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Wohnraum fehlt
Ortsvorsteher Steffen Haschke will neue Bauplätze in Birkefehl

Seit 2014 Ortsvorsteher in Birkefehl: Steffen Haschke.
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bw Birkefehl. Als lebendige Gemeinschaft präsentierten sich die Birkefehler im Rahmen ihrer 525-Jahr-Feier vor zwei Jahren: Der rundum gelungene Tag der offenen Höfe, ein stehender Festzug, ist den vielen Besuchern in bester Erinnerung geblieben. Auch Ortsvorsteher Steffen Haschke denkt gerne an diesen Sonntag im September 2019 zurück. Knapp zwei Jahre später ist zu dem lachenden Auge auch ein weinendes hinzu gekommen, denn eigentlich hätten die Birkefehler auch im vergangenen und in diesem Jahr etwas zu feiern gehabt: Sowohl das Fest zum 25-jährigen Bestehen der Heimatfreunde als auch das Jubiläum der Löschgruppe, die ihr 75-Jähriges feiern wollte, sind der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen.

bw Birkefehl. Als lebendige Gemeinschaft präsentierten sich die Birkefehler im Rahmen ihrer 525-Jahr-Feier vor zwei Jahren: Der rundum gelungene Tag der offenen Höfe, ein stehender Festzug, ist den vielen Besuchern in bester Erinnerung geblieben. Auch Ortsvorsteher Steffen Haschke denkt gerne an diesen Sonntag im September 2019 zurück. Knapp zwei Jahre später ist zu dem lachenden Auge auch ein weinendes hinzu gekommen, denn eigentlich hätten die Birkefehler auch im vergangenen und in diesem Jahr etwas zu feiern gehabt: Sowohl das Fest zum 25-jährigen Bestehen der Heimatfreunde als auch das Jubiläum der Löschgruppe, die ihr 75-Jähriges feiern wollte, sind der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen.

Steffen Haschke seit 2014 Ortsvorsteher in Birkefehl

„Wenn solche Feste nicht stattfinden können, ist das schon sehr, sehr bitter. Da wird doch die Gemeinschaft gelebt“, findet Steffen Haschke, der das Amt des Ortsvorstehers seit der Kommunalwahl 2014 ausübt. Mit dem Dorfjubiläum vor zwei Jahren hätten die Birkefehler bestens unter Beweis gestellt, wie super die Gemeinschaft funktioniert, meint der Ortsvorsteher zurückblickend. Nach den Monaten des Corona-Lockdowns, in denen es extrem ruhig im Dorf gewesen sei, erwacht aktuell das gemeinschaftliche Leben etwas aus dem Dornröschenschlaf.

Idyllisch gelegen ist Birkefehl. Was hier fehlt, sind Bauplätze. Konkret suchen derzeit vier Personen ein Grundstück, aber es steht keines zur Verfügung. Ortsvorsteher Steffen Haschke hofft auf eine Abrundung der Bebauung, durch die vier bis sechs Bauplätze entstehen.
  • Idyllisch gelegen ist Birkefehl. Was hier fehlt, sind Bauplätze. Konkret suchen derzeit vier Personen ein Grundstück, aber es steht keines zur Verfügung. Ortsvorsteher Steffen Haschke hofft auf eine Abrundung der Bebauung, durch die vier bis sechs Bauplätze entstehen.
  • Foto: Björn Weyand
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

So hat etwa der Männergesangverein mit der Chorprobe wieder begonnen, auch der Schießverein und die Löschgruppe üben wieder. Der jährliche Dorfputz hat nicht in seiner gewohnten Form stattfinden können, erzählt Steffen Haschke. Gleichwohl seien kleinere Gruppen im Dorf unterwegs gewesen und hätten den Müll aufgeräumt. „Heinz-Rudi Treude hat das einmal sehr schön auf den Punkt gebracht: Da liegt der Müll von allem, was süchtig macht: leere Zigarettenschachteln, leere Alkoholflaschen und Fast-Food-Verpackungen“, berichtet der Ortsvorsteher, den es durchaus stolz macht, dass für den Dorfputz gar kein Aufruf nötig gewesen war.

In Birkefehl packen viele Ehrenamtler mit an

Auch deshalb darf er sicher damit rechnen, dass sich wieder einige ehrenamtliche Helfer finden werden, wenn es wieder etwas in und an der Friedhofskapelle zu erledigen gibt. Die Birkefehler haben in der Vergangenheit schon einiges dort in Eigenleistung geleistet , unter anderem einen neuen Anstrich. „Es wurde schon unwahrscheinlich viel an der Kapelle gemacht, da hat auch die Gemeinde sehr gut mitgezogen“, erinnert Steffen Haschke.

Aber es stehen auch noch einige Arbeiten an, bei der auch wieder die Gemeinde tätig werden muss. Zum einen wurden zuletzt mehrere Gräber eingeebnet, die entstandene Fläche ist unansehnlich, wie der Ortsvorsteher findet. Vielleicht wäre auch die Herrichtung als Blumenwiese im Sinn der Nachhaltigkeit denkbar, wie Steffen Haschke betont. Zum anderen sei der Aufbahrungsraum in keinem guten Zustand, „da müssen wir unbedingt ran, der Raum muss sauber und ordentlich sein“.

Dorfgemeinschaftshaus als Schmuckstück in Birkefehl

Dahingehend muss sich der Ortsvorsteher freilich beim Dorfgemeinschaftshaus überhaupt keine Sorgen machen, weil sich der überaus rührige Trägerverein mit dem Vorsitzenden Klaus Krüger an der Spitze um den Unterhalt kümmert und aus dem Gebäude ein Schmuckstück gemacht hat.

Das Schmuckstück ist das Dorfgemeinschaftshaus in Birkefehl. Zuletzt hatte der Trägerverein den Vorplatz komplett gepflastert und den schönen Brunnen dafür versetzt.
  • Das Schmuckstück ist das Dorfgemeinschaftshaus in Birkefehl. Zuletzt hatte der Trägerverein den Vorplatz komplett gepflastert und den schönen Brunnen dafür versetzt.
  • Foto: Björn Weyand
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

Zuletzt wurde im vergangenen Jahr der Vorplatz modernisiert: Der schöne Brunnen ist neben das Gebäude umgezogen, der Vorplatz wurde gepflastert. Damit stehen mehr Parkplätze zur Verfügung und das Areal ist so befestigt worden, dass hier auch mal ein kleines Zelt stehen kann. „Ich bin froh und dankbar, dass der Trägerverein so viel bewegt hat und noch weiter bewegt beim Dorfgemeinschaftshaus’, fasst es Steffen Haschke zusammen.

Bewegung wünscht sich der Ortsvorsteher beim Thema Bauen. Schon seit geraumer Zeit ist er im Gespräch mit dem Rathaus, um Grundstücke für Bauinteressenten zu finden. Steffen Haschke: „Die Frage ist, wo könnte man Bauflächen schaffen? Es gibt zwar Baulücken, die aber nicht zur Verfügung stehen.“ Konkret suchen derzeit vier Interessierte nach einem Bauplatz im Ort. Gebraucht wird eine Fläche als Abrundung der vorhandenen Bebauung, auf der mindestens vier bis sechs Bauplätze entstehen könnten. Als Ratsmitglied weiß Haschke, dass dies ein schwieriges Feld ist, denn aus Arnsberg kommt die Vorgabe, flächensparend zu agieren. Gesucht ist eine Lösung, „damit wir denen, die in Birkefehl bleiben wollen, die Möglichkeit geben, bauen zu können“.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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