Moderne Technik ohne Landesmittel

Gemeinde Erndtebrück schaffte neues Birkelbacher Feuerwehrauto für 150000 e an

schn Birkelbach. Der Löschzug II der Freiwilligen Feuerwehr Erndtebrück ist wieder voll einsatzbereit: Das neue Fahrzeug der Birkelbacher Wehr wurde am Samstag offiziell seiner Bestimmung übergeben. Da eines der Fahrzeuge auf Grund seines Alters und erheblicher Verschleißerscheinungen vom technischen Prüfdienst der Feuerwehr stillgelegt worden war, musste der Löschzug II, der die großen Fahrzeuge eben in Birkelbach stationiert hat, bei Einsätzen auf Unterstützung des Löschzuges I aus Erndtebrück warten (die Siegener Zeitung berichtete).

Rat erkannte Ernst der Situation

Der Gemeinderat erkannte den Ernst der Situation. Deswegen wurden die Mittel bereit gestellt, um ein nagelneues Auto anzuschaffen. Die Kosten von mehr als 150000 e schulterte die kleinste Wittgensteiner Kommune aus eigenen Mitteln, ohne jede Förderung des Landes. Das alte Fahrzeug, ein LF8, wurde 1979 angeschafft und war inzwischen so altersschwach, dass die Reparaturkosten den Zeitwert weit überstiegen hätte. Die Birkelbacher Feuerwehrmänner sind stolz auf ihr neues Fahrzeug. Neben der üblichen Serienausstattung wurden noch einige Extras angeschafft: eine zusätzliche Pumpe, ein Geländefahrwerk, eine Dreifachschiebeleiter, sechs Atemschutzgeräte. Da sich die Atemschutzträger nun während der Fahrt zum Einsatzort ausrüsten können, gewinnen die Floriansjünger zwei Minuten, die zur Rettung eines Menschen schon ausreichen können. Gemeindebrandmeister Horst Groß machte dies im Rahmen der Feierstunde, die anlässlich der Übergabe des Fahrzeugs veranstaltet wurde, deutlich. In vielen Sitzungen sei über die Anschaffung beraten worden und nun sei schließlich der Erfolg zu begutachten. »Das neue Fahrzeug ist kein neues rotes Spielzeug für die Feuerwehr«, schloss Horst Gross sein Grußwort.

Thema Drehleiter ist vorerst verschoben

Erndtebrücks Bürgermeister Heinz-Josef Linten erläuterte die Entscheidungswege, die zur Beschaffung des Fahrzeugs geführt hatten. Eigentlich sollte für die Edergemeinde die benötigte Drehleiter gekauft werden, der Eigenanteil der Kommune war schon in den Haushalt eingestellt. Doch das Land verweigerte seinen Zuschuss und so musste das Projekt wieder auf Eis gelegt werden.

Die frei gewordenen Mittel wurden dann – nach einstimmigem Ratsbeschluss – in das neue Fahrzeug in Birkelbach investiert. Der Bürgermeister ist stolz darauf, dass die Gemeinde Erndtebrück zum ersten Mal ein solches Fahrzeug ganz ohne Zuschüsse beschafft hat, trotz der bekannt schwierigen Haushaltslage. Die Übergabe des Fahrzeuges sei daher auch etwas Besonderes.

Gemischter Chor unterhielt die Gäste

Ein Ereignis nicht nur für die Feuerwehrleute, sondern für die gesamte Dorfgemeinschaft. Dass der Bürgermeister mit dieser Einschätzung richtig lag, zeigte der Sängergruß des Gemischten Chores Birkelbach. Die Sänger unterhielten mit mehreren Stücken. Reinhard Schürmann, Brandinspektor des Löschzuges II, sah in dem neuen Fahrzeug »eine erhebliche Steigerung der Einsatzfähigkeit des gesamten Löschzuges« Der Schlüssel des Autos ging von Heinz-Josef Linten an den Zugführer und von dort an den Chef der Löschgruppe Birkelbach, Karl-Friedrich Müller. Kreisbrandmeister Gerhard Müller nannte die Anschaffung eine weise Entscheidung des Rates. Er sehe, dass der Brandschutzplan für die Gemeinde in der richtigen Weise voran getrieben werde. Auch mit Blick auf den Industriepark Wittgenstein in Schameder sei die Investition in die moderne Technik richtig gewesen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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