Idylle für Camper und Naturfreunde

Im kleinen Dörfchen Zinse locken Erholungsmöglichkeiten weit ab vom Trubel der Städte

vg Zinse. Wenn man nach Zinse kommt, fällt einem gleich beim Ortsschild ein zweites Schild ins Auge: Sackgasse. Der Eindruck bestätigt sich nach wenigen Kilometern bereits, dann nämlich, wenn die Hausnummern einfach aufhören und die Straßen umher in die weite Natur münden. »Zinse ist nun einmal ein kleines, beschauliches Örtchen, und das soll es auch bleiben«, betonte gestern Ortsvorsteher Lorenz Benfer.

Gerade mit diesem Charakterzug wollen sich die Zinser in diesem Jahr zum elften Mal an dem Wettbewerb »Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft« beteiligen. Und es gibt noch einige andere Details der kleinen Ortschaft, die ihr manche guten Chancen einräumen. Schon von weitem zeigt sich Zinse in ein sattes Grün blühender Wiesen und Wälder eingebettet. Nähert man sich, setzt sich dieser Eindruck auch im Ort selbst fort. Überall grünt und blüht es, und darauf sind die Bewohner auch besonders stolz: »In Zinse hat man schon vor Jahrzehnten angefangen, den Ort zu begrünen«, so der Ortsvorsteher, »der alte Baumbestand fällt gleich ins Auge.« Auch in den letzten Jahren wurde diesbezüglich einiges getan: »Laubhölzer, Hecken und Obstbäume wurden gepflanzt. Daneben werden schon seit langem Aufräum- und Abfallsammelaktionen von vielen Zinser Bürgern durchgeführt.«

Auch an dem äußeren Ortsbild hat sich einiges getan. Wenn man eine Anhöhe hinauf zum so genannten »Zinser-Blick« steigt, wo eine kleine Lichtung im Wald einen weiten Blick über Zinse gewährt, fallen einem sofort die Giebel der Häuser ins Auge. »Viele Giebel aus Kunstschiefer wurden entfernt und stattdessen Naturschiefer-Giebel angebracht«, schildert Lorenz Benfer. Zum äußeren Erscheinungsbild zählt auch die Friedhofskapelle, die in Eigenleistung der Zinser vor einigen Jahren erbaut wurde und kürzlich erst eine neue Umzäunung erhielt. »Auch das Ehrenmal, das sich auf dem Friedhof befindet, wird von den Zinser Bürgern instand gehalten«, so der Ortsvorsteher. Über mangelnde Gästezahlen kann sich Zinse nicht beschweren. »Der Fremdenverkehr belebt sich jetzt langsam wieder«, weiß Lorenz Benfer, »das Landhaus am Rothaarsteig von Friedhelm Weiß führt zur Zeit große Renovierungs- und Erweiterungsarbeiten durch. Es gibt dort einen neuen Wellness-Bereich mit Sauna, Solarium und Whirlpool. Im vergangenen Jahr hat die Familie Durchhardt ihr Ferienhaus renoviert und plant noch umfangreiche Erweiterungen.« Auch die Pension Hofius erweist sich als ein besonderer Anziehungspunkt des Ortes. »Nach wie vor die Nummer eins bleibt aber der alteingesessene Gasthof Afflerbach, wo der Wanderer in gemütlicher Atmosphäre dem Alltagsstress entfliehen kann.«

Derzeit haben Camper aus Wanne ihre Zelte auf dem überdachten Schützenplatz in Zinse aufgeschlagen. Die Einsamkeit und Ruhe inmitten der idyllischen Wiesen und Wälder zieht immer viele Wanderer, aber auch Motorradfahrer hierher. »Ich denke, jede Ortschaft, die an diesem Wettbewerb teilnimmt, kann nur gewinnen«, stellte Lorenz Benfer abschließend treffend fest.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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