SZ

Aussagen der Polizei irritieren
Pavillon Erndtebrück: Familie berichtet von brutaler Schlägerei

Der Pavillon am Erndtebrücker Mühlenweg soll eigentlich für alle Bürger als schöner Platz dienen, an dem es sich gut verweilen lässt. Leider hatten aber jetzt Störenfriede das Areal für sich entdeckt. Nachdem Jörg Schorge als Eigentümer jetzt Verbotsschilder aufgehängt hat, hat sich die Lage vorerst gebessert.
  • Der Pavillon am Erndtebrücker Mühlenweg soll eigentlich für alle Bürger als schöner Platz dienen, an dem es sich gut verweilen lässt. Leider hatten aber jetzt Störenfriede das Areal für sich entdeckt. Nachdem Jörg Schorge als Eigentümer jetzt Verbotsschilder aufgehängt hat, hat sich die Lage vorerst gebessert.
  • Foto: Björn Weyand
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

bw Erndtebrück. Hohe Wellen hat die jüngste Berichterstattung unserer Zeitung über die schlimmen Vorkommnisse am Pavillon am Mühlenweg in Erndtebrück geschlagen, da weder die Polizei noch die Gemeinde mit objektiven Einsatzzahlen zunächst das bestätigen konnten, was Jörg Schorge als Eigentümer des Pavillons selbst erlebt oder von den Anwohnern berichtet bekommen hat. Seine Konsequenz: Er hat das Areal an der Eder jetzt noch ein letztes Mal herrichten lassen und eindeutige Verbotsschilder aufgehängt. Das zeigt bisher Wirkung: Die Probleme haben deutlich nachgelassen.

bw Erndtebrück. Hohe Wellen hat die jüngste Berichterstattung unserer Zeitung über die schlimmen Vorkommnisse am Pavillon am Mühlenweg in Erndtebrück geschlagen, da weder die Polizei noch die Gemeinde mit objektiven Einsatzzahlen zunächst das bestätigen konnten, was Jörg Schorge als Eigentümer des Pavillons selbst erlebt oder von den Anwohnern berichtet bekommen hat. Seine Konsequenz: Er hat das Areal an der Eder jetzt noch ein letztes Mal herrichten lassen und eindeutige Verbotsschilder aufgehängt. Das zeigt bisher Wirkung: Die Probleme haben deutlich nachgelassen.

Ausmaß deckt sich nicht mit Einsatzübersicht

Trotzdem: Was eine Familie, die direkt neben dem Pavillon wohnt, an Erlebnissen der SZ geschildert hat, lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass hier subjektiv ein Brennpunkt bestanden hat. Überaus heftig sei es im Juni gewesen, erzählen das Ehepaar und ihre Tochter. Laute Musik bis in die frühen Morgenstunden und tagtägliche Zechgelage habe es dort gegeben, alles gepaart mit Verunreinigungen des Areals.

Anwohner in Erndtebrück trauen sich nicht mehr auf die Straße

Damit nicht genug: Wer etwas zu diesen „Gästen“ gesagt habe, der habe Beschimpfungen und Drohungen als Quittung erhalten. Die Konsequenz: „Wir trauen uns spät abends oder nachts gar nicht mehr auf die Straße.“ Immer wieder hat die Familie bei der Polizei angerufen. Aussagen, dass nur einige wenige Beschwerden und keine Anzeigen vorlägen, können die Anwohner insofern überhaupt nicht nachvollziehen, sie fühlten sich mit dem Problem allein gelassen – sowohl von der Polizei als auch vom Ordnungsamt der Gemeinde. Nicht richtig sei auch die Darstellung, dass es sich hier um Jugendliche handeln solle: Tatsächlich seien die Personen um die 30. „Es war eine Katastrophe“, sagt der Anlieger. Nachdem die Familie Schorge die Reißleine gezogen hat, sei es zum Glück besser geworden.

Was die Familie nicht verstehen kann, ist eine Aussage der Polizei, dass es zwar Einsätze beim Pavillon gegeben habe, aber keine Straftaten vorgelegen hätten. Am 9. Juni sei dort ein Mann brutal zusammengeschlagen worden, und am 8. Juli hätten Polizeibeamte am Pavillon vier Personen kontrolliert, bei zwei von ihnen seien Drogen sichergestellt worden, erzählt die Familie der SZ. Die Polizei berichtete hingegen von gerade mal vier Einsätzen seit dem 1. Januar 2020 – zweimal wegen Ruhestörungen sowie je einmal wegen eines Streits und einer Beleidigung. Auch hier passt aus Sicht der Anwohner irgendetwas nicht zusammen. Ihr Verdacht lautet: „Polizei und Ordnungsamt schauen weg.“

Gemeinde Erndtebrück nimmt die Rückmeldungen ernst

Diesen Eindruck will die Gemeinde, die sich nach der Berichterstattung noch einmal mit einer Stellungnahme an die SZ gewandt hat, nicht aufkommen lassen. Darin heißt es: „Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung nehmen wir sehr ernst. Uns ist bewusst, dass nicht jede negative Situation vor Ort auch in einer entsprechenden Einsatzstatistik abzulesen ist.“ Der Gemeinde sei natürlich bekannt, dass es in der jüngeren Vergangenheit dort zu Situationen gekommen ist, die gerade für die Anwohner im Ortskern belastend gewesen seien. „Daher werden wir auch weiterhin, wie bisher, in stetigem Austausch mit Anwohnern und Eigentümer und anderen Behörden an einer Verbesserung der Situation arbeiten.“ Diese habe sich, auch gemäß der Rückmeldung der betroffenen Anwohner, ja in den vergangenen Wochen bereits sehr deutlich in eine positive Richtung verändert.

Mit dieser Stellungnahme rückt die Gemeindeverwaltung die zunächst getätigten Aussagen zurecht, wonach es am Pavillon an der Eder gar keine größeren Probleme gegeben habe: „Die durch die Bevölkerung geschilderten Vorfälle und Beschwerden sowie deren Ausmaß decken sich nicht mit der Einsatzübersicht, die von der Polizei übersandt wurde. Es ist nicht festzustellen, dass es Tageszeit unabhängig zu den geschilderten Vorfällen kommt“, hieß es.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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