Laternenlichter und Kindergesichter

Mehr als 150 Mädchen und Jungen beteiligten sich am Erndtebrücker Sankt-Martins-Zug

Erndtebrück. Pünktlich zu Beginn der Dämmerung setzte sich der Sankt-Martins-Zug der Edergemeinde in Bewegung. Mit vorsichtigen Schritten folgten die Kinder dem Umzug durch das Wellerstal und ließen dabei ihre selbstgebastelten Laternen nicht aus den Augen. Laternenlichter und Kindergesichter strahlten bei diesem Ereignis um die Wette. Der Erndtebrücker Pfarrgemeinderat hatte diesen Umzug organisiert.

An die legendäre Mantelteilung erinnert

Die reale Biografie von Sankt Martin lässt sich im 5. Jahrhundert nach der Zeitenwende ansiedeln. Der Ungar Martin war ein römischer Soldat. In einer kalten Winternacht bat ihn ein Bettler um Almosen. Der Soldat Martin teilte seinen Mantel mit dem halberfrorenen Obdachlosen und ritt davon. Dieses Erlebnis hatte Martin nachhaltig geprägt. Er wurde Christ und Bischof von Tours in Frankreich. Sankt Martin war der erste Nichtmärtyrer, der von den Christen gefeiert wurde.

Historische Figuren zum Leben erweckt

Sankt Martins lebensverändernde Begegnung mit dem Bettler wurde den Kindern durch eine schauspielerische Szene vermittelt. Lara Rössner, Sarah Breuer, Anna-Sophie Geißler und Andrea Jonjic erweckten die historischen Figuren eindrucksvoll zum Leben. Axel Jakobi lieh dem Erzähler der Geschichte seine Stimme. Mechthild Langer von der katholischen Kirchengemeinde Erndtebrück war dabei als Regisseurin tätig.

Stutenkerle wurden symbolisch geteilt

Ziel des Zugs war die katholische Kirche. Der evangelischen Posaunenchor unter Leitung von Pfarrer Helmut Krumm empfing die Mädchen und Jungen auf dem Kirchplatz. Dort warteten auf die Kinder zwei aneinander gebackene Stutenkerle, die symbolisch geteilt wurden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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