Feuerwehr sucht Waldbrände (Update)
Käferholz-Fläche wird abgebrannt - unangemeldet

Unter anderem in Zinse suchten die Einsatzkräfte am Samstag nach einem Brandherd im Wald.
  • Unter anderem in Zinse suchten die Einsatzkräfte am Samstag nach einem Brandherd im Wald.
  • Foto: Timo Karl
  • hochgeladen von Timo Karl (Redakteur)

tika/vö Birkelbach/Zinse/Heinsberg. Gleich mehrere Alarme wegen vermeintlicher Waldbrände haben die Freiwillige Feuerwehr Erndtebrück am Samstagnachmittag in Atem gehalten - erst am Abend klärte sich die Situation auf. Die trockene und zugleich kalte Luft könnte das Geschehen dabei forciert haben, davon mussten die Einsatzkräfte ausgehen. Bereits am frühen Nachmittag - um 14.12 Uhr - rückten zunächst die Löschgruppen Birkelbach und Erndtebrück der Freiwilligen Feuerwehr aus und suchten nach einem Waldbrand im Bereich Bahnhof Birkelbach/Zinser Rücken - allerdings vergeblich, ein Brandherd war nicht auszumachen. Rund zwei Stunden später allerdings, um 16.03 Uhr, wurden die Einsatzkräfte dann erneut alarmiert - wegen eines Waldbrandes in Birkelbach. Fast parallel dazu ging am späten Samstagnachmittag eine Alarmierung wegen eines Waldbrandes in Zinse ein - um 16.05 Uhr.

Deutsche Flugsicherung alarmiert Einsatzkräfte

Vor Ort suchten die Einsatzkräfte die entsprechenden Örtlichkeiten in Birkelbach und Zinse großflächig ab - allerdings erfolglos. Die ausgemachte Stelle des Brandes war von Wittgensteiner Seite nicht erreichbar - wegen stark aufgeweichter und damit schlecht befahrbarer Waldwege. Die Rauchentwicklung im Bereich von Wittgenstein und Sauerland hatte die Deutsche Flugsicherung gemeldet. Eine genauere Betrachtung durch den zu Rate gezogenen Flugsportverein Schameder erhärtete den Verdacht des Brandes. Dadurch war es den Einsatzkräften möglich, die starke Rauchentwicklung im Grenzgebiet von Wittgenstein und Sauerland zu verorten - auf dem Rothaarsteig in der Peripherie von Heinsberg.

Brandherd auf Sauerländer Seite

Während das Gros der Einsatzkräfte den Einsatz abbrach und mit den Einsatzfahrzeugen zurück ins Feuerwehrgerätehaus nach Erndtebrück fuhr, setzten sich einige wenige Fahrzeuge gen Rüspe über das Schwarzbachtal und damit Richtung Sauerland in Bewegung. Die Einsatzkräfte aus der Edergemeinde übergaben die inzwischen ermittelten Koordinaten des Brandes an die zuständige Kreisleitstelle. Diese wiederum entsandte Einsatzkräfte aus Oberhundem, zu denen auch der zuständige Revierförster gehörte, der die Wege rund um Heinsberg am Samstagabend absuchte. Thomas Beckmann, Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Kirchhundem, bestätigte den Einsatz. Ob der rasch einbrechenden Dunkelheit war die entsprechende Stelle im Wald nur schwierig zu finden - obwohl die Fotos aus der Luft eindeutig gewesen seien.
Karl-Friedrich Müller, der Erndtebrücker Gemeindebrandinspektor, erklärte am Sonntag im Nachgang, dass es so dunkel geworden sei, dass keine Rauchentwicklung mehr zu erkennen gewesen sei. Immerhin sei man aber der Ursache auf den Grund gekommen: "Es wurde eine Käferholz-Fläche abgebrannt. Dafür lag auch eine Genehmigung vor - allerdings für Freitag, nicht für Samstag." Deshalb sei der Vorgang auf der Leitstelle nicht hinterlegt gewesen. Insgesamt sei er mit der Einsatz-Situation, so der Erndtebrücker Feuerwehr-Chef, "nicht glücklich gewesen". Zum einen sei das Erndtebrücker Tanklöschfahrzeug nur bedingt einsatzfähig, zum anderen sei man mit der Schnittstelle zwischen Siegen-Wittgenstein und Sauerland auf dem Rothaarkamm nicht optimal aufgestellt: "Da müssen wir dringen dran arbeiten."

Autor:

Timo Karl (Redakteur) aus Erndtebrück

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