Reservistenkameradschaft Wittgenstein
Patenschaft soll neuen Rückenwind verleihen

Der Vorsitzende der Reservistenkameradschaft Wittgenstein, Richard Rottenfußer (r.), überreichte Oberst a. D. Dieter Beck (l.) am Donnerstag die Patenschaftsurkunde für die militärgeschichtliche Sammlung in der Hachenberg-Kaserne in Erndtebrück. Foto: Timo Karl
  • Der Vorsitzende der Reservistenkameradschaft Wittgenstein, Richard Rottenfußer (r.), überreichte Oberst a. D. Dieter Beck (l.) am Donnerstag die Patenschaftsurkunde für die militärgeschichtliche Sammlung in der Hachenberg-Kaserne in Erndtebrück. Foto: Timo Karl
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tika Erndtebrück. Für ehemalige Soldaten ist sie ein Schwelgen in Erinnerungen, für Besucher in Zivil schlichtweg sehenswert: die militärgeschichtliche Sammlung in der Hachenberg-Kaserne in Erndtebrück. Eine Sammlung die gepflegt werden will, um nicht ihren Reiz zu verlieren.

„Dies ist allerdings nicht durch Personal des Verbandes abgedeckt, sondern geschieht vor Ort in Zweitfunktion. Wichtig ist, dass die Ausstellung ihre Aktualität wahrt, daher sind wir um jede Unterstützung dankbar“, erklärte Oberst a. D. Dieter Beck am Donnerstag im Casino der Hachenberg-Kaserne. Die Sammlung liegt nicht nur ihm am Herzen, sondern nicht zuletzt auch der Reservistenkameradschaft Wittgenstein. Die Freude stand Dieter Beck daher ins Gesicht geschrieben, als Richard Rottenfußer dem Oberst a. D. die offizielle Urkunde zur Übernahme der Patenschaft für die Sammlung überreichte.

Diese Patenschaft übernimmt ab sofort die Reservistenkameradschaft Wittgenstein, deren Vorsitzender der Stabshauptmann der Reserve ist. „Wir sind sehr stolz darauf, die Patenschaft übernehmen zu dürfen“, erklärte Richard Rottenfußer.

Mit dem offiziellen Akt im Rahmen des Treffens der Reservistenkameradschaft fiel letztlich auch der Startschuss für eine Öffnung der militärgeschichtlichen Sammlung auf deutlich breiterer Basis als bisher. Am Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober ist die Erndtebrücker Museumsmeile geplant, in deren Rahmen die historische Fahrzeugschau von Rudolf Bald, das Heimatmuseum sowie die Sammlung öffnen – außerdem mit dabei ist die Interessengemeinschaft Youngtimer Wittgenstein und die Reservisten-Arbeitsgemeinschaft. Im Zuge dieser Aktion sollen Besucher Zugang zu der militärgeschichtlichen Sammlung auf dem Hachenberg erhalten – ein Pendelbus bringt sie in die Kaserne und wieder zurück in den Ort.

„Künftig soll es möglich sein, die Ausstellung bei Interesse auch ganz grundsätzlich sehen zu können“, erklärte Richard Rottenfußer im SZ-Gespräch. Die Erndtebrücker Museumsmeile soll daher gewissermaßen Initialzündung sein, um das Angebot innerhalb der Bevölkerung bekannter zu machen als es bisher war. Dazu soll außerdem ein Beitritt in den Verband der Museen in Erndtebrück beitragen, der sein Angebot im Internet unter www.museen-in-wittgenstein.de abbildet. Mit der Übernahme der Patenschaft ist zudem die Restaurierung des Radarfahrzeuges „EMMA“ geplant. Das Fahrzeug leidet unter Rost, zudem braucht das Stoffdach dringend eine Erneuerung.

Danach soll das Fahrzeug einen „Ehrenplatz“ in der Sammlung erhalten. „Die Arbeiten dazu finden auf freiwilliger Basis der Reservisten statt“, erklärte Richard Rottenfußer, der im Vorfeld Rücksprache mit einer entsprechenden Fachabteilung des militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden erhalten hat – und für die Erneuerung und Reparatur des Radarfahrzeuges nicht nur grünes Licht erhalten, sondern zugleich auf Fördermittel akquiriert hat. Einzige Bedingung dafür: Die Reservistenkameradschaft muss die Arbeiten an „EMMA“ fotografisch dokumentieren. Ein vergleichsweise kleineres Projekt ist die Restaurierung von drei sogenannten Hawk-Raketen der Sammlung, die eine grünliche Farbe angenommen haben. „Wir wollen sie wieder in einen weißen Zustand versetzen“, verriet Richard Rottenfußer im Rahmen des Monatstreffens der Reservistenkameradschaft.

Für die Mitglieder derselben ist die Übernahme der Patenschaft für die militärgeschichtliche Sammlung in Erndtebrück also nicht nur ein symbolischer Akt, sondern mit großer Verantwortung verbunden. Und diese wollen sie nun zeitnah wahrnehmen. Die Ergebnisse dürften spätestens im Rahmen der Erndtebrücker Museumsmeile am Tag der Deutschen Einheit zu bestaunen sein.

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