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Ehemaliges Sägewerk Belz
KoDorf-Entwicklung in Erndtebrück soll vorangetrieben werden

Auf dem Gelände des ehemaligen Sägewerks soll ein KoDorf entstehen.
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bw Erndtebrück. Es ist ein ambitioniertes Projekt, das bereits den ersten Regionale-Stern erhalten hat. Nun bereitet die Gemeindeverwaltung in Erndtebrück eine Realisierung des KoDorfs auf der Fläche des ehemaligen Sägewerks Belz auch planungsrechtlich vor: In der nächsten Sitzung des Bauausschusses am Montag, 21. Juni, soll der Aufstellungsbeschluss für den neuen Bebauungsplan gefasst werden, der Gemeinderat hat dann am 30. Juni das letzte Wort. Den Beschluss zur Einleitung des Verfahrens hatte der Rat vor einem Jahr gefasst.
Altes...

bw Erndtebrück. Es ist ein ambitioniertes Projekt, das bereits den ersten Regionale-Stern erhalten hat. Nun bereitet die Gemeindeverwaltung in Erndtebrück eine Realisierung des KoDorfs auf der Fläche des ehemaligen Sägewerks Belz auch planungsrechtlich vor: In der nächsten Sitzung des Bauausschusses am Montag, 21. Juni, soll der Aufstellungsbeschluss für den neuen Bebauungsplan gefasst werden, der Gemeinderat hat dann am 30. Juni das letzte Wort. Den Beschluss zur Einleitung des Verfahrens hatte der Rat vor einem Jahr gefasst.

Altes Sägewerksgelände in Erndtebrück soll Wohngebiet werden

Mit diesem Bebauungsplan soll laut Gemeindeverwaltung für die Wiedernutzbarmachung des alten Sägewerksgeländes mit der Festsetzung als „allgemeines Wohngebiet“ die Zulässigkeit von Wohnnutzungen begründet werden. Hier werde das Arbeiten in Form von Bürotätigkeit im Homeoffice stattfinden. Neben der Versorgung der Bevölkerung mit kleinen Wohnungen werden laut Gemeinde hier somit gleichzeitig Arbeitsplätze gesichert. Der Bebauungsplan soll in einem beschleunigten Verfahren aufgestellt werden – dies ist zulässig, wenn Grundflächen von weniger als 20.000 Quadratmeter festgesetzt werden. Das Bebauungsplangebiet werde eine Größe von circa 14.500 Quadratmeter haben. Die Aufstellung weiterer Bebauungspläne in diesem Bereich ist nicht vorgesehen, wie die Gemeinde in der Vorlage für den Bauausschuss ausführt. Eine Umweltprüfung soll nicht durchgeführt werden.

So könnte das KoDorf in Erndtebrück aussehen.

Das Areal ist im Flächennutzungsplan der Gemeinde Erndtebrück als Fläche für die Landwirtschaft dargestellt, gemäß der Satzung der Kommune über die im Zusammenhang bebauten Ortsteile sind etwa zwei Drittel der Fläche dem Innenbereich zugeordnet, nur das südliche Drittel befindet sich im Außenbereich. „Der Flächennutzungsplan soll angepasst werden“, berichtet die Gemeindeverwaltung.

Bezirksregierung Arnsberg hat ein Wörtchen mitzureden

In dem Zusammenhang wird die Bezirksregierung sicherlich auf eine weitere Zurücknahme der überschüssigen Wohnbau-Reserveflächen pochen (die SZ berichtete).

Bauliche Entwicklung wird eingeschränkt

In einer ersten Stellungnahme weist Arnsberg die Edergemeinde auch bereits drauf hin, dass Siedlungsentwicklung flächensparend und bedarfsgerecht erfolgen müsse. Für die Bezirksregierung steht deshalb die Wohnbauflächenentwicklung auf dem ehemaligen Sägewerksgelände im Zusammenhang mit der Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde, mit der die Reserveflächen in anderen Gebieten zurückgenommen werden sollen. Die Änderung des Flächennutzungsplans müsse daher zuerst rechtswirksam sein, „damit die Festsetzung von Wohnbauflächen im Rahmen des Bebauungsplanes als bedarfsgerecht angesehen werden kann“, merkt die Bezirksregierung weiter an.

KoDörfer als individueller Wohnbereich

KoDörfer bestehen aus einer Ansammlung kleiner Häuser und einigen zentralen Gemeinschaftsgebäuden. Der individuelle Wohnbereich ist dabei zugunsten der Gemeinschaftsräume reduziert. Die Pläne sehen neben kleinen, ökologischen Holzhäusern auch mehrere Gemeinschaftsgebäude mit einem Coworking-Space vor, darüber hinaus noch Veranstaltungsflächen sowie eine gemeinschaftliche Küche. Das KoDorf in Erndtebrück soll Neubürger fürs Leben auf dem Land begeistern, aber auch Einheimischen zur Verfügung stehen. Insgesamt sind 21 Häuser geplant, die zwischen 36 und 64 Quadratmeter groß sein sollen.

KoDorf in Erndtebrück soll umgesetzt werden

„Das Projekt wird durch das digitale Arbeiten möglich, der Baustil der Gebäude wird sich an Nachhaltigkeitsüberlegungen ausrichten und Gemeinschaftssinn ist ein authentischer Wert, den man in Erndtebrück täglich erlebt“, betonte Bürgermeister Henning Gronau jüngst. Vorbild für das Erndtebrücker Projekt ist das KoDorf Wiesenburg (Brandenburg), wo 40 Häuser entstehen – ebenfalls auf dem Gelände eines ehemaligen Sägewerks.

Auf dem Gelände des ehemaligen Sägewerks soll ein KoDorf entstehen.
So könnte das KoDorf in Erndtebrück aussehen.
Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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