Schameder: Rückschlag für Dorfentwicklung
Nur Baugebiet "An der Lai" light

Trotz intensiver Bemühungen kommt das Baugebiet „An der Lai Nord“ nicht zur Umsetzung.
  • Trotz intensiver Bemühungen kommt das Baugebiet „An der Lai Nord“ nicht zur Umsetzung.
  • Foto: tika
  • hochgeladen von Marc Thomas

sz Schameder. Diese Nachricht ist ein herber Rückschlag für alle Bemühungen um eine Weiterentwicklung der Ortschaft Schameder: Das geplante Baugebiet „An der Lai Nord“ kann nicht wie geplant umgesetzt werden. Dies bestätigte die Gemeinde Erndtebrück am Donnerstagabend in einer Pressemitteilung.

Bis zuletzt sei alles dafür getan worden, um das geplante Baugebiet zum Abschluss zu bringen. Bis in dieser Woche sei trotz der Einbeziehung zusätzlicher, externer Expertise kein finaler Weg zur Umsetzung des Vorhabens gefunden worden, „wenngleich diverse Fragestellungen im Verfahren gelöst wurden“. So habe man beispielsweise planungs- und artenschutzrechtlichen Belangen Rechnung getragen – was jedoch eine Reduzierung der ursprünglich geplante Fläche um rund 30 Prozent bedeutete. Auch für den Eigentümer seien weitere steuerliche Hürden entstanden, wie beispielweise eine anfallende Spekulationssteuer, die nach Darstellung der Verwaltung eine Veräußerung an die verbleibenden Interessenten für mindestens fünf Jahre zurückgestellt hätte.

In der Gesamtbetrachtung hätten sich die Rahmenbedingungen der ursprünglichen Vereinbarung zwischen Eigentümer und Gemeinde derart geändert, dass die Inhalte dieser Vereinbarung nicht mehr im Sinne der ursprünglichen Willensbekundung umgesetzt werden könnten. Bedeutet im Klartext: Somit stehe das Grundstück nicht mehr für die Umsetzung des Gebietes zur Verfügung, das Baugebiet komme
nicht zur Umsetzung.

Mittelfristig weitere Möglichkeiten

„Wir bedauern die Entwicklung sehr. Dennoch ist es gelungen – aufgrund der Bereitschaft des Eigentümers –, dass drei Gebäude An der Lai entstehen können. Insgesamt möchte ich mich für die gute Zusammenarbeit mit dem Eigentümer der Fläche bedanken. Die nun getroffene Entscheidung ist nachvollziehbar“, wird Bürgermeister Henning Gronau in der Pressemitteilung zitiert. Mittelfristig sollen in Schameder zudem weitere Möglichkeiten einer bedarfsgerechten Baulanderschließung geprüft und gefunden werden. „Ich möchte meinen Mitarbeitern herzlich danken, die trotz der Corona-Pandemie dieses Baugebiet bis hierhin vorangebracht haben.“ so der Bürgermeister.

Eben diese Pandemie habe unter anderem das Feld der Interessenten reduziert. Die sehr konkret interessierten Bauherren erhielten mit der nun gefundenen Lösung in Schameder eine Möglichkeit zum Bau ihres Eigenheimes.

Planungen stetig verändert

Der Blick zurück: Zu Beginn des Jahres 2019 wurden erste Gespräche zwischen den Eigentümern der Fläche und der Verwaltung geführt. Diese Gespräche verliefen sehr positiv, sodass man sich noch in der ersten Jahreshälfte 2019 auf eine Vereinbarung verständigen konnte, die der Umsetzung des Vorhabens einen Rahmen gab. Um das Projekt möglichst schnell umsetzen zu können, wurden parallel die notwendigen Prozesse eingeleitet. Im Laufe der Planungen galt es, verschiedene Fragestellungen zu lösen.

Die Planungen selbst unterlagen dadurch allerdings stetiger Veränderungen, die die ursprünglichen Ziele auch negativ beeinflussten (zum Beispiel die Größe der zu erschließende Gesamtfläche, spätere Erweiterungsmöglichkeiten des Gebietes). Bis zuletzt gingen dennoch die Eigentümer und die Gemeinde Erndtebrück davon aus, dass das Projekt umgesetzt werden kann.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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