»Last-Minute-Röthig« traf vier Mal

Erndtebrücker »Hurra-Fußball« in der Schlussphase:

Drei Treffer innerhalb von zehn Minuten / Schwerte schlug sich nach Platzverweis selbst

JaK Erndtebrück. Ist der Knoten beim TuS Erndtebrück jetzt endgültig geplatzt? Wenn man vom gestrigen Spiel des Wittgensteiner Fußball-Verbandsligisten gegen den VfL Schwerte ausgeht, kann man diese Frage nur mit einem »Ja« beantworten. Mit 5:1 (1:1) fegten die Pulverwald-Kicker das Team von »Kiki« Kneuper vom Platz und zeigten vor allem in der letzten halben Stunde Fußball vom Allerfeinsten. Zwar hatten die Erndtebrücker in der 1. Halbzeit einen kleinen Durchhänger und erinnerten somit stark an den ein oder anderen Auftritt in der jüngeren Vergangenheit, doch was bleibt, ist vor allem die Erkenntnis, dass die Mannschaft nun offenbar endlich ihre Spielfreude aus dem Training in ein Meisterschaftsspiel herüberrettete.

»Zum Schluss hätte ich mir gewünscht, dass das Spiel noch eine Viertelstunde länger dauert«, flachste Coach Boris Jonjic nach dem Schlusspfiff. Schließlich hatten sich seine Mannen, besonders René Röthig, gerade zum Ende hin so richtig warm geschossen. »Das tut ihm gut«, freute sich Jonjic über das Erfolgserlebnis seines Stürmers, der in der Vorwoche auf Grund einer Verletzung noch hatte passen müssen. Röthig traf in den letzten zehn Minuten gleich drei Mal und machte aus einem »normalen« einen Kantersieg.

Bevor er in der Nachspielzeit zwei Mal per Einzelleistung traf, verdiente das zwischenzeitliche 3:1 schon das Prädikat »nicht mehr Verbandsliga-würdig« - in positiver Hinsicht, wohlgemerkt. Die Zuschauer in einem Bundesliga-Stadion hätten wohl ebenso mit der Zunge geschnalzt wie die gut 100 Zahlenden in Erndtebrück, die einen schönen Heber des eingewechselten Nijaz Heric bestaunen durften. Dieser senkte sich – vom linken Strafraumeck getreten – butterweich auf den Fuß von Andreas Wieczorek. Der hätte zwar aus spitzem Winkel von der rechten Seite aus abschließen können, sah aber den besser postierten Röthig, der in der Mitte nur einschieben brauchte.

Dabei hatte die Partie in der 1. Halbzeit ein wenig bieder begonnen. Zwar hatten die Erndtebrücker auch hier schon die klar besseren Chancen, ließen nach dem 1:0 durch Röthig (13.) aber schnell nach. Dies nutzten die ansonsten schwachen Gäste, die später aber mehr mit sich selbst und dem Schiedsrichter zu tun haben sollten. Doch zunächst nutzten sie die Einladung der Eder-Kicker in Form eines Schusses von Taner Dogan aus rund elf Metern, der unhaltbar im rechten Winkel einschlug (40.).

Spielentscheidend war dann wohl eine Szene in der 55. Minute, die die Leistung des etwas unbeholfen wirkenden Schiedsrichters widerspiegelte. Zunächst entschied er auf falschen Einwurf und signalisierte dies durch einen (recht leisen) Pfiff und die entsprechende Geste. Dies schienen aber einige Akteure auf dem Spielfeld nicht gehört zu haben. Zu ihnen gehörte auch Özgür Gökce, der den Ball trotz der Schiedsrichter-Entscheidung in Richtung Erndtebrücker Tor beförderte. Der Referee zückte die Gelbe Karte und merkte sodann, dass er nach einer bereits zuvor ausgesprochenen Verwarnung für den Schwerter nun den »Roten Karton folgen« lassen musste. Hier wäre ein wenig mehr Fingerspitzengefühl angebracht gewesen.

Fortan haderten die Schwerter nur noch mit dem »Schwarzkittel« und manövrierten sich so selbst auf die Verliererstraße. Die Wende brachte Enrico Ledda, der eine verunglückte Abwehr des Gäste-Hüters Ruben Douglas eiskalt ausnutzte und für die zweite Führung des Tages sorgte (67.).

TuS Erndtebrück: Habbel; Missango, Bleck, Skoumal, Willmann (82. Breuer); Seelbach (58. Heric), M. Müller, Ranke, Wieczorek; Röthig, Ledda.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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