Knebels Haus hat eine Gaube

Schwierige SZ-Spurensuche: Gesuchtes Gebäude immer noch nicht gefunden

howe Balde. Markant ist es, das Haus am Schneidersberg 6 in Balde. Im rechten Winkel steht heute immer noch der Anbau, das alte Fachwerk an der rechten Seite wurde wohl zugeschiefert. Und oben auf dem Dach, da erkennt man die Gaube – wie sie vor über 100 Jahren errichtet wurde. Die Gaube: Sie stellte den SZ-Redakteur vor ein wahres Rätsel. Hocherfreut klingelte der bei Erika Knebel in Balde, zeigte der freundlichen Dame die Abbildung des alten Hauses in der SZ und verbrachte in der Küche eine lehrreiche halbe Stunde.

Zuerst freute sich auch Erika Knebel über die Aufnahme. »Ja, das ist unser Haus«, sagte sie spontan. Bei genauerem Hinsehen stutzte sie ob der vier Kinder im Vordergrund. Auch die Bäume im Eingangsbereich rüttelten wenig Erinnerungen wach. Ebenso mochte sich Erika Knebel (Klingspors) nicht an eine Wilhelmine erinnern, die jene Karte am 8. August 1914 an ihren Brunder Heinrich Klingspor nach Melbach geschickt hatte. Und dann entdeckte die aufmerksame Wittgensteinerin die beiden entscheidenden Details, die den Beweis erbringen, dass es sich bei der Aufnahme in der SZ vom 26. September (»Spurensuche der Vergangenheit«) eben nicht um das Elternhaus von Erika Knebel handelt.

Wie der Vergleich der Aufnahmen A und B zeigt, erkennt man oben auf dem heutigen Dach eine Gaube. Nun könnte diese später erbaut worden sein, ist sie aber nicht. Das wiederum bewies Erika Knebel mit Aufnahme C. Sie zeigte zum Vergleich das alte Bild aus ihrem Privatbesitz. Das Foto stammt etwa aus der Zeit um 1910. Es ist definitiv das Knebels Haus am Schneidersberg. Und siehe da: Da gab es auch die Gaube schon. Noch etwas: Wer die beiden alten Aufnahmen miteinander vergleicht, also A und C, sieht, dass die Fenster in Abbildung C viel weiter auseinander liegen als in Abbildung A. Das Klingspors Haus in Balde ist folglich nicht das gesuchte Klingspors Haus – auch, wenn zahlreiche Anrufer der SZ die entsprechenden Hinweise gaben.

Die Suche geht also weiter und die Siegener Zeitung bittet ihre Leser erneut um Mithilfe: Wo steht das Haus »Abbildung A«? Wer eine Idee hat, meldet sich unter Tel. (02751) 936814.

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