Neue Markierungen sollen Parkplatz-Problem lösen
Erndtebrück: Ortsbesichtigung führte Ausschuss zum Friedhof
vö Erndtebrück. Nicht gerade optimale Bedingungen für eine Ortsbesichtigung: Als am Dienstagabend der Erndtebrücker Bauausschuss zunächst die Baustelle am Mühlenweg, das letzte Teilstück zur Fertigstellung der äußeren Erschließungsstraße, und danach die Parkplatzflächen am Friedhof im Steinseifen in Augenschein nahm, öffnete der Himmel seine Schleusen.
Kein Umbau der Leichenkammern
Doch dies war nicht der einzige Grund dafür, dass der Außentermin recht schnell abgehandelt war. Denn die Fraktionen waren sich einig darüber, wie das Parkplatzproblem, das immer wieder bei Beerdigungen zu Tage tritt, zu lösen sein könnte: mit Markierungen für die Flächen, schließlich stehen im Steinseifen immerhin 70 Parkplätze zur Verfügung. Zwölf sollen noch einmal im Zuge der Friedhofserweiterung hinzu kommen. Stichwort Friedhof: Von einem Umbau der Leichenkammern will die Kommune aus Kostengründen zunächst einmal Abstand nehmen. Die SPD-Fraktion hatte die räumliche Enge im Bereich der Leichenkammern in einem Antrag thematisiert und Lösungsvorschläge eingefordert.
Der Ausschuss verständigte sich übereinstimmend auf die folgende Alternative der Verwaltung: Wenn eine größere Gruppe von Personen von einem Verstorbenen gemeinsam Abschied nehmen möchte, so hat der Bestattungsunternehmer die Gelegenheit, den Sarg für diese Zeit in die Kapelle zu bringen.
Fluchtweg-Thema wurde vertagt
Das brisante Thema für den für die Grundschule geforderten Fluchtweg (SZ berichtete) wurde noch einmal vertagt. Der Ausschuss sprach sich weder für die äußere Lösung mit der Treppe noch für die Verbindung zwischen den beiden Altbauten aus. Grundschulleiter Klaus Dietermann habe einen so genannten Rettungsschlauch ins Gespräch gebracht, war von Verwaltungsseite zu erfahren. Und Bürgermeister Heinz-Josef Linten kündigte im gleichen Atemzug an, dass das Thema Fluchtwege mit der Grundschule in der Kerngemeinde keineswegs abgehakt sei. Ortstermine habe es auch schon in der Birkelbacher Grundschule sowie in der Hauptschule und Realschule gegeben. »Die Standards werden ständig nach oben geschraubt, doch niemand sagt uns, woher das Geld dafür kommen soll«, so die bittere Feststellung des Verwaltungsleiters.
Birkefehl: Info-Abend am 23. Juni
Die übrigen Mitteilungen von Bauamtsleiter Heinz-Adolf Stöcker waren positiver Art – beide bezogen sich auf die Verbesserung der verkehrlichen Infrastruktur in den Ortschaften. Für den Ausbau der Ortsdurchfahrt Birkefehl findet am Montag, 23. Juni, eine Informationsveranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus statt, in dem die Planungen für den Straßen- und Gehwegbau vorgestellt werden. Auch in die Angelegenheit der Ortsdurchfahrt Benfe kommt Bewegung. Bauamtsleiter Heinz-Adolf Stöcker informierte, »dass der notwendige Grunderwerb im freiwilligen Verfahren getätigt werden soll. Mit größeren Komplikationen rechnet der Landesbetrieb Straßenbau nicht«.
Keine Windenergieanlagen bei Zinse
Noch etwas zum Thema Windenergieanlagen: Die Stadt Hilchenbach habe die Gemeinde Erndtebrück wissen lassen, so der Bauamtsleiter, dass zwei mögliche Standorte für Windenergieanlagen in der Nähe von Zinse nicht mehr in ein Änderungsverfahren zum Flächennutzungsplan einbezogen würden.
Autor:Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen |
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