Mit Pyrotechnik den Kopf der Walzer-Industrie gefeiert

Vortrag erinnerte in Erndtebrück multimedial an Johann Strauß

Erndtebrück. Unter dem Thema „Johann Strauß im Jahr 2000” lud die Erndtebrücker Kulturinitiative in die Ratsstuben zu einem Diavortrag der besonderen Art. Georg A. Werth führte durch seinen Dia-Musicana-Vortrag über den berühmten Komponisten, der den Walzer erfunden habe. Als Stargast hatte Werth Johanns dritte Frau Adele, gespielt von Annette Greve, eingeladen, die hin und wieder ins Geschehen eingriff und etwas aus dem Nähkästchen plauderte.

Erste Komposition als Sechsjähriger

Hauptsächlich konnten die Besucher aber Bilder von Wien, von Johann Strauß sowie von Orchestern und Tänzern betrachten – untermalt mit Musik und erläutert von Georg Werth. Als besonderes Schmankerl bekamen die Zuhörer Interview-Ausschnitte mit Johann Strauß zu hören. Dieser wurde 1825 in Wien geboren. Mit sechs Jahren wollte er es seinem Vater gleich tun und auch komische Zeichen aufs Notenpapier bringen. Seine Mutter verwahrte dieses erste Werk bis zu seinem 30. Geburtstag und überreichte es ihm als Geschenk. Der geschäftstüchtige Johann überarbeitete sein Werk, brachte es 1881 auf den Markt und nannte seinen Walzer „Erster Gedanke”.

Sein Vater ging gerichtlich gegen ihn vor

Sein Vater, ebenfalls Musiker und königlicher Balldirektor, fürchtete die Konkurrenz seines Sohnes, als dieser schon mit 19 Jahren sein eigenes Orchester gründen wollte. Er ging sogar vor Gericht, um seinen Sohn aufzuhalten, was aber misslang. Direkt sein erstes Konzert in einem Kasino war ein riesiger Erfolg. Das Volk war begeistert und wollte immer mehr. Strauß gründete mehrere Orchester und gab bis zu fünf Vorstellungen an einem Abend. Da er immer nur kurze Zeit in den Sälen verweilen konnte und die Gäste forderten, dass bei jeder Vorstellung ein Strauß da sein müsse, engagierte er seine zwei Brüder Josef und Eduard, die ebenfalls Dirigenten waren. Damit war eine ganze Walzer-Industrie gegründet.

„Schöne blaue Donau” wurde zum Hit

1867 veröffentlichte Johann Strauß seinen vielleicht größten Erfolg, der Walzer „An der schönen blauen Donau” wurde der erste Schlager der Geschichte. 27Jahre später bekam er vom Berliner „Börsen Courir” den Titel Erdballmusiker. 1899 starb Johann Strauß in den Armen seiner Frau Adele. Frauen spielten in seinem Leben eine große Rolle. Er war dreimal verheiratet und ließ sich immer aufs Neue von ihnen inspirieren.

Urgroßneffe half bei der Recherche

Werth recherchierte drei Jahre lang für seinen Vortrag mit der Hilfe von Eduard Strauß, dem Urgroßneffen von Johann Strauß. Seit zwei Jahren ist er nun mit dem Dia-Musicana-Abend auf Tour. Der Auftritt in Erndtebrück war sein einziger in der Region. Die Show ist eine Mischung aus Diavortrag mit Überblendung und Musik, gemischt mit szenischer Darstellung sowie optischen und akustischen Effekten bis hin zur Pyrotechnik.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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