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Autohaus setzt auf Solar-Moduke
Mercedes Müller nutzt die Sonnenenergie

Die Dachflächen des Autohauses Mercedes Müller im Industriegebiet in Schameder wurden bestmöglich mit Solar-Modulen ausgestattet.
  • Die Dachflächen des Autohauses Mercedes Müller im Industriegebiet in Schameder wurden bestmöglich mit Solar-Modulen ausgestattet.
  • Foto: Unternehmen
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

sz Schameder. Freie, meist ungenutzte Flächen: Von oben herab lassen sich viele Möglichkeiten erahnen. Schwebt der Blick aus der Vogelperspektive über den Industriepark Wittgenstein in Schameder, erhascht der Betrachter ein Beispiel dafür, was es heißt, Sonnenenergie zu nutzen. Hier befinden sich knapp 150 Solar-Module auf der Dachfläche des Autohauses Mercedes Müller. Geschäftsführer Klaus Löcker ist begeistert von der Möglichkeit, die Wittgensteiner Sonne zu nutzen – bei einer Dachfläche von 1560 Quadratmetern eine lohnenswerte Investition.
Energie der Sonnenkraft durch Photovoltaik-Anlage
Zusammen mit Daniel Kunze, dem Geschäftsführer von Wiso Solar aus Feudingen, konzipierte Klaus Löcker eine für die Dachfläche angepasste Photovoltaik-Lösung.

sz Schameder. Freie, meist ungenutzte Flächen: Von oben herab lassen sich viele Möglichkeiten erahnen. Schwebt der Blick aus der Vogelperspektive über den Industriepark Wittgenstein in Schameder, erhascht der Betrachter ein Beispiel dafür, was es heißt, Sonnenenergie zu nutzen. Hier befinden sich knapp 150 Solar-Module auf der Dachfläche des Autohauses Mercedes Müller. Geschäftsführer Klaus Löcker ist begeistert von der Möglichkeit, die Wittgensteiner Sonne zu nutzen – bei einer Dachfläche von 1560 Quadratmetern eine lohnenswerte Investition.

Energie der Sonnenkraft durch Photovoltaik-Anlage

Zusammen mit Daniel Kunze, dem Geschäftsführer von Wiso Solar aus Feudingen, konzipierte Klaus Löcker eine für die Dachfläche angepasste Photovoltaik-Lösung. Neben der schon bekannten dezentralen Energieerzeugung gibt es hier eine Besonderheit: die Speicherung der gewonnenen Energie. „Mein Ziel war es, ein Konzept zu entwickeln, welches alle Fragestellungen bedenkt“, so Klaus Löcker. Durch eine Photovoltaik-Anlage mittels Sonnenkraft Energie zu erzeugen, ist nicht neu.
Diese für den eigenen Gebrauch zu nutzen, darin haben viele private Haushalte bereits Erfahrung. Die Fragestellung „Was hat mein Dach mit der Heizung zu tun?“, wie es Kunze lächelnd erklärt, weckt mittlerweile keine Verwunderung mehr. Dass die Energie, die auf der Gewerbefläche des Autohauses entsteht, allerdings in diesem großen Umfang gespeichert werden kann, ist bisher einzigartig in Wittgenstein.

Stromverbrauch der Hallen ist gleich geblieben

Die Speicherung von Solarenergie ist ein Thema, dem sich Daniel Kunze, Boris Kämmerling und Klaus Löcker mit Leidenschaft und Durchhaltevermögen gewidmet haben: Für die Entwicklung dieses besonderen Projektes sind wegen einer speziellen technischen Komponenten zehn Monate vergangen, was – verglichen mit dem zweitägigen Aufbau der 150 Module vor Ort – ein langer Zeitraum ist.
Diese Zeitspanne hat sich aber gelohnt, mittlerweile funktioniert die Energieversorgung des Gebäudes „Am Gäuseberg“ komplett autark. Der Stromverbrauch der Hallen ist gleich geblieben, allerdings muss mittlerweile kein Strom mehr zugekauft werden. „Eigene Energie – eigene Sache“, kommentiert Klaus Löcker lächelnd.  Auf dem Bildschirm vor Ort beobachteten die Akteure die zeitaktuellen Daten der Energiegewinnung. Ganze 60 Kilowatt kommen an diesem warmen, leicht bedeckten Nachmittag durch die Solarmodule im Autohaus an. Um einem hohen Energieverbrauch primär entgegen zu wirken, hat Klaus Löcker in allen Räumen auf LED-Beleuchtung und neueste Energietechnik umgesattelt.
Da aber auch in den späten Abendstunden noch ein konstanter Stromverbrauch in den Räumlichkeiten entsteht, kam die Idee auf, nicht nur den Energieverbrauch der Produkte zu reduzieren, sondern auch eine alternative Energiequelle zu nutzen: Sonnenenergie. Dass dies sogar bei sonnenfreiem Himmel und bei Nacht möglich ist, ist der Verdienst der Speicherkapazität. Während sich der Energieverbrauch in privaten Haushalten in der Regel recht konstant hält, spricht man in Industrie und Gewerbe von Spitzen. In Zeiträumen, in denen auf einmal die Druckluft der Hebebühne, mehrere Werkzeuge, Beleuchtung und Computeranlagen in Hochtouren genutzt werden, schlägt die Statistik des Energieverbrauchs besonders hoch aus.

Auch die Vermarktung ist ein Gedanke

Durch die hohe Speicherkapazität von 65 Kilowattstunden und die Nutzung von gesammelter Sonnenenergie stellt dies für das Autohaus jedoch kein Problem dar, hier kann über den Speicher zugespeist werden. Ein aktuelles Thema ist neben der Speicherung von Strom auch die Vermarktung – beispielsweise der Gedanke, dem Nachbarn von dem selbst erzeugten Strom etwas abzugeben.
Hier gibt es rechtliche Einschränkungen und auch der Stromtransport steht vor Herausforderungen. 
Die Begeisterung von Klaus Löcker und seiner Sonnennutzung ist kaum zu übersehen, für ihn spielt hier, neben dem Gedanken an die Umwelt und die Ressourcenschonung, natürlich auch die Idee, autark zu sein mit. Um das Konzept rund zu machen, sind auf dem Gelände des Autohauses drei interne Ladesäulen für Elektro-Autos geplant – sozusagen eine Tankstelle für Wittgensteiner Sonnenenergie.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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