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„Route 57“ war Thema im Ausschuss
Naturschützer üben sich in Verhinderungstaktik

Das könnten die Abschnitte der „Route 57“ zwischen Kreuztal und Schameder sein. Allerdings muss Straßen NRW die Korridore auch für die Ortsumgehung Erndtebrück neu untersuchen – auf Geheiß von Naturschützern offenbar bis nach Benfe. Grafik: Archiv
  • Das könnten die Abschnitte der „Route 57“ zwischen Kreuztal und Schameder sein. Allerdings muss Straßen NRW die Korridore auch für die Ortsumgehung Erndtebrück neu untersuchen – auf Geheiß von Naturschützern offenbar bis nach Benfe. Grafik: Archiv
  • hochgeladen von Björn Weyand (Redakteur)

bw Erndtebrück. Die „Route 57“ ist ein ständiger Punkt auf der Tagesordnung im Erndtebrücker Ausschuss für Bauen und Gemeindeentwicklung. Allzu viele Neuigkeiten hatte Bürgermeister Henning Gronau in den letzten Sitzungen jedoch nicht zu berichten. Das war am Mittwochabend etwas anders, denn zwischenzeitlich hatte im Dezember der von langer Hand vorbereitete Gesprächstermin zwischen Straßen NRW einerseits und Vertretern der Politik und der Verwaltung aus Erndtebrück andererseits stattgefunden. Dabei sei das gesamte Planungsverfahren vorgestellt worden, erläuterte Bauamtsleiter Björn Fuhrmann. Er fand, es sei „ein recht informativer Termin“ gewesen, bei dem die Planer vom Landesbetrieb erklärt hatten, warum verschiedene Trassen für die Ortsumgehung Erndtebrück zu untersuchen sind.

bw Erndtebrück. Die „Route 57“ ist ein ständiger Punkt auf der Tagesordnung im Erndtebrücker Ausschuss für Bauen und Gemeindeentwicklung. Allzu viele Neuigkeiten hatte Bürgermeister Henning Gronau in den letzten Sitzungen jedoch nicht zu berichten. Das war am Mittwochabend etwas anders, denn zwischenzeitlich hatte im Dezember der von langer Hand vorbereitete Gesprächstermin zwischen Straßen NRW einerseits und Vertretern der Politik und der Verwaltung aus Erndtebrück andererseits stattgefunden. Dabei sei das gesamte Planungsverfahren vorgestellt worden, erläuterte Bauamtsleiter Björn Fuhrmann. Er fand, es sei „ein recht informativer Termin“ gewesen, bei dem die Planer vom Landesbetrieb erklärt hatten, warum verschiedene Trassen für die Ortsumgehung Erndtebrück zu untersuchen sind.

Sonderlich positiv gestimmt hat der Gesprächstermin bei Straßen NRW die Kommunalpolitiker aus der Edergemeinde aber nicht. Heinz-Josef Linten (CDU) berichtete aus dem Treffen, dass es im Frühjahr ein Gespräch zwischen dem Landesbetrieb sowie Naturschutzverbänden gegeben habe, bei dem die Naturschützer einen Untersuchungskorridor für die Ortsumgehung bis Benfe ins Spiel gebracht hätten. „Was soll denn eine Umgehung, die am Sportplatz in Benfe entlang führt?“ Diese Untersuchung werde dadurch nur teurer und aufwändiger, ärgerte sich der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten. „Ich hoffe, dass die Südumgehung auf diese Weise nicht kaputt gemacht werden soll“, so formulierte es Heinz-Josef Linten. Die Befürchtung teilte auch Heinz-Georg Grebe (FDP). Die Planung werde wieder viele Jahre dauern und es stünde auch zu befürchten, dass beim neuen Linienbestimmungsverfahren mehr Einsprüche zu erwarten seien. „Das ist deshalb eine ganz unglückliche Geschichte“, sagte der FDP-Fraktionsvorsitzende.

Auch Björn Fuhrmann teilte die Sorge, denn durch die Ausweitung des Korridors werde die Untersuchung in sensible Bereiche ausgedehnt. Warum nur? Die Antwort darauf fand Matthias Althaus (UWG) für sich: „Das ist doch eine reine Verhinderungstaktik durch Naturschutzverbände.“ Ihn störte auch, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung nur eine Mindesthaltbarkeit von fünf Jahren habe: „So dreht man sich doch dauerhaft im Kreis.“ Hier fragte sich Lothar Menn (SPD), ob das Genehmigungs- und Planungsverfahren überhaupt noch zeitgemäß sei. – Zwei andere Themen beschäftigten den Bauausschuss noch:

Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in der Ederfeldstraße: Am Dienstag hatte die Siegener Zeitung noch gefragt: „Teller, Kissen oder Schwellen?“ Die Antwort darauf: Vorerst kommt in der Ederfeldstraße zwischen Realschule und Einmündung zur Grimbachstraße nichts von alledem, denn der Bauausschuss sprach sich zwar dafür aus, die Fahrbahn in diesem Bereich zu erneuern und auch das Pflanzbeet zu entfernen. Statt „Kölner Teller“, „Berliner Kissen“ oder „Temposchwellen“ sollen jedoch günstigere Hindernisse auf die Straße platziert werden. Markus Killer (CDU) brachte Kanalringe ins Spiel, die im Straßenverlauf das Tempo der Verkehrsteilnehmer drosseln sollen. Für langfristige Lösungen soll es eine Anliegerversammlung für die gesamte Ederfeldstraße geben, wie es FDP-Fraktionschef Heinz-Georg Grebe vorgeschlagen hatte. Markus Killer gab dafür die Marschroute vor: Es gelte, mit geringstem Aufwand den größten Nutzen zu erreichen.

Einbeziehung einer Fläche im Außenbereich für den Dorfplatz Birkelbach: Der Ausschuss bestätigte hier eine Dringlichkeitsentscheidung. Der Birkelbacher Ortsvorsteher Fritz Hoffmann freute sich über die Fortschritte: „Mit den fünf Meter Uferrandstreifen können wir leben.“ Er lobte die Verwaltung dafür, „dass alles so schnell gegangen ist“. Erndtebrücks Bürgermeister Henning Gronau sicherte zu, „dass wir das Projekt gerne unterstützen“.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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