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Wahlwerbung in Erndtebrück
Parteien wollen Wahlplakte aufhängen

Bald hängen sie wieder, die Wahlplakate – wie hier vor der Bundestagswahl 2017. Auch in Erndtebrück gab es Bestrebungen, auf diese Plakatierung zu verzichten. Für die Initiative war es aber da schon zu spät.
  • Bald hängen sie wieder, die Wahlplakate – wie hier vor der Bundestagswahl 2017. Auch in Erndtebrück gab es Bestrebungen, auf diese Plakatierung zu verzichten. Für die Initiative war es aber da schon zu spät.
  • Foto: Björn Weyand (Archiv)
  • hochgeladen von Björn Weyand (Redakteur)

bw Erndtebrück. Für ein paar Schlagzeilen sorgte in Bad Berleburg jüngst die Diskussion um die Wahlplakate. Auf die wird Bürgermeister Bernd Fuhrmann verzichten, auch Oliver Junker-Matthes und Marion Linde ziehen da mit. Die Linke dagegen hatte schon die Plakate für Andrea Heuer bestellt. Wie aber sieht es in Erndtebrück aus? Was machen die Kandidaten und die Parteien der Edergemeinde? Plakate – ja oder nein?

Den Gedanken, auf Plakate zu verzichten, brachte auch Bürgermeister Henning Gronau ins Gespräch. Allerdings kam dies für Herausforderer Steffen Haschke da zu spät: „Da war die Sache hinterm Pflug, wir hatten unsere Plakate schon bestellt.“ Bei früherer Absprache wäre ein Verzicht sogar denkbar gewesen, zumindest aber vielleicht die Begrenzung auf eine Stückzahl.

bw Erndtebrück. Für ein paar Schlagzeilen sorgte in Bad Berleburg jüngst die Diskussion um die Wahlplakate. Auf die wird Bürgermeister Bernd Fuhrmann verzichten, auch Oliver Junker-Matthes und Marion Linde ziehen da mit. Die Linke dagegen hatte schon die Plakate für Andrea Heuer bestellt. Wie aber sieht es in Erndtebrück aus? Was machen die Kandidaten und die Parteien der Edergemeinde? Plakate – ja oder nein?

Den Gedanken, auf Plakate zu verzichten, brachte auch Bürgermeister Henning Gronau ins Gespräch. Allerdings kam dies für Herausforderer Steffen Haschke da zu spät: „Da war die Sache hinterm Pflug, wir hatten unsere Plakate schon bestellt.“ Bei früherer Absprache wäre ein Verzicht sogar denkbar gewesen, zumindest aber vielleicht die Begrenzung auf eine Stückzahl. Denn der CDU-Kandidat findet auch: „Gerade in der Corona-Zeit sind Plakate eine Plattform, um sich bekannt zu machen.“ In dieser Zeit sei die persönliche Begegnung ja eher schwierig. Klar sei aber auch, dass nicht an jedem zweiten Laternenpfahl ein Plakat hängen werde. Der Überraschungsbesuch an der Haustür sei aber in der Corona-Zeit auch nicht so gewünscht.

Henning Gronau bestätigte seinen Vorstoß, der in einem gemeinsamen Verzicht auf Plakate hätte münden sollen. Weil dies aber bei seinem Herausforderer nun nicht mehr möglich gewesen sei, werde er auch nicht umhin kommen, Plakate aufzuhängen. „Das hat ja dann auch etwas mit unserem demokratischen Auftrag zu tun“, sagt der Bürgermeister, der somit auf einen Alleingang verzichtet. Henning Gronau stellt jedoch auch fest, dass die SPD in Erndtebrück seit vielen Jahren auf ein wiederverwendbares Plakatsystem mit Hüllen setzt, sodass kein Kunststoffmüll anfällt, wie er bei einmalig nutzbaren Hohlkammerplakaten entsteht.

Michael Schnell verzichtet auf Plakate und Flyer völlig: „Das ist nur Verschwendung von Ressourcen. Bei mir zählt wie im Geschäft ja auch nur die Mund-zu-Mund-Werbung. Flotte Sprüche und mein Kopf am Laternenpfahl sind nicht mein Ding.“ Und wie sieht es mit den vier Parteien aus, die auch den nächsten Erndtebrücker Gemeinderat bilden werden? Wie steht es bei ihnen mit der Wahlwerbung 2020?

• Die SPD sieht den demokratischen Auftrag, im Zuge einer Wahl über die Ziele der Partei und die Kandidaten zu informieren, wie Ortsvereinsvorsitzender Michael Rothenpieler verrät. „Gerade in den jetzigen Zeiten ist es wichtig, auch die Bürgerinnen und Bürger zu informieren, die nicht über die Möglichkeit der sozialen Medien verfügen, weshalb wir eine Plakatierung im vertretbaren Maße für wichtig halten.“ Ferner verweist Michael Rothenpieler indes auch auf die Facebook-Seite, auf der fast täglich neue Informationen zu finden seien. „Inwieweit tatsächlich Hausbesuche möglich sein werden, entscheiden wir erst kurzfristig anhand der aktuellen Corona-Situation. Natürlich ist uns der direkte Draht zu den Menschen wichtig – die Gesundheit der Erndtebrücker allerdings ebenso.“

• Die Erndtebrücker CDU wird nicht nur Plakate für ihren Bürgermeisterkandidaten aufhängen, sondern auch die Konterfeis der Ratskandidaten und von der Kreistagskandidatin Ann Kathrin Duchhardt. Es werde auch eine Broschüre geben, kündigt CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender Rolf Duchhardt an. Diese werde aber auf Steffen Haschke zugeschnitten sein. Auch die Internetseite sei derzeit in Überarbeitung. Bei den Plakaten setzt die CDU indes auf den Wahlspruch: Weniger ist mehr. Und: Es wurde darauf geachtet, dass die Plakate aus Recyclingmaterial sind und auch wieder recyclingfähig sind.

• Ob die FDP auf Wahlplakate setzt, ist noch nicht abschließend besprochen, wie der Gemeindeverbandsvorsitzende Guido Schneider berichtet. „Aber wenn, dann mit Erndtebrücker Themen.“ Die Kreis-FDP werde allerdings klassisch plakatieren, zugeschnitten auf die Kreistagswahl. Guido Schneider: „Als Werbemensch sage ich, gerade in Corona-Zeiten machen Plakate durchaus Sinn, um Gesichter vorzustellen, da ja Haustürwahlkampf eine zweischneidige Angelegenheit ist, wenn auch Plakate nervig sind.“ Flyer wird die FDP verteilen und natürlich wird Social Media genutzt. Die Kandidaten werden sich außerdem in irgendeiner Form an die Wähler wenden – „aber natürlich Corona-konform“.

• Die UWG wird ganz bewusst auf Plakate verzichten, wie der stellvertretende Fraktionssprecher Matthias Althaus verrät: „Wir sind der Meinung, dass dieses Medium inzwischen überholt ist.“ Anstatt das Geld für Plakate auszugeben, werde die UWG lieber eine Reihe von Vereinen und Vereinigungen unterstützen. „Wir denken, so einen nützlicheren Beitrag zu leisten“, erläutert der Benfer Ortsvorsteher auf Anfrage der Heimatzeitung.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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