Minus 24,4 Grad in Birkelbach
Kälte-Rekord in Wittgenstein

In Birkelbach zeigte das Thermometer am Mittwochmorgen 21,7 Grad minus. Am Boden über fünf Zentimeter Schnee waren es sogar minus 24,4 Grad.
  • In Birkelbach zeigte das Thermometer am Mittwochmorgen 21,7 Grad minus. Am Boden über fünf Zentimeter Schnee waren es sogar minus 24,4 Grad.
  • Foto: Pixabay (Symbolbild)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

howe Wittgenstein. Den kältesten Ort in ganz Nordrhein-Westfalen fand ein Radiosender am Mittwochmorgen in Hemschlar. Kaum ging die Meldung von satten minus 21,4 Grad über den Äther, folgte schon der erste Rekordbruch: „Wir haben in Alme im Sauerland 22,5 Grad“, verriet ein Hörer. Die Siegener Zeitung wollte es genau wissen und erfuhr: Besagter Radiosender bezieht die Informationen von der Meteo-Group und somit unter anderem von der Station in Hemschlar.

Minus 20,2 Grad in Hesselbach und minus 21,3 Grad in Elsoff

Julian Pape, Diplom Geograph von „wetter-wittgenstein.de“, verriet, dass das Wittgensteiner Wetter-Team insgesamt elf Stationen im Altkreis betreibt, dazu gesellen sich etliche weitere auf der Grenze zum Sauer- und zum Siegerland. Fakt ist: Hoch „Gisela“, so heißt die eiskalte Dame, bescherte dem Wittgensteiner Land am Mittwochmorgen den kältesten Tag seit neun Jahren. So wurden in Hesselbach minus 20,2 Grad, in Elsoff minus 21,3 Grad gemessen. In Hemschlar waren es besagte 21,4 Grad und in Birkelbach wurde das Ganze noch getoppt. „Hier lag die Temperatur bei minus 21,7 Grad, am Boden haben wir sogar minus 24,4 Grad gemessen“ – und zwar fünf Zentimeter über dem Schnee. Im Siegerland waren die Temperaturen etwas milder, hier hielt sich die frostige Gisela etwas zurück.Wobei das aber am Schneefall liegt, wie Julian Pape erläutert. Das Siegerland habe bei weitem nicht die Schneemengen gesehen wie Wittgenstein. „Weil der Schnee zum Auskühlen beiträgt, liegen die Temperaturen im Siegerland eben nur bei minus 12 bis 13 Grad.“ Wie dem auch sei: Temperaturen wie im russischen Novosibirsk haben am Mittwochmorgen aus Birkelbach „Birkelbachsibirsk“ gemacht – sicher einer der kältesten Orte in der Region.

Weiterhin frostige Aussichten

Die Aussichten sind weiterhin frostig: „Eiskalte Zeiten gehen weiter“, hat das Team von „wetter-wittgenstein.de“ seine Internetseite überschrieben. Julian Pape bestätigt, dass es in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag zwar wegen der Wolken am Himmel milder gewesen sei. Am Freitag und Samstag könnten die Nächte jedoch wieder bei minus 20 Grad liegen. „Wahrscheinlich“, vermutet Julian Pape, „war die Nacht auf Mittwoch aber die bislang kälteste.“ Dass die in Wittgenstein installierten Stationen bei allem Schnee und Eisregen irgendwann einmal „die Biege“ machen könnten, ist ausgeschlossen. „Die Geräte sind auf diese Temperaturen ausgelegt.“
Einziges Problem: Der Niederschlag ist nicht als Schnee messbar. So haben die automatischen Stationen eine Art Heizung, sodass der geschmolzene Schnee „gemessen“ werden kann. „Kaputt gehen die aber nicht.“

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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