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Wohnbau-Reserveflächen in Erndtebrück
Knapp acht Hektar bleiben nach „Streichkonzert“ übrig

Die Gemeinde Erndtebrück will auf Drängen der Bezirksregierung die Gesamtgröße der Wohnbau-Reserveflächen massiv verringern, so soll auch das Gebiet oberhalb des Erwin-Klotz-Weges planerisch zur landwirtschaftlichen Fläche werden. Foto: Björn Weyand
  • Die Gemeinde Erndtebrück will auf Drängen der Bezirksregierung die Gesamtgröße der Wohnbau-Reserveflächen massiv verringern, so soll auch das Gebiet oberhalb des Erwin-Klotz-Weges planerisch zur landwirtschaftlichen Fläche werden. Foto: Björn Weyand
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bw Erndtebrück. Die Bezirksregierung drängte in Bad Laasphe im vergangenen Jahr auf eine umfangreiche Rücknahme von Wohnbau-Reserveflächen. Damit waren die Ratsmitglieder, vor allem die aus den Dörfern, allerdings nicht einverstanden. „Wir wären schlechte Volksvertreter, wenn wir dafür stimmen würden“, so fasste es Klaus Preis (FDP) mit Blick auf die insgesamt rund 23 Hektar zusammen. Die Verwaltung argumentierte hingegen, es gebe gar kein Baurecht für diese Grundstücke, Häuslebauer müssten zusätzlich zum eigentlich Grundstück die Kosten für den Bebauungsplan und die Erschließung tragen. Es solle also eine Darstellung im Flächennutzungsplan zurückgenommen werden.

bw Erndtebrück. Die Bezirksregierung drängte in Bad Laasphe im vergangenen Jahr auf eine umfangreiche Rücknahme von Wohnbau-Reserveflächen. Damit waren die Ratsmitglieder, vor allem die aus den Dörfern, allerdings nicht einverstanden. „Wir wären schlechte Volksvertreter, wenn wir dafür stimmen würden“, so fasste es Klaus Preis (FDP) mit Blick auf die insgesamt rund 23 Hektar zusammen. Die Verwaltung argumentierte hingegen, es gebe gar kein Baurecht für diese Grundstücke, Häuslebauer müssten zusätzlich zum eigentlich Grundstück die Kosten für den Bebauungsplan und die Erschließung tragen. Es solle also eine Darstellung im Flächennutzungsplan zurückgenommen werden. Deutlich wurde auch, dass die Bezirksregierung Arnsberg mit dieser Forderung auch noch an andere Kommunen herantreten würde, um auch dort den Flächennutzungsplan zu „bereinigen“. Und was ist draus geworden?

In der Tat hat sich die Bezirksregierung mit einer ähnlichen Forderung auch an die Gemeinde Erndtebrück gewandt. Es gelte deshalb, „die Flächenreserven im Bereich Wohnen auf ein vertretbares Maß zurückzunehmen“. Momentan stehen einem Bedarf von 3,8 Hektar die Wohnbau-Reserveflächen von 25,4 Hektar entgegen. Davon hat die Gemeindeverwaltung Flächen mit einer Gesamtgröße von 17,5 Hektar für die rein planerische Umwandlung in Flächen für die Landwirtschaft oder in Grünflächen ausgewählt.

Es seien Gebiete, in denen die Erschließung kurz- bis mittelfristig nicht erfolgen werde und für die bisher auch noch keine Anschlussbeiträge erhoben wurden. Falls sich der Bedarf ergeben würde, auf einzelnen Flächen doch bauen zu wollen, sei es zudem möglich, den Flächennutzungsplan noch einmal zu ändern. Die meisten Flächen werden momentan ohnehin nur rein landwirtschaftlich genutzt und wurden bereits 1979 im Flächennutzungsplan als Reserveflächen für Wohnungsbau ausgewiesen. Die Verwaltung hat die folgenden Flächen zur Rücknahme ausgesucht:
• Bereich oberhalb des Erwin-Klotz-Weges in Erndtebrück;
• Bereich westlich der Goethestraße in Erndtebrück;
• Bereich Hachenberg oberhalb des Herrenseifens in Erndtebrück;
• Bereich am Ende der Thüringer Straße in Erndtebrück;
• Bereich westlich des Friedhofs Ederfeld in Erndtebrück;
• Bereich zwischen der Schulstraße und dem Steinseifen in Erndtebrück;
• Bereich zwischen der Pulverwaldstraße und der Schulstraße in Erndtebrück;
• Bereich unterhalb der Grundschule in Erndtebrück;
• Bereich am Ende des Leimstruther Weges in Leimstruth;
• Bereich an der Balder Straße in Balde;
• Bereich am Jagdberg in Benfe;
• Bereich unterhalb des Friedhofs in Birkelbach;
• Bereich an der Unterdorfstraße in Birkefehl.

Die Entscheidung über die Rücknahme dieser Wohnbau-Reserveflächen trifft der Erndtebrücker Rat in seiner nächsten Sitzung am 24. Juni (Beginn: 17.30 Uhr).

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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