Dirt-Bike- und Skate-Park
Jugendliche favorisieren die Ortsmitte Erndtebrück

Auf dem Gelände	beim Bahnhof in Erndtebrück soll eine Dirt-Bike- und Skate-Anlage entstehen. Dafür hat sich nun der Bauausschuss schon einstimmig ausgesprochen.
  • Auf dem Gelände beim Bahnhof in Erndtebrück soll eine Dirt-Bike- und Skate-Anlage entstehen. Dafür hat sich nun der Bauausschuss schon einstimmig ausgesprochen.
  • Foto: Foto: Björn Weyand
  • hochgeladen von Christian Völkel

bw Erndtebrück. Bei der Standortfrage für den geplanten Dirt-Bike- und Skate-Park wollten die Fraktionen von CDU, FDP und UWG in Erndtebrück eigentlich nichts „übers Knie zerbrechen“, zunächst auch weitere Alternativen prüfen lassen und sich noch ähnliche Anlagen in anderen Kommunen anschauen (die SZ berichtete).

Standort für Dirt-Bike-Park wird diskutiert

Die SPD drückte am Mittwochabend im Ausschuss für Bauen und Gemeindeentwicklung dagegen aufs Tempo. Fraktionsvorsitzender Tim Saßmannshausen stellte den Antrag, sich auf das Areal hinter dem Park-and-Ride-Parkplatz festzulegen. Zunächst entbrannte über dieses Vorgehen ein regelrechter Streit mit FDP-Fraktionschef Heinz-Georg Grebe, der sich von der SPD überrumpelt fühlte. Am Ende fiel die Entscheidung dann aber doch einstimmig für den Standort beim Bahngelände hinter den Wohnmobil-Stellplätzen aus.

Breite Unterstützung

Dass alle Fraktionen das Vorhaben unterstützen, stand ohnehin außer Frage. Für die Initiative von gut 30 Jugendlichen und jungen Erwachsenen gab es ausschließlich Lob aus allen Fraktionen. Ausgiebig diskutierten die Ausschussmitglieder (und in einer längeren Sitzungsunterbrechung auch mehrere Zuhörer) über den besten Standort für den Dirt-Bike-Park und die Skater-Anlage. „Es ist beachtlich“, so fasste es Tim Saßmannshausen zusammen, „mit wie viel Herzblut die jungen Leute hier bei der Sache sind. Das zeigt aber auch den Bedarf.“ Die SPD wollte deshalb Nägel mit Köpfen machen und den auch von ihr favorisierten Standort zwischen Bahnstrecke und Berliner Straße beschließen – genau das Areal, das sich im Vorfeld schon die Jugendlichen gewünscht hatten.
Die Fläche sei im Besitz der Gemeinde, gut erreichbar und zentral gelegen, argumentierte der SPD-Sprecher: „Ein idealer Standort.“ Das sei bei den von der CDU ins Gespräch gebrachten Standorten nicht der Fall: Das Gelände beim Sportplatz sei weit weg vom Zentrum, bei der Hauptschule sei dagegen unklar, ob umgebaut oder neu gebaut werde. Mit ein paar Rampen sei es für die Skater auch nicht getan. „Wir sehen im Kernort keinen besseren Standort“, meinte Tim Saßmannshausen, „wieso sollten wir also weiter Zeit verlieren?“
Heinz-Georg Grebe (FDP) hatte Bedenken wegen der Sicherheit direkt neben den Bahnschienen. Das müsse geklärt werden, außerdem sei sicherlich der Bau eines hohen Zaunes erforderlich. Für die Liberalen war es wichtig, was Jugendpfleger Benjamin Ihmig zur Standortfrage zu sagen hat. Der wusste zu berichten, dass der Platz am Bahngelände für die Jugendlichen cool sei. Er betonte auch: „Wir sollten die Kids nicht aufs Abstellgleis schieben. Was sollen die Jugendlichen für ein Gefühl haben, wenn wir sie nach außen abschieben?“ Benjamin Ihmig sprach sich dafür aus, den Jugendlichen die Wertschätzung entgegen zu bringen, indem ihr gewünschter Standort ausgewählt werde.

Jugendliche sollen Standort auswählen

Ganz ähnlich sah es auch Heiko Grebe (SPD): „Die Jugendlichen sind in der Mitte unserer Gesellschaft, deshalb sollen sie einen zentralen Platz haben und nicht hinter den Sportplatz abgeschoben werden.“ Einen anderen Standort auszusuchen, sei für die Akzeptanz des Vorhabens sicher auch wenig förderlich, betonte der Womelsdorfer. Diese Argumentation fand Fritz Hoffmann (CDU) überzeugend. Benjamin Lübbert (UWG) hatte ebenfalls viele sehr gute Argumente für den Standort gehört. Diese lieferten auch zwei junge Leute. Norris Peter meinte, dass eine solche Anlage für die Edergemeinde auch Prestige bringen wird: „Das wertet den Ort auf.“ Bastian Roggenkamp warnte dagegen vor einem unbeliebten Standort. In Bad Berleburg gebe es einen Dirt-Bike-Park auf dem Stöppel – also weit weg vom Zentrum: „Der ist total zugewachsen und wird kaum genutzt.“ Das soll in Erndtebrück nicht passieren.
Der Beschluss fiel am Ende einstimmig aus. Die Gemeinde wird nun mögliche Förderprogramme prüfen, „es kommen unterschiedliche Töpfe infrage“, sagte Bürgermeister Henning Gronau.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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