SZ

Quadratmeterpreis wird wohl teurer
Neue Bauplätze für Erndtebrück

Die Gemeinde Erndtebrück will ein neues Baugebiet erschließen, zwischen Roger-Drapie-Straße (oberhalb) und Altenschlager Weg (unterhalb). Während aber der Quadratmeter im Baugebiet Roger-Drapie-Straße noch bei 75 Euro lag, könnte er in der neuen Beethoven-Straße zwischen 85 und 95 Euro kosten.
  • Die Gemeinde Erndtebrück will ein neues Baugebiet erschließen, zwischen Roger-Drapie-Straße (oberhalb) und Altenschlager Weg (unterhalb). Während aber der Quadratmeter im Baugebiet Roger-Drapie-Straße noch bei 75 Euro lag, könnte er in der neuen Beethoven-Straße zwischen 85 und 95 Euro kosten.
  • Foto: Lisa Schmidt
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

bw Erndtebrück. Zwei sehr wichtige Bebauungspläne standen am Montagabend im Ausschuss für Bauen und Gemeindeentwicklung der Gemeinde Erndtebrück im Mittelpunkt: der für das Neubaugebiet links der Grimbachstraße und der für den geplanten Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Soldatenheims mit 34 barrierefreien Wohnungen. Beide Bebauungspläne erhielten erwartungsgemäß 
Die ungebrochen gute Nachfrage nach Bauplätzen will die Edergemeinde mit einem weiteren Baugebiet stillen, nachdem die Grundstücke an der darüber gelegenen Roger-Drapie-Straße fast alle vermarktet und bebaut sind. Geplant sind nun bis zu 14 Bauplätze, allesamt mit einer durchschnittlichen Größe von circa 650 Quadratmeter.

bw Erndtebrück. Zwei sehr wichtige Bebauungspläne standen am Montagabend im Ausschuss für Bauen und Gemeindeentwicklung der Gemeinde Erndtebrück im Mittelpunkt: der für das Neubaugebiet links der Grimbachstraße und der für den geplanten Neubau auf dem Gelände des ehemaligen Soldatenheims mit 34 barrierefreien Wohnungen. Beide Bebauungspläne erhielten erwartungsgemäß 
Die ungebrochen gute Nachfrage nach Bauplätzen will die Edergemeinde mit einem weiteren Baugebiet stillen, nachdem die Grundstücke an der darüber gelegenen Roger-Drapie-Straße fast alle vermarktet und bebaut sind. Geplant sind nun bis zu 14 Bauplätze, allesamt mit einer durchschnittlichen Größe von circa 650 Quadratmeter. Klar ist: Die noch zu erschließende neue Straße wird den Namen Beethoven-Straße tragen, auch dafür gab der Bauausschuss am Montag grünes Licht.

Baugebiete in Erndtebrück in diesem Jahr erschließen

Ziel der Gemeinde ist, das Baugebiet in diesem Jahr zu erschließen – ganz sicher ist das aber noch nicht, wie die Verwaltung auf SZ-Anfrage erläuterte: Der Baubeginn sei abhängig von äußeren Einflüssen auf die Bauwirtschaft, so etwa Witterung und Einwirkungen der Corona-Pandemie. „Der Ausführungsplan der Erschließung wird in absehbarer Zeit hausintern durchgeführt“, teilte die Verwaltung mit.

Nur Baugebiet "An der Lai" light

Für die Herstellung der Baustraße sind 263.400 Euro im Haushaltsplan für 2021 veranschlagt. Weitere 120.000 Euro sind für das Haushaltsjahr 2024 für den Straßenendausbau eingeplant. Natürlich muss abgewartet werden, ob sich die Bautätigkeit so entwickelt, wie es sich die Gemeinde erhofft.

