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Wohnmobilstellplätze in Erndtebrück
Hoffnung auf Leader-Mittel für Portal

Das Gelände hinter dem Park-and-Ride-Parkplatz am Bahnhof in Erndtebrück bietet Potenziale. Die geplanten Wohnmobil-Stellplätze werden kommen, allerdings womöglich erst im Rahmen des Großprojekts „Einstiegsportal Eder-Radweg“.
  • Das Gelände hinter dem Park-and-Ride-Parkplatz am Bahnhof in Erndtebrück bietet Potenziale. Die geplanten Wohnmobil-Stellplätze werden kommen, allerdings womöglich erst im Rahmen des Großprojekts „Einstiegsportal Eder-Radweg“.
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  • hochgeladen von Björn Weyand (Redakteur)

bw Erndtebrück. „Urlaub in deutschen Landen“ ist in diesem Jahr in Corona-Zeiten wohl für viele Menschen angesagt. Wohl dem, der ein Wohnmobil sein Eigen nennen kann – damit sind dessen Besitzer schließlich unabhängig und müssen sich auch nicht mit Hygieneregeln in Hotels beschäftigen. Insofern hätte es womöglich auch für die geplanten Wohnmobil-Stellplätze in Erndtebrück am Ende des Park-and-Ride-Parkplatzes beim Bahnhof durchaus in diesem Jahr eine Nachfrage geben können. Allerdings stehen diese Stellplätze nach wie vor nicht zur Verfügung, ihr Bau ist nicht – wie es eigentlich geplant war – im vergangenen Jahr über die Bühne gegangen.

Zur Erinnerung: Im September hieß es aus dem Rathaus noch, dass die Baumaßnahme noch 2019 umgesetzt werden sollte.

bw Erndtebrück. „Urlaub in deutschen Landen“ ist in diesem Jahr in Corona-Zeiten wohl für viele Menschen angesagt. Wohl dem, der ein Wohnmobil sein Eigen nennen kann – damit sind dessen Besitzer schließlich unabhängig und müssen sich auch nicht mit Hygieneregeln in Hotels beschäftigen. Insofern hätte es womöglich auch für die geplanten Wohnmobil-Stellplätze in Erndtebrück am Ende des Park-and-Ride-Parkplatzes beim Bahnhof durchaus in diesem Jahr eine Nachfrage geben können. Allerdings stehen diese Stellplätze nach wie vor nicht zur Verfügung, ihr Bau ist nicht – wie es eigentlich geplant war – im vergangenen Jahr über die Bühne gegangen.

Zur Erinnerung: Im September hieß es aus dem Rathaus noch, dass die Baumaßnahme noch 2019 umgesetzt werden sollte. „Da das Jahr bei weitem noch nicht beendet ist, wird eine Realisierung noch in diesem Jahr angestrebt“, teilte die Gemeindeverwaltung damals auf Nachfrage der Siegener Zeitung mit. Das Vergabeverfahren sei gestartet, hieß es. Aber weder im vergangenen Jahr noch in diesem Jahr hat die Installation bislang begonnen – Grund genug, einmal im Rathaus nachzufragen, wo es denn hakt. Antwort: Die Gemeinde plant statt der „kleinen“ Lösung einen größeren touristischen Wurf.

Der Bau der Wohnmobil-Stellplätze soll als Teil des Leader-Projekts „Alter Bahnhof, neues Umfeld – Einstiegsportal Eder-Radweg“ umgesetzt werden. Um die Förderfähigkeit nicht zu gefährden, wurde auf einen Baustart der Wohnmobil-Stellplätze bislang verzichtet, wie die Gemeinde auf Anfrage unserer Zeitung betont. Ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn könnte sich an dieser Stelle schädlich für die Gesamtförderung auswirken. Die Gemeinde hat deshalb den Baustart in Zusammenhang mit der weiteren konzeptionellen Entwicklung der gesamten Fläche zunächst vertagt. Das Großprojekt für das frühere Bahngelände hatte die Verwaltung bereits in einer Ausschusssitzung und in zwei Leader-Projektschmieden vorgestellt. Auf Grundlage von Anregungen aus der Bürgerschaft sowie politischer Diskussionen und nach einer inhaltlichen Abstimmung mit anderen Projekten, etwa dem geplanten Ederauenpark, sei das Vorhaben inzwischen weiterentwickelt worden, erläutert die Gemeindeverwaltung. Wie der Name sagt, soll das Areal in Bahnhofsnähe zu einem attraktiven Startpunkt für den Eder-Radweg werden. Im Zuge der Planung habe sich die Möglichkeit eröffnet, so die Gemeindeverwaltung, hier eine optimale Anbindung zu schaffen. Das Projekt soll daher erweitert werden. Dazu befindet sich die Gemeinde bereits „in guten Gesprächen“, heißt es.

Als die Gemeinde im Herbst die Errichtung der Wohnmobil-Stellplätze noch für 2019 in Aussicht stellte, habe sich die Möglichkeit zur Optimierung des Startpunkts des Eder-Radwegs noch nicht abgezeichnet. Das Thema deutete sich im Herbst an, als die Neuzertifizierung des Eder-Radwegs für 2020 angekündigt wurde. Im Vorfeld der Zertifizierung des Eder-Radwegs, die alle drei Jahre erfolgt, fand im Februar eine Befahrung des Radweges statt, in der auch Handlungsbedarf festgestellt wurde. Daher ließ die Gemeinde die eingeleiteten Planungen zunächst ruhen – denn: „Hier eröffnet sich in diesem Jahr ein Zeitfenster, das erst 2023 wieder aufgehen wird.“

Bleibt freilich die Frage der Finanzierung: Wenngleich die Mittel im Haushaltsplan für die Mehraufwendungen nicht vorgesehen seien, prüft die Gemeindeverwaltung gegenwärtig Möglichkeiten zur Finanzierung, etwa durch Einsparungen, um die sich bietende Chance zu nutzen. Aber was plant die Gemeinde Erndtebrück für das ehemalige Bahngelände zwischen den Bahnschienen und der Berliner Straße?

• Herstellung von drei Wohnmobil-Stellplätzen mit Stromanschluss inklusive Ver- sowie Entsorgungsanlage für Wohnmobile (Trinkwasser bzw. Abwasser)

• Interaktive Geschichtsstunde: Geplant sind Informationspunkte über das Eisenbahnerdorf, die durch digitale Angebote das historisch bedeutsame Areal aufarbeiten und erlebbar machen, hier ist die Vernetzung zum Heimatmuseum geplant.

• Ein Einstiegsportal „Erlebnisorte Eder-Radweg“: Hinweise auf Attraktionen entlang des Eder-Radweges mit einer neuen Anbindung an den Eder-Radweg.

• Ein kostenloser W-LAN-Hotspot sowie Informationen zu touristischen Angeboten in Wittgenstein (insbesondere auf digitalem Weg, etwa per QR-Code).

• E-Mobilität: Ladestation für E-Bikes sowie Aufbau eines Bikesharing- und eines Carsharing-Angebotes.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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