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Roger-Drapie-Straße
Planungen bleiben ergebnisoffen

Beim Endausbau der Roger-Drapie-Straße in Erndtebrück wollen die Verantwortlichen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung ergreifen. Laut Gemeindeverwaltung ist aber noch offen, wie diese exakt aussehen.
  • Beim Endausbau der Roger-Drapie-Straße in Erndtebrück wollen die Verantwortlichen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung ergreifen. Laut Gemeindeverwaltung ist aber noch offen, wie diese exakt aussehen.
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tika Erndtebrück. Klar ist, dass die Gemeinde Erndtebrück die Roger-Drapie-Straße in diesem Jahr final herstellen will. Dies bedeutet, dass die Verantwortlichen eine provisorische in eine ordentlich befestigte Straße im Neubaugebiet umwandeln wollen. Der Schritt ist nicht verwunderlich: Die Anwohner haben mit dem Kauf ihrer Grundstücke auch direkt den Preis für den Endausbau entrichtet, derzeit sind noch zwei Grundstücke frei – eines davon reserviert (SZ berichtete). Will heißen: Losgelöst von der Diskussion um das Kommunalabgabengesetz ist ein Ausbau kein Problem. Mit der Art und Weise der derzeit geplanten Umsetzung ist das Gros der Anwohner allerdings keinesfalls einverstanden. Die Gemeinde Erndtebrück plant Pflanzbeete zur Fahrbahneinengung, die zur Verkehrsberuhigung führen soll.

tika Erndtebrück. Klar ist, dass die Gemeinde Erndtebrück die Roger-Drapie-Straße in diesem Jahr final herstellen will. Dies bedeutet, dass die Verantwortlichen eine provisorische in eine ordentlich befestigte Straße im Neubaugebiet umwandeln wollen. Der Schritt ist nicht verwunderlich: Die Anwohner haben mit dem Kauf ihrer Grundstücke auch direkt den Preis für den Endausbau entrichtet, derzeit sind noch zwei Grundstücke frei – eines davon reserviert (SZ berichtete). Will heißen: Losgelöst von der Diskussion um das Kommunalabgabengesetz ist ein Ausbau kein Problem. Mit der Art und Weise der derzeit geplanten Umsetzung ist das Gros der Anwohner allerdings keinesfalls einverstanden. Die Gemeinde Erndtebrück plant Pflanzbeete zur Fahrbahneinengung, die zur Verkehrsberuhigung führen soll.

Nur einige Meter Luftlinie weiter talwärts – in der Ederfeldstraße – stehen derzeit die bereits seit Jahren bestehenden Pflanzbeete in der Diskussion und Kritik der Anwohner, gerade mit Blick auf die Verkehrsberuhigung. Nachdem bereits eine Anwohnerversammlung für die Roger-Drapie-Straße stattgefunden hatte, eruierten Vertreter der Gemeindeverwaltung am Samstag die Lage gemeinsam mit den Anwohnern im Rahmen eines Ortstermins im Neubaugebiet. Nach SZ-Informationen äußerten dabei ebenfalls einige Anwohner ihre Kritik an den geplanten Pflanzbeeten – die Planer der Verwaltung nahmen demnach stellenweise noch einmal Feinjustierungen vor, behielten ihre Marschroute aber im Auge.

Diese sieht derart aus, dass die Gesamtbreite der Straße künftig 6,25 Meter betragen soll. Darin eingeschlossen sind ein Gehweg mit 1,5 Metern Breite, eine Entwässerungsrinne mit 0,5 Metern sowie die Asphaltstraße mit 4,25 Metern. Im Verlauf der gesamten Straße sind zudem sieben Fahrbahneinengungen mit Pflanzbeeten vorgesehen. Problematisch sehen einige Anwohner dies unter anderem einerseits wegen der ohnehin beschränkten Parkmöglichkeiten gerade für Besucher, andererseits aber auch wegen der persönlichen Situation auf besondere Hindernisse beim Ein- und Ausparken. Hinzu kommt, dass die grundsätzliche Wirkungsweise in der Diskussion steht – derzeit eben beispielsweise in der Ederfeldstraße, wo die Pflanzbeete vorhanden sind. Die Praktikabilität der Beete ist aus Sicht der Kritiker also ein gewichtiges Argument gegen dieselben.

„Der Ortstermin war ein weiterer Schritt der Bürgerbeteiligung für dieses Straßenbauprojekt und soll gewährleisten, dass eine Straße entsteht, die sehr nahe an den Vorstellungen der Anlieger orientiert ist“, teilte die Pressestelle der Gemeinde Erndtebrück auf Anfrage der Siegener Zeitung mit. Anders als zunächst kommuniziert, ist das genaue Vorgehen allerdings demnach keinesfalls in Stein gemeißelt: „Wie eine Verkehrsberuhigung erfolgen wird, ist noch nicht entschieden. Weitere Abstimmungsgespräche mit den Anliegern sind geplant“, hieß es aus dem Rathaus weiter. Will heißen: Ob es tatsächlich Pflanzbeete sind, die später für eine Verkehrsberuhigung sorgen sollen, steht noch nicht fest. Einigkeit habe aber darüber geherrscht, dass eine Maßnahme zur Verkehrsberuhigung grundsätzlich notwendig sei. Denn: In dem Neubaugebiet leben viele Eltern mit ihren Kindern. „Genau vor diesem Hintergrund waren sich die Anwohner einig, dass eine Verkehrsberuhigung in jedem Fall entstehen soll.“

Einige Anwohner hätten sich demnach auch für den Bau der Pflanzbeete ausgesprochen. „Für die Platzierung von möglichen Pflanzbeeten, wie in den Ursprungsplanungen vorgesehen, wurden in dem Termin bereits mehrere denkbare Stellen gemeinsam mit den Anwohnern gefunden – einige Anwohner haben sogar ihr besonderes Interesse daran geäußert, dass eine entsprechende Maßnahme vor dem eigenen Haus umgesetzt wird“, teilte die Gemeinde Erndtebrück mit.

Und weiter: „Diese Abstimmung ist selbstverständlich nur von Bedeutung, falls eine Beruhigung später tatsächlich durch Pflanzbeete erfolgen sollte.“ Denn der Ortstermin sei in dieser Hinsicht ergebnisoffen gewesen – und geblieben: Es habe „verschiedene Vorschläge, welche Form der Verkehrsberuhigung gewählt werden könnte“ gegeben, „die alle von der Verwaltung geprüft werden. Eine Tendenz, welche Maßnahme durch die Anlieger bevorzugt wird, wurde bei dem Termin noch nicht abgefragt“.

Autor:

Timo Karl (Redakteur) aus Erndtebrück

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