Bis zu 95 Euro für den Quadratmeter Bauland

Das dürfte wohl auch davon abhängen, inwieweit Häuslebauer bereit sind, einen höheren Kaufpreis für ein Baugrundstück zu bezahlen. In der Roger-Drapie-Straße kostete der Quadratmeter noch 75 Euro, in der Beethoven-Straße könnte er zwischen 85 und 95 Euro liegen, wie die Verwaltung gegenüber unserer Zeitung berichtete. Die Entscheidung trifft der Gemeinderat. Klar ist aber: Als Bodenrichtwert für eine gute Lage in Erndtebrück gelten nach dem aktuellen Grundstücksmarktbericht eigentlich 75 Euro pro Quadratmeter. Den höheren Preis rechtfertigt die Gemeinde durch steigende Baukosten und einen höheren Erschließungsaufwand. „Gemessen an der Zentralität des Baugebietes ist es im kreisweiten Vergleich dennoch gelungen, sehr preiswerte Grundstücke zu entwickeln“, so die Gemeindeverwaltung weiter.

Auch Gebrauchtimmobilien in Erndtebrück gefragt

Über den Quadratmeterpreis wurde am Montag im Bauausschuss nicht-öffentlich diskutiert. Im öffentlichen Teil hob Heinz-Georg Grebe hervor, dass die FDP zustimmen werde – gleichzeitig gab er mit Bezug auf den SZ-Kommentar vom vergangenen Samstag zu bedenken: „Neu bauen im Bestand wird ein Thema. Wenn Häuser leer stehen, ist das für die Gemeinde auch nicht gut.“ Dem stimmte Bürgermeister Henning Gronau zu, doch auch Gebrauchtimmobilien seien in Erndtebrück gefragt. Insofern habe die Gemeinde den Markt auch immer im Blick. Gerade in den Ortsteilen seien in letzter Zeit einige Häuser verkauft worden. In einer Gemeinde, in die jeden Tag rund 2500 bis 3000 Arbeitnehmer pendeln, sei beides gefragt, so Gronau. Tim Saßmannshausen betonte ebenfalls, man müsse immer den Immobilienmarkt im Auge behalten. „Mit dem Baugebiet wollen wir junge Familien in Erndtebrück halten“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende.

Grünes Licht für Mehrfamilienhaus an der Talstraße Erndtebrück

Grünes Licht erteilte der Erndtebrücker Ausschuss ebenso für den Bebauungsplan, der für den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit barrierefreien Wohnungen an der Talstraße erforderlich ist. Eine Baugenehmigung hat der Kreis noch nicht für das Bauvorhaben erteilt, wie Kreissprecher Torsten Manges auf Anfrage verriet. Die Genehmigungserteilung sei nicht abhängig von der Rechtskraft des neuen Bebauungsplans und könnte daher auch vor dem Ratsbeschluss erteilt werden.

Zwei Fragen soll die Verwaltung bis dahin noch beantworten. Die eine dreht sich um die Stellplätze: Im Bebauungsplan wird auf die Vorgabe, für jede Wohnung einen Pkw-Stellplatz vorhalten zu müssen, verzichtet. Henning Gronau verwies darauf, dass dies schon in der Bauordnung geregelt sei. Hier wünschten sich Markus Killer (CDU) und Achim Stremmel (SPD) jedoch Sicherheit, dass genügend Parkplätze vorhanden sind, damit es zu keiner zusätzlichen Parkbelastung im Umfeld kommen wird. Achim Stremmel wünschte sich auch eine Pflicht zur Errichtung einer Photovoltaik-Anlage. Darauf hatte die Verwaltung im Bebauungsplan verzichtet. Der Investor habe zugesichert, auf dem Gebäude Solarpaneele anbringen zu wollen. Auch diese Frage soll bis zum Rat geklärt werden.

Thema: „Route 57“ Nichts allzu viel Neues zur „Route 57“ hatte Bürgermeister Henning Gronau im Bauausschuss zu berichten – nur den ersten digitalen Gesprächstermin habe es gegeben. Ausschussvorsitzender Karl Ludwig Völkel äußerte den Eindruck, dass die Kritik in der letzten Ausschusssitzung (die SZ berichtete) zumindest für etwas Bewegung gesorgt habe. „Wenn nur der Name geändert wurde, dann ist das aber verdammt wenig“, spielte der Sozialdemokrat auf den Titel „57 verbinden“ an. Heinz-Georg Grebe hob hervor, dass die Südumgehung eine Trasse ohne Konflikte sei – die könne man doch schon bauen, wenn es im Siegerland nicht schnell vorangehe. Fritz Hoffmann gab darauf zu bedenken: „Wenn in Kreuztal nicht gebaut wird, dann auch nicht in Leimstruth.“
Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

2 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen