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ECC und EKV feiern Altweiber
Narren stürmten wieder das Erndtebrücker Rathaus

Die Formationen in ihren aufwendigen Gardekostümierungen machten mächtig was her. Im Erndtebrücker Rathaus lässt sich die Belegschaft der Gemeindeverwaltung gerne in den Bann der Narren ziehen. Foto: Sarah Benscheidt
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  • Die Formationen in ihren aufwendigen Gardekostümierungen machten mächtig was her. Im Erndtebrücker Rathaus lässt sich die Belegschaft der Gemeindeverwaltung gerne in den Bann der Narren ziehen. Foto: Sarah Benscheidt
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sabe Erndtebrück. Draußen grau, drinnen bunt – im Erndtebrücker Rathaus stürmten die Narren vom Erndtebrücker Carnevals-Club (ECC) und dem Erndtebrücker Karnevals-Verein (EKV) am Donnerstag die Gemeindeverwaltung und füllten den Rathaussaal mit jeder Menge Kölschem – oder eher Erndtebrücker – Jeföhl. Schon beim energiegeladenen Einlaufen der Garden konnte sich da kaum noch einer auf den Stühlen halten – der Karnevalsvirus ging viral und die Edergemeinde ließ sich gerne anstecken. Der sonst so nüchterne Raum ward von den Mitarbeitern mächtig hübsch gemacht und bot als umfunktionierte Bühne die perfekte Szenerie: Zu beschwingter Musik zauberten die Garden, Trios und Funken mal im Gleichtakt, mal mit komplizierten Hebefiguren Großes auf den grauen Erndtebrücker Rathausteppich.

sabe Erndtebrück. Draußen grau, drinnen bunt – im Erndtebrücker Rathaus stürmten die Narren vom Erndtebrücker Carnevals-Club (ECC) und dem Erndtebrücker Karnevals-Verein (EKV) am Donnerstag die Gemeindeverwaltung und füllten den Rathaussaal mit jeder Menge Kölschem – oder eher Erndtebrücker – Jeföhl. Schon beim energiegeladenen Einlaufen der Garden konnte sich da kaum noch einer auf den Stühlen halten – der Karnevalsvirus ging viral und die Edergemeinde ließ sich gerne anstecken. Der sonst so nüchterne Raum ward von den Mitarbeitern mächtig hübsch gemacht und bot als umfunktionierte Bühne die perfekte Szenerie: Zu beschwingter Musik zauberten die Garden, Trios und Funken mal im Gleichtakt, mal mit komplizierten Hebefiguren Großes auf den grauen Erndtebrücker Rathausteppich.

Mit einem Lachen begrüßt

Ein Jahr Übung stand dem ganzen Spektakel voran, ließen die Kommentatoren, Dominik Buch (ECC) und Meik Gebhardt (EKV), für die jeweiligen Vereine durchblicken. Aber: „Wenn die Leute in der Gemeindeverwaltung mit einem Lachen begrüßt werden, dann hat es sich gelohnt“, so Meik Gebhardt. Den Gute-Laune-Job hatten beide Vereine auf ihren jeweiligen Bällen schon tadellos erfüllt, jetzt stellte man sich also gemeinsam der nächsten jecken Herausforderung – und die gelang. Den symbolischen Rathausschlüssel hatten die Karnevalisten schnell entdeckt (in diesem Jahr wurde er an den EKV übergeben, bei dieser Tradition wechseln sich die beiden Vereine ab) und die Krawatte des Erndtebrücker Bürgermeisters  gleichwohl. Schnipp, Schnapp, Krawatte ab: Hannah Dietze (EKV) und Michelle Hagemann (ECC) machten mit dem „Kulturstrick“ kurzen Prozess – Rathauschef Henning Gronau ließ die Rathausstürmer mit breitem Lachen gewähren: „Das ist ein toller Termin“, so Henning Gronau. „Es ist schön zu sehen, wie sich der Karneval hier in Erndtebrück entwickelt – bald müssen wir das Rathaus anbauen.“

Bürgermeister mit Büttenrede

Vor Funken, Show und stehenden Ovationen ließ es sich das Gemeindeoberhaupt dann auch in diesem Jahr nicht nehmen, sein allseits beliebtes Reimtalent zum Besten zu geben – den Rückblick auf das vergangene Jahr, samt Ode an die Heimat, gab es fürs Publikum in lockerer Metrik: „Zu wohnen hier in Erndtebrück, ist doch für alle das größte Glück. Zum Wandern ist der Wald ganz nah, frische Luft ist auch schon da.“ In Sachen „Heimatjeföhl“, das wusste der Rathauschef in seiner Büttenrede gleichsam zu unterstreichen, gehört also mittlerweile für so manchen Einwohner Erndtebrücks auch das Zelebrieren der fünften Jahreszeit: „Erstmal will ein Lob ich sagen, dass die Tänzer sich so plagen, um hier dann bei diesem Feste, darzubieten nur das Beste. Jedes Jahr sind neue Ideen, neue Musik und Tanz zu sehen. Da freuen wir uns immer richtig, Karneval ist für Erndtebrück wichtig, und deshalb gibt es für euch all erstmal ordentlichen Startbeifall.“

Helau und Alaaf

Die Anregung fand Potenzial, in Dominik Buchs energetisches „Helau“ wurde kräftig mit eingestimmt und die Darbietungen der Tänzerinnen und Tänzer mit ordentlich Applaus belohnt. Kein Wunder, bei dem fast zweistündigen Programm kam das Publikum nämlich nicht nur aus der guten Laune, sondern auch aus dem Staunen nicht mehr heraus: Vun nix kütt nix – hinter den anmutigen Hebefiguren und dem Spagat in Einklang steckte nämlich ordentlich „Blut, Schweiß und Tränen“, wie Tänzer Ephraim Espeter (EKV) im SZ-Gespräch lachend verriet. Und natürlich eine weitere wichtige Komponente – die Trainerinnen: Beim ECC kümmern sich Maren Stöcker, Ann-Kristin Stöcker, Chiara Stöcker, Jacky Haßler, Michelle Hagemann und Verena Six um die Ausbildung der (insgesamt) fast 50-köpfigen Tanzgarde. Für den EKV Wittgenstein übernehmen Denise Decandia, Madeline Kasperski, Dayana Yilmaz, Christiane Heppe, Heike Ruckelshauß, Hannah Dietze, Leonie Heßler, Nadine Smolak, Christiane Heppe, Kathrin Völkel und Denise Treude bei den einzelnen Formationen das Training.

Die nächsten Stationen warteten schon

Über die ausgereiften Tanzdarbietungen konnten sich im Übrigen auch nicht nur der Bürgermeister samt Belegschaft freuen. Für den ECC ging es nämlich nach alter Tradition danach noch weiter in die Erndtebrücker Kaserne zum dortigen „Kapitulationsakt“ – die Kleinbusse der Bundeswehr warteten schon vor dem Rathaus – der EKV trat wie auch in den vergangenen Jahren in der DRK-Kinderklinik in Siegen auf. „Wir wollen auch und vor allem die Kinder glücklich machen, denen es jetzt gerade nicht so gut geht“, kündigte Meik Gebhardt an.

Autor:

Sarah Benscheidt (Redakteurin) aus Siegen

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