Knigge im heimischen Gehölz

Der Erndtebrücker Hegering ehrte langjährige Mitglieder

BW Schameder. Nicht immer ist das öffentliche Bild der Jägerschaft mit positiven Attributen belegt. Obwohl, wie Frank Möller bei der Mitgliederversammlung des Hegerings Erndtebrück verriet, über 80 Prozent der Bevölkerung die Jagd an sich akzeptiert. Doch der Jäger selbst hat offenbar ein Imageproblem. Oder zumindest ein Problem in der Öffentlichkeitsarbeit. Mehrere Mitglieder des Hegeringes regten daher an, sich verstärkt um die Pressearbeit zu bemühen, um so die öffentliche Wahrnehmung der Jäger zu verbessern. Zum Aufpolieren des Images rollt durch die heimischen Breiten ja bereits die Waldschule. Diese sei Monat für Monat ausgebucht, erläuterte Frank Möller als Vorsitzende der Kreisjägerschaft Siegen-Wittgenstein.

Über die Kinder komme man mit der rollenden Waldschule auch an deren Eltern heran – diese wüssten oft nur wenig über den heimischen Wildbestand. »Wir finden damit ein offenes Ohr in der Bevölkerung«, so Frank Möller weiter. Das Ansehen der Jäger würde durch wenige schwarze Schafe Schaden erleiden. Damit dies zukünftig seltener vorkommt, gibt es nun gar eine Art Knigge für das Verhalten von Jägern. Oberster Grundsatz: Jeder hat des Recht, im Wald Erholung zu finden. Ob Mountainbiker, Spaziergänger oder eben Jäger. »Wenn Sie auf jene Leute zugehen, finden Sie auch mehr Akzeptanz«, meinte der Kreisjagdberater Möller. Und vielleicht sogar mehr Verständnis. Wenn man nicht, wie vereinzelt schon bei den erwähnten schwarzen Schafen geschehen, mit der Waffe rumwedelt.

Eine Novellierung des Bundesjagdgesetzes lehne er derweil ab. »Wir brauchen keine zusätzliche Regulierung und Bevormundungen, denn wir sind in der Lage, uns selbst zu verwalten.« Man habe in der Region gelernt, fügte Frank Möller hinzu, mit der Natur umzugehen. Neben der Diskussion um die aktuelle Lage der Kreisjägerschaft gab es für Helmut Birkelbach indes auch erfreuliche Pflichten. Vor allem zeichnete der Vorsitzende des Erndtebrücker Hegerings Mitglieder für 25 Jahre Verbundenheit zum Jägerbund aus. Dafür erhielten der Auer Gerd Althaus, der Erndtebrücker Heinrich Menn und Hans-Hermann Petzold aus Hamm die verdiente Treuenadel des Hegerings.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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