SZ

Gewehrgruppe des Schützenvereins existiert seit 100 Jahren
Platzpatronen gehören zur Tradition

Bild aus dem Jahr 1892: Die erste Reihe der Erndtebrücker
Schützen vor dem Haus des Hauptmann Rommel führt
Langwaffen.
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  • Bild aus dem Jahr 1892: Die erste Reihe der Erndtebrücker
    Schützen vor dem Haus des Hauptmann Rommel führt
    Langwaffen.
  • Foto: Archiv/Schützenverein
  • hochgeladen von Klaus-Jürgen Menn (Redakteur)

vc  Erndtebrück. Die Mitglieder der Gewehrgruppe des Erndtebrücker Schützenvereins können auf mehr als 100 Jahre zurückblicken. Für die 13 aktiven Mitglieder der Gruppe läuft in wenigen Wochen eine wichtige Frist ab.

Schon im 19. Jahrhundert gehörte die Gewehrgruppe zum Schützenverein. Ihr Leiter Norbert Dietrich sitzt in seinem Friseursalon und blättert in alten Unterlagen. „Die Gewehrgruppe hat eine recht lange Tradition. Auch wenn es Unterbrechungen gab“, meint der Leiter der Gewehrgruppe. Der Friseurmeister zeigt auf eine Aufnahme von 1949. Dort schultern die Schützen Holzatrappen. Auch Uniformen sucht man vergeblich. Unter den Augen der Alliierten fand damals das erste Schützenfest nach dem zweiten Weltkrieg statt.

vc  Erndtebrück. Die Mitglieder der Gewehrgruppe des Erndtebrücker Schützenvereins können auf mehr als 100 Jahre zurückblicken. Für die 13 aktiven Mitglieder der Gruppe läuft in wenigen Wochen eine wichtige Frist ab.

Schon im 19. Jahrhundert gehörte die Gewehrgruppe zum Schützenverein. Ihr Leiter Norbert Dietrich sitzt in seinem Friseursalon und blättert in alten Unterlagen. „Die Gewehrgruppe hat eine recht lange Tradition. Auch wenn es Unterbrechungen gab“, meint der Leiter der Gewehrgruppe. Der Friseurmeister zeigt auf eine Aufnahme von 1949. Dort schultern die Schützen Holzatrappen. Auch Uniformen sucht man vergeblich. Unter den Augen der Alliierten fand damals das erste Schützenfest nach dem zweiten Weltkrieg statt.

Neuanfang im Jahr 2006

Die Gewehrgruppe des Erndtebrücker Schützenvereins bestand aber auch einige Jahrzehnte später nicht kontinuierlich. „Wir mussten 2006, im Jubiläumsjahr von Erndtebrück, einen Neuanfang wagen. Damals ging die Gewehrgruppe im Festzug mit“, berichtet Norbert Dietrich. Die Mitglieder der heutigen Gruppe sind zwischen Ende Zwanzig und Mitte Sechzig und üben regelmäßig. Sie treten zu besonderen Anlässen wie etwa dem jährlichen Schützenfest auf. Dabei geht es um die richtigen Griffe beim Führen, Präsentieren und Absetzen des Karabiners, nicht um das Schießen mit einer Langwaffe. Norbert Dietrich führt das Eingeübte mit einer Salutwaffe vor. Der Karabiner vom Typ K98 fliegt von Position zu Position. „Eins, zwei, drei und vier. Bei ,vier‘ muss der Karabiner unten sein“, zählt der Erndtebrücker mit.

Seit der Gründung habe die Erndtebrücker Gruppe einige Auftritte absolviert. Einer der Höhepunkte sei der Zapfenstreich anlässlich des 150. Geburtstages des Erndtebrücker Schützenvereins gewesen. „Hier waren wir rund 30 Mann. Wir hatten die Gewehrgruppen aus Benfe und Elsoff erstmals mit dabei. Seitdem treten wir oft gemeinsam an“, betont Norbert Dietrich, der Gedankenspiele gut findet, die Zusammenarbeit in einer Brauchtumsgruppe innerhalb des Schützenkreises Wittgenstein münden zu lassen. „Was erst einmal auf uns zukam, ist der Eintrag in die Waffenbesitzkarten als Brauchtumsschützen“, berichtet der Erndtebrücker Schütze im Gespräch mit der SZ. Das müsse bis Ende August für jede Salutwaffe erfolgen.

Unbrauchbar waren die Waffen schon länger. „Hier ist ein Stift eingearbeitet worden, die Patronenkammer ist offen und der Lauf geschlitzt. Damit feuert man kein scharfes Geschoss mehr ab. Wir nutzen Platzpatronen“, betont Norbert Dietrich. Die Kreispolizeibehörde bestätigte auf Anfrage, dass bei Salutwaffen das Patronenlager dauerhaft so verändert sein muss, dass „keine Patronen oder pyrotechnische Munition geladen werden kann“. Der Lauf müsse zudem „sechs kalibergroße, offene Bohrungen oder andere gleichwertige Laufveränderungen aufweisen“ und mit dem Gehäuse fest verbunden sein. Zwischen Patronenlager und Lauf gehört zudem noch ein Metallstift in Größe des Waffenkalibers.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht"

Diese und weitere Veränderungen sollten so vorgenommen worden sein, dass sie nicht mit allgemein gebräuchlichen Werkzeugen rückgängig gemacht werden können. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Die Waffen sind angemeldet und die Waffenbesitzkarten enthalten nun die Angabe, dass es sich um Brauchtumswaffen handelt“, stellte Norbert Dietrich klar.

Bild aus dem Jahr 1892: Die erste Reihe der Erndtebrücker
Schützen vor dem Haus des Hauptmann Rommel führt
Langwaffen.
Blick auf einen modifizierten Karabiner des Typ K98: Die Patronenkammer ist offen und rechts sorgt ein Metallstift für eine zusätzliche Sicherung.
Autor:

Christian Völkel

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