SZ

Werte überwiegend "gut" bis "sehr gut"
Passables Zeugnis für die Eder

Das Abwasser der Kläranlage ist reglementiert und unterliegt strengen Qualitätskriterien. Das antwortet die Gemeinde Erndtebrück auf die Frage der UWG-Fraktion, wie hoch der Schadstoffeintrag aus der Kläranlage in die Eder sei.
  • Das Abwasser der Kläranlage ist reglementiert und unterliegt strengen Qualitätskriterien. Das antwortet die Gemeinde Erndtebrück auf die Frage der UWG-Fraktion, wie hoch der Schadstoffeintrag aus der Kläranlage in die Eder sei.
  • Foto: Holger Weber
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

howe Erndtebrück. Die Fraktion der Unabhängigen Wählergemeinschaft sorgt sich um den Ruf der Landwirtschaft. Schließlich stehen Landwirte in der Öffentlichkeit zunehmend als diejenigen da, die überdüngen, Schadstoffe in Flüsse einbringen oder Monokulturen schaffen. Zuletzt, so die UWG, sei die Landwirtschaft aber durch die Berichterstattung in den überregionalen Medien deutlich entlastet worden. Die mit Abstand wichtigsten Phosphor-Quellen und somit Einleiter von Schadstoffen seien nämlich die Kläranlagen.

Aus dieser Erkenntnis heraus formulierte die Erndtebrücker UWG eine Anfrage an Bürgermeister Henning Gronau, in welchem Umfang die örtliche Kläranlage dazu beitrage, Schadstoffe in die Eder einzuleiten.

howe Erndtebrück. Die Fraktion der Unabhängigen Wählergemeinschaft sorgt sich um den Ruf der Landwirtschaft. Schließlich stehen Landwirte in der Öffentlichkeit zunehmend als diejenigen da, die überdüngen, Schadstoffe in Flüsse einbringen oder Monokulturen schaffen. Zuletzt, so die UWG, sei die Landwirtschaft aber durch die Berichterstattung in den überregionalen Medien deutlich entlastet worden. Die mit Abstand wichtigsten Phosphor-Quellen und somit Einleiter von Schadstoffen seien nämlich die Kläranlagen.

Aus dieser Erkenntnis heraus formulierte die Erndtebrücker UWG eine Anfrage an Bürgermeister Henning Gronau, in welchem Umfang die örtliche Kläranlage dazu beitrage, Schadstoffe in die Eder einzuleiten. Dazu bat die UWG die Verwaltung, Vergleichsmessungen in der Eder durchzuführen, wobei der Bereich unterhalb der Kläranlage dem Bereich bei Altenteich oder bei Röspe gegenübergestellt werden sollte. Die Gemeinde Erndtebrück antwortete in der jüngsten Ratssitzung detailliert und stellt nun klar: „Das Abwasser der Kläranlage Erndtebrück wird auf Basis einer wasserrechtlichen Genehmigung über die Einleitung von gereinigtem Abwasser in die Eder reglementiert.“

Strenge Qualitätsanforderungen

Das eingeleitete Abwasser unterliege strengen Qualitätsanforderungen, die regelmäßig durch eigen-, fremd- und staatliche Beprobungen nachzuweisen seien. Die Qualität des Abwassers, so die Verwaltung weiter, basiere im Wesentlichen auf den mit Grenzwerten versehenen Parametern Chemischer Sauerstoffbedarf (60 Milligramm pro Liter), Biochemischer Sauerstoffbedarf (15 mg/l), Phosphor (1 mg/l), Ammoniumstickstoff (2 mg/l) und Gesamtstickstoff (18 mg/l). Diese würden unter Zuhilfenahme der Oberflächengewässerverordnung ermittelt und berücksichtigten durchaus Werte oberhalb der Einleitungsstelle.

Was die Verwaltung für die UWG nicht leisten kann: „Eigene Messkampagnen sehe ich nicht als erforderlich an, da sie insbesondere mit eigenem Personal nicht umsetzbar sind und daher zu erheblichen Kosten führen würden, da ein über den Jahresverlauf aussagekräftiger Wert ermittelt werden müsste“, konstatiert Bürgermeister Henning Gronau.

Der Verwaltungschef verweist überdies auf das umfangreiche Monitoring, das im Zuge der Erarbeitung der Wasserrahmenrichtlinie seitens des NRW-Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz erstellt wurde. Unter www.flussgebiete.nrw.de hat das Ministerium die jeweiligen Steckbriefe der Planungseinheiten veröffentlicht.

"Eigene Messkampagnen sehe ich nicht als erforderlich an, da sie mit eigenem Personal nicht umsetzbar sind."
Henning Gronau
Bürgermeister

Ökologischer Zustand "mäßig"

Auch die Eder ist einer gründlichen Untersuchung unterzogen worden. Hier heißt es: „Die Gewässer weisen überwiegend keine gravierenden Belastungen der Gewässerstrukturen oder die Gewässerentwicklung beeinträchtigende Restriktionen auf.“ Ein Blick auf die Eder verrät, dass sich die Werte überwiegend in den Bereichen „gut“ und „sehr gut“ bewegen. Einzig der ökologische Zustand wird als „mäßig“ bezeichnet. Die Gewässerflora zeige an den Wasserkörpern der Eder Defizite, heißt es. Ansonsten seien die Werte gut.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

5 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen