aber wir sind froh, dass wir das überhaupt durchführen können“, sagte Jan-Ulrich Schweitzer. Er und seine Kollegen nutzten die Veranstaltung auch dazu, um auf das Hobby Flugsport aufmerksam zu machen. Die „Fliegerei“ – die ab dem Alter von 14 Jahren möglich ist – sei „nicht elitär, sondern ein Hobby für jedermann“.

Daumen hoch vor dem Start: Jan-Ulrich Schweitzer (r.) hob mit den Kindern vom Flugplatz in Schameder ab. In der Luft zeigte der Fluglehrer den 14-Jährigen, wie ein Segelflugzeug gesteuert wird.
Alle Instrumente im Blick: Die Kinder saßen im Segelflugzeug auf dem vorderen Sitz.
Autor:

Alexander Kollek

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