König zahlte 50 Deutsche Mark

Festbuch des Schützenvereins Birkelbach präsentiert / Alle Paare aufgeführt

howe Birkelbach. Wenn der Schützenverein Birkelbach vom 6. bis 9. Juni sein 50-jähriges Bestehen feiert, ist auch das Festbuch im Umlauf (die Siegener Zeitung berichtete). Gerhard Dörnbach stellte jetzt die sieben Kapitel des neuen Werkes vor. 50 Königspaare und 50 Hofstaate, darunter die allererste Königin, die heute 81-jährige Luise Schneider, sind in dem Festbuch bebildert. Ein besonderer Leckerbissen: Kapitel Zwei mit der Vereinsgründung und den ersten Schützenjahren. »Der Jahresbeitrag betrug damals fünf Mark«, erinnerte sich Gerhard Dörnbach. Der erste Festbeitrag belief sich auf drei Deutsche Mark, das Glas Bier kostet vier Groschen.

Im Gründungsjahr richtete der Männergesangverein einen großen Sängerwettstreit aus – das erste Fest in Birkelbach nach dem Krieg. Daraus sei auch der Mut erwachsen, verriet Gerhard Dörnbach, einen Schützenverein zu gründen. Der erste Vorstand setzte sich aus Karl Birkelbach sen. (Vorsitzender), Ludwig Kaiser (Stellvertretender Vorsitzender), Erich Grebe (Erster Beisitzer), Otto Lange (Zweiter Beisitzer), Richard Schneider (Erster Schriftführer), Gerhard Dörnbach, mit 20 Jahren der Jüngste, (Zweiter Schriftführer), Ewald Roth (Kassierer) sowie Walter Dreisbach (Stellvertretender Kassierer).

Der Birkelbacher Schützenverein spuckte bereits im ersten Jahr kräftig in die Hände. Es wurde zum Beispiel beschlossen, eine Fahne zu kaufen, 80 Mitglieder zählte der Schützenverein im Gründungsjahr. Die Fahnenweihe übernahm der Schützenverein Berghausen, namens Gustav Breuer (Kleiwes). Im ersten Jahr wurden Schützenhüte gekauft. »Die tragen wir heute noch«, erläuterte Gerhard Dörnbach. Auch das Hutabzeichen sei so geblieben wie damals. Das erste Schützenfest war verregnet, woran sich der damals elfjährige Fritz Hoffmann »noch sehr gut erinnern« konnte. Der Schützenkönig musste damals 50 DM in die Vereinskasse zahlen und 50 Liter Bier ausgeben. Die Kosten des ersten Hofstaates wurden auch von diesem anteilig übernommen. Im ersten Jahr, und damit endet die Geschichte aus dem Gründungsjahr noch lange nicht, baute der Schützenverein im Nickelgrund einen Schießstand. 18 Jahre wurde der Stand benutzt.

Der Schützenverein errichtete eine kleine Halle und bedankte sich bei Holz- und Sägewerksbesitzer Heinrich Spies, der 1000 DM gespendet hatte. Man ernannte Heinrich Spies zum ersten Ehrenmitglied. Das erste Kreisschießen fand im Saal des ehemaligen Gasthofs Blecher, wo vor einigen Jahren die Diskothek Relax untergebracht war, statt. Beim ersten Schützenfest, wusste Fritz Hoffmann zu berichten, spielten die Wittgensteiner Musikanten, die aus der Birkelbacher Blasmusik hervorgegangen waren. Eine Menge interessante Details liefert Gerhard Dörnbach in dem Festbuch.

Neben der Historie des Schützenvereins wird die aktive – mitunter auch turbulente – Zeit von 1965 bis 1975 beleuchtet. Das 25-jährige Bestehen, ein Kapitel über den Schießsport sind ebenso in dem Festbuch berücksichtigt wie die Entstehung der Trachtengruppe und die Zeit der neuen Schützengeneration.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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