Integration ist der Leitgedanke

AWo-Werkstatt in Schameder veranstaltete am Wochenende erfolgreich Tag der offenen Tür

wette Schameder. Nicht selten stehen sie am Rande unserer Gesellschaft: Geistig, körperlich, psychisch und mehrfach behinderte Menschen, die wegen Art und Schwere ihrer Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig werden können. Die AWo-Werkstätten im Kreisverband Siegen-Wittgenstein und Olpe bieten insgesamt 918 behinderten Menschen einen Arbeitsplatz oder Gelegenheit zur Ausübung einer geeigneten beruflichen Tätigkeit.

»Behinderte Menschen sollen ihre Fähigkeiten ausweiten, ihre Bedürfnisse und Belange vertreten und ihre Persönlichkeit weiterentwickeln«, beschreibt Jörg-Michael Bald, Einrichtungsleiter der Wittgensteiner AWo-Werkstatt in Schameder, den Integrationsgedanken. Im Berufsbildungsbereich würden behinderte Menschen eine umfassende Anleitung und planvolle Ausbildung erfahren, um die individuellen Fähigkeiten bestmöglich auszubilden. Ziel sei es, geeignete Tätigkeiten im Arbeitsbereich der AWo-Werkstätten übernehmen zu können oder auch einen Arbeitsplatz in der freien Wirtschaft zu finden. So konnten in jüngster Vergangenheit immerhin drei Außenarbeitsplätze geschaffen werden – die benachbarte Brandschutzfirma Kuhn beschäftigt nämlich mittlerweile drei der Behinderten.

Um sich und die eigene Arbeit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, veranstalteten die 180 behinderten Menschen in Schameder vergangenen Samstag einen Tag der Offenen Tür. Über 1000 Besucher kamen und informierten sich, indem sie sich einen Einblick über Förder- und Arbeitsbereiche der 1989 eröffneten Werkstatt verschafften. Beim Rundgang durch die Räumlichkeiten wurde schnell deutlich, dass Veranstaltungen wie das Sommerfest oder wie jetzt der Tag der offenen Tür für viele der Beschäftigten Höhepunkte des Jahres sind.

Stolz demonstrierten die Menschen mit Behinderungen ihre Arbeiten, die größtenteils aus Überprüfungs-, Montage- und Verpackungsarbeiten bestehen. In der Schreinerei standen die qualitativ hochwertigen Produkte zur Schau. An anderer Stelle informierte die Agenda-Gruppe Wittgenstein. Viele Stände oder aber auch das Bastelangebot für Jung und Alt rundeten die Veranstaltung ab. Beim Werkstattspiel konnten zudem drei Einkaufsgutscheine für den Werkstattladen gewonnen werden. Auch Eltern, Freunde und Gönner brachten sich mit ein, so standen sage und schreibe 80 Kuchen zum Verkauf. Der Erlös soll wiederum den Mitarbeitern zugute kommen.

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