Lichtkreuz am Gickelsberg

Mit vereinten Kräften wurde das Lichterkreuz aufgestellt. Foto: schn

schn Erndtebrück. Wir schreiben das Jahr 1977: Die Katholische Jugendgemeinde in Erndtebrück bereichert die Edergemeinde um eine Attraktion für die Ostertage, das Osterfeuer. Die Chronik der Kirchengemeinde vermerkt: „Viele Erndtebrücker waren gekommen und bewunderten den Mut und die Aktivität der KJG.“ In den nächsten fünf Jahren wuchs das Osterfeuer dann, bis der Rahmen für die KJG zu groß wurde. In der späteren Zeit wurde das Osterfeuer dann von der Freiwilligen Feuerwehr und heute von der Dorfjugend ausgerichtet. Aber die Tradition ist in der katholischen Kirche erhalten geblieben. Seit 1983 entzünden die Mitglieder der katholischen Kirchengemeinde ein großes Kreuz auf dem Gickelsberg, hoch oben über Erndtebrück.

Seither kümmert sich die Katholische Arbeiterbewegung (KAB) um das Osterfeuer. Damals habe man überlegt wie man ein solches Ereignis gestalten könne, mit einer klaren und weithin sichtbaren Symbolik, erinnern sich die Männer der KAB heute. Und das Kreuz sei nun einmal das christliche Symbol schlechthin. Zuerst war es noch ein Holzkreuz, in das Fackeln gesteckt wurden. Heute benutzt man ein feuerfestes und wiederverwendbares Stahlgestell. Nach dem Gottesdienst in der Christus-König-Kirche entzünden die Gläubigen Fackeln an der Osterkerze im Kirchenschiff und bringen dieses Feuer dann auf den Gickelsberg. Dort wird dann aus den kleinen Flammen ein echtes Feuermeer. Mit vereinten Kräften zieht die Gemeinde das Kreuz nach oben, die Glocken beginnen zu läuten. Das Zeichen für die Menschen, dass genau jetzt das Lichterkreuz und sein Feuerschein in fast ganz Erndtebrück zu sehen ist.

Bei viel Wind, wie diesmal am Ostersonntag, ist das Schauspiel schnell vorbei, in anderen Jahren, bei Windstille, brannte das Feuer wesentlich länger. Die versammelte Gemeinde singt Lieder, spricht ein Gebet und nutzt die Zeit zur stillen Andacht. Wer das Lichterkreuz in diesem Jahr verpasst hat, der sollte im nächsten Jahr am Ostersonntag kurz nach Einbruch der Dunkelheit auf den Gickelsberg schauen und auf die Glocken der katholischen Kirche achten.

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