KoDorf in Erndtebrück zeigt Alternativen auf
Lebensstile sind vielfältig - auch auf dem Land

Der zweite Zukunftsdialog zum Wohnen und Arbeiten in Südwestfalen wurde live aus Altena übertragen. Vor Ort mit dabei war u. a. Henning Gronau (r.), Bürgermeister der Gemeinde Erndtebrück.
  • Der zweite Zukunftsdialog zum Wohnen und Arbeiten in Südwestfalen wurde live aus Altena übertragen. Vor Ort mit dabei war u. a. Henning Gronau (r.), Bürgermeister der Gemeinde Erndtebrück.
  • Foto: Südwestfalen-Agentur
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

sz Altena. Gut gefüllt war der virtuelle Meeting-Raum auch beim zweiten Zukunftsdialog zum Wohnen und Arbeiten in Südwestfalen. Live übertragen aus der Burg Holtzbrinck in Altena drehten sich Impulse und Austausch dieses Mal um den Lebensstil „Neues Land“. Von Beispielen aus Brandenburg, Bayern und Schleswig-Holstein bis hin zum „Summer of Pioneers“ in Altena und dem “KoDorf“ in Erndtebrück nahmen die Teilnehmer Inspiration und frische Ideen mit. Die Veranstaltungsreihe wurde im Rahmen der Regionale 2025 ins Leben gerufen von der Südwestfalen-Agentur sowie den südwestfälischen Volksbanken. Für 2022 sind weitere Zukunftsdialoge geplant.

Unterschiedliche Lebensstile abdecken

„Die Idee, dass es einen klassischen ländlichen Lebensentwurf gibt, hat sich heute überlebt. Lebensstile sind vielfältig, auch auf dem Land“, hieß es im eröffnenden Vortrag von Dr. Ariane Sept, die am Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung zu Transformation und Digitalisierung im ländlichen Raum forscht. Sie brachte Beispiele aus ganz Deutschland mit, wie Menschen in und mit Gesellschaft aufs Land ziehen: Co-Living in einer ehemaligen Postagentur in Brandenburg, ein Wohnprojekt in einem alten Kloster in Bayern oder ein Co-Working-Space im ländlichen Schleswig-Holstein. Das Fazit: Neue Lebensstile auf dem Land haben sehr viel mit Gemeinschaft zu tun und mit Raum für eigene Entfaltung.
„Wenn es ums Wohnen und Arbeiten geht, müssen wir uns hier in Südwestfalen auf die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger einstellen“, erläuterte Moderatorin Prof. Dr. Ursula Stein, die als Stadt- und Regionalplanerin die Regionale in Südwestfalen begleitet. „Dabei geht es nicht darum, die Einfamilienhäuser abzuschaffen, sondern zu zeigen, was darüber hinaus noch möglich ist und was auch hier in Südwestfalen umgesetzt werden kann.“ Genau solche Beispiele kamen aus Altena, wo die örtliche Baugesellschaft z. B. WG-Häuser für junge Menschen oder Gäste- und Auszeitwohnungen für einen vorübergehenden Aufenthalt anbietet.

KoDorf in Erndtebrück

Ideen, wie Wohnen und Arbeiten in Südwestfalen neu gedacht werden können, findet man auch unter den Vorhaben der Regionale 2025. „Wir haben verschiedenste Projekte, die alte Gebäude um- und neu nutzen“, sagte Dr. Stephanie Arens, Leiterin der Regionale 2025 bei der Südwestfalen-Agentur. „Da geht es beispielsweise darum, Industriebrachen ganz neu zu nutzen. Zum Beispiel in Kreuztal, wo auf dem Gelände einer brachliegenden Fabrik ein komplett neues und nachhaltiges Quartier entsteht oder eben das ,KoDorf‘ in Erndtebrück, bei dem ein altes Sägewerk als Gemeinschaftshaus und Co-Working-Space neu genutzt werden soll.“
Erndtebrücks Bürgermeister Henning Gronau stellte vor, wie die Wohnsiedlung die Gemeinde bereichern und auch dem demografischen Wandel entgegenwirken soll, indem sie Digitalarbeitende für das Leben auf dem Land begeistert.
Markus Stottmeyer, Vorstand der Volksbank Olpe-Wenden-Drolshagen eG: „Durch die Zukunftsdialoge entsteht ein Austausch darüber, wie vielfältig das Wohnen und Arbeiten in Südwestfalen bereits ist und noch werden kann. Genau aus diesem Grund haben wir als südwestfälische Volksbanken das Format gemeinsam mit der Südwestfalen-Agentur ins Leben gerufen.“

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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