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Ehemaliges Soldatenheim Erndtebrück
Politik will moderate Gestaltung der Mitte

Das ehemalige Soldatenheim in Erndtebrück stand 20 Jahre lang leer und moderte vor sich hin. Jetzt will der Investor, die Buderus-Klute GbR (Witten), hier in der historischen Mitte der Gemeinde ein Seniorenpflegezentrum errichten.
  • Das ehemalige Soldatenheim in Erndtebrück stand 20 Jahre lang leer und moderte vor sich hin. Jetzt will der Investor, die Buderus-Klute GbR (Witten), hier in der historischen Mitte der Gemeinde ein Seniorenpflegezentrum errichten.
  • Foto: Holger Weber
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

howe Erndtebrück. 20 Jahre hat es vor sich hingemodert – das fast verfallene, ehemalige Soldatenheim. Vor Jahren lag sogar die Abrissgenehmigung vor, da keimte Hoffnung auf in Erndtebrück, dass der Schandfleck endlich dem Erdboden gleichgemacht wird. Jetzt kündigt die Eigentümerin Buderus-Klute GbR (Witten) an, hier – mitten im historischen Herzen von Erndtebrück – ein Seniorenpflegezentrum zu bauen (SZ berichtete). Am Montagabend gab der Erndtebrücker Bauausschuss aus seiner Warte grünes Licht, quasi einstimmig sprach er sich für die Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes „Seniorenpflegzentrum“ aus.

howe Erndtebrück. 20 Jahre hat es vor sich hingemodert – das fast verfallene, ehemalige Soldatenheim. Vor Jahren lag sogar die Abrissgenehmigung vor, da keimte Hoffnung auf in Erndtebrück, dass der Schandfleck endlich dem Erdboden gleichgemacht wird. Jetzt kündigt die Eigentümerin Buderus-Klute GbR (Witten) an, hier – mitten im historischen Herzen von Erndtebrück – ein Seniorenpflegezentrum zu bauen (SZ berichtete). Am Montagabend gab der Erndtebrücker Bauausschuss aus seiner Warte grünes Licht, quasi einstimmig sprach er sich für die Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes „Seniorenpflegzentrum“ aus.

Barrierefreie Wohnungen statt Soldatenheim

Das Gremium nahm die Verwaltungsvorlage zwar „nur“ zur Kenntnis, sorgte aber in Richtung des künftigen Gemeinderates für einen deutlichen Fingerzeig: Erndtebrