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Grundstücksmarktbericht für Wittgenstein
Landwirtschaftliche Flächen am günstigsten

Landwirtschaftliche Flächen sind in Wittgenstein im Vergleich zum gesamten Kreisgebiet am günstigsten. Innerhalb des Altkreises wiederum sind die Flächen in der Gemeinde Erndtebrück am teuersten.
  • Landwirtschaftliche Flächen sind in Wittgenstein im Vergleich zum gesamten Kreisgebiet am günstigsten. Innerhalb des Altkreises wiederum sind die Flächen in der Gemeinde Erndtebrück am teuersten.
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tika Wittgenstein. Leben im Altkreis Wittgenstein ist günstig – zumindest im Vergleich zu den anderen Kommunen im Kreis Siegen-Wittgenstein, wie aus dem Grundstücksmarktbericht 2020 hervorgeht. Allerdings gibt der Bericht des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Kreis Siegen-Wittgenstein nicht nur entsprechende Auskunft über Wohnflächen, sondern auch über land- (Acker- und Grünland) und forstwirtschaftliche Flächen sowie gewerbliche Bauflächen. Die landwirtschaftlichen Grundstücke sind in Wittgenstein im kreisweiten Vergleich – der Bodenrichtwert liegt bei 1,64 Euro pro Quadratmeter – am günstigsten. Die Stadt Bad Laasphe ist mit 1,16 Euro pro Quadratmeter aus finanzieller Sicht für Käufer am preiswertesten gewesen.

tika Wittgenstein. Leben im Altkreis Wittgenstein ist günstig – zumindest im Vergleich zu den anderen Kommunen im Kreis Siegen-Wittgenstein, wie aus dem Grundstücksmarktbericht 2020 hervorgeht. Allerdings gibt der Bericht des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Kreis Siegen-Wittgenstein nicht nur entsprechende Auskunft über Wohnflächen, sondern auch über land- (Acker- und Grünland) und forstwirtschaftliche Flächen sowie gewerbliche Bauflächen. Die landwirtschaftlichen Grundstücke sind in Wittgenstein im kreisweiten Vergleich – der Bodenrichtwert liegt bei 1,64 Euro pro Quadratmeter – am günstigsten. Die Stadt Bad Laasphe ist mit 1,16 Euro pro Quadratmeter aus finanzieller Sicht für Käufer am preiswertesten gewesen.

Dafür war der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Waldboden ohne Aufwuchs in Wittgenstein von 2017 bis 2019 im Mittel mit 60 Cent im Altkreis Wittgenstein rund zehn Cent teurer als im Altkreis Siegen. Der Durchschnittswert für forstwirtschaftliche Grundstücke im Kreis Siegen-Wittgenstein – ohne Siegen – lag im Jahr 2019 bei rund 1,63 Euro pro Quadratmeter. – Die Daten im Überblick:

Bad Berleburg: Zwei gewerbliche Bauflächenverkäufe gab es im vergangenen Jahr im Bad Berleburger Stadtgebiet – mit einer Gesamtfläche von 3354 Quadratmetern und einem Preisumsatz von insgesamt 78 920 Euro. Die Bodenrichtwerte – der durchschnittliche Preis pro Quadratmeter im Jahr 2019 – variieren wie bei Wohnland je nach Lage. Für eine gebietstypisch definierte gute Lage für gewerbliche Bauflächen war im Stadtgebiet keine Angabe vorhanden, für eine mittlere Lage waren 40 Euro und für eine mäßige Lage 20 Euro fällig. Im Bereich der landwirtschaftlich genutzten Grundstücke kam es zu 20 Verkäufen mit einer Gesamtfläche von 299 707 Quadratmeter – die kreisweit größte Gesamtfläche. Der Preisumsatz lag dabei bei 371 538 Euro. Pro Quadratmeter mussten Käufer dabei durchschnittlich 1,29 Euro pro Quadratmeter zahlen – neun Cent mehr als im langjährigen Mittel von 2015 bis 2019. Bei den forstwirtschaftlichen Grundstücken kam es zu 22 Verkäufen mit einer Fläche von 292 558 Quadratmetern und einem Preisumsatz von 372 229 Euro – kreisweit die meisten Verkäufe, nicht aber die größte Gesamtfläche.

Bad Laasphe: Innerhalb der Stadt Bad Laasphe kam es im Vorjahr zum Verkauf einer gewerblichen Baufläche mit 1354 Quadratmetern und einem Preisumsatz von 31 142 Euro – der geringste Umsatz kreisweit, abgesehen von Hilchenbach, wo es zu keinem Verkauf kam. Der durchschnittliche Preis pro Quadratmeter lag dabei in der Lahnstadt bei 60 Euro für eine gute, bei 40 Euro für eine mittlere und bei 20 Euro für eine mäßige Lage. Derweil kam es in Bad Laasphe zu den meisten Verkäufen landwirtschaftlicher Grundstücke innerhalb des Altkreises Wittgenstein – insgesamt waren es derer 27 mit einer Gesamtfläche von 219 663 Quadratmetern und einem Preisumsatz von 250 814 Euro. Dort waren die Flächen laut Bodenrichtwert 2019 mit 1,16 Euro pro Quadratmeter im kreisweiten Vergleich am günstigsten. Im Vergleich zum eigenen langjährigen Mittelwert von 2015 bis 2019 waren sie einen Cent teurer.

Bei den forstwirtschaftlichen Grundstücken kam es in der Stadt Bad Laasphe mit 1 851 085 Quadrametern nicht nur zum größten Gesamtflächenverkauf, sondern mit 3 670 858 Euro auch zum höchsten Preisumsatz – und dies bei 13 verkauften Flächen.

Erndtebrück: In der Gemeinde Erndtebrück kam es zwar „nur“ zu einem Verkauf einer gewerblichen Baufläche, mit 3636 Quadratmetern war diese Wittgenstein-weit allerdings nicht nur die größte Fläche, sondern auch der Preisumsatz lag mit 80 000 Euro am höchsten. Dieser Flächenverkauf fand damit laut Bodenrichtwert in einer eher mäßigen Lage statt, wo in Erndtebrück durchschnittlich 20 Euro pro Quadratmeter fällig waren. 30 Euro hätten Käufer durchschnittlich in mittlerer Lage zahlen müssen, in guter Lage gab es keine Angabe.

Derweil kam es zu zehn Verkäufen landwirtschaftlicher Grundstücke – weniger waren es im Vorjahr nur in Kreuztal (9). Die Gesamtfläche lag dabei bei 89 977 Quadratmetern, der Preisumsatz bei 147 508 Euro. Der Bodenrichtwert für diese Flächen lag dabei bei 1,53 Euro pro Quadratmeter – und damit 23 Cent über dem langjährigen Mittelwert von 2015 bis 2019. Zumindest innerhalb des Altkreises Wittgenstein war landwirtschaftliche Fläche in der Edergemeinde damit am teuersten. Im Bereich der forstwirtschaftlichen Grundstücke hielt sich die Anzahl der Verkäufe im kreisweiten Vergleich mit derer fünf im unteren Bereich, einzig Neunkirchen lag mit keinerlei Verkäufen dahinter. Die fünf Verkäufe in der Edergemeinde summieren sich zu einer Gesamtfläche von 25 828 Quadratmetern bei einem Preisumsatz von 38 560 Euro.

Autor:

Timo Karl (Redakteur) aus Erndtebrück

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