Initiative Pro-Lidl: »Sind empört«

Nach Drewke-Interview: Erndtebrücker Frauen wollen in alle Richtungen aktiv werden

Erndtebrück. Die jüngsten öffentlichen Aussagen der Arnsberger Regierungspräsidentin Renate Drewke zum Thema Lidl in Erndtebrück rief jetzt erneut die Interessengemeinschaft Pro-Lidl auf den Plan, die Ende vergangenen Jahres über 2500 Unterschriften für den Markt in der Edergemeinde zusammengetragen hatte. Renate Drewke hatte in einem Interview unter anderem erklärt, »dass die Bevölkerung versteht, dass es keine Schikane des Landes ist, dass wir den Lidl nicht genehmigen«. Zuvor seien aber die Nachbarstädte zu fragen, wie sie zu einer Lidl-Ansiedlung in Erndtebrück stünden.

»Die Aussagen der Regierungspräsidentin haben wir mit Befremden und großer Empörung zur Kenntnis genommen«, heißt es in einer Pressemitteilung der Interessengemeinschaft. Es sei zu vermuten, dass »bestimmte Interessengruppen« bei der Bezieksregierung Einfluss ausüben wollten und sie für ihre Zwecke zu gewinnen suchten. »Wir glauben deshalb, dass alle, die an einer guten Lösung interessiert sind, das zeigt auch die gemeinsame Resolution aller im Rat vertretenen Parteien, zusammen stellen sollten. Nur so können wir in Arnsberg etwas erreichen«, heißt es in der Presseerklärung weiter.

Niemand solle, so die Interessengemeinschaft, deshalb der Versuchung erliegen, in dieser Sache Wahlkampf zu betreiben und parteipolitisch für sich auszuschlachten, dürfte wohl als Seitenhieb an den Erndtebrücker CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Jürgen Seuberlich zu verstehen sein, der unlängst einen Leserbrief zu dem Thema veröffentlicht hatte. Die Fraueninitiative gibt sich kämpferisch: »Wir sind am Erscheinungstag des Interviews sofort in alle Richtungen aktiv geworden. Wir werden die Erndtebrücker Bevölkerung zu gegebener Zeit über die Ergebnisse informieren.« Dies sei man den 2592 Menschen schuldig, die ihre Unterschrift geleistet hätten.

Es kommt also weitere Brisanz in das ohnehin viel diskutierte Thema. Recherchen der Siegener Zeitung ergaben, dass die Erndtebrücker Lidl-Problematik in Arnsberg seit 2000 eher stiefmütterlich behandelt wurde. Insbesondere die persönliche Referentin der Regierungspräsidentin, auf die sich Renate Drewke in Fachfragen verlässt, soll nach Informationen der Siegener Zeitung eine vehemente Gegnerin des Projektes sein. Welche Maßnahmen die Interessengemeinschaft Pro-Lidl nun ergreifen will, darüber war gestern wenig zu erfahren. Doch dass unter Umständen der ein oder andere Brief aus Erndtebrück nach Düsseldorf unterwegs sein könnte, dies ist nicht von der Hand zu weisen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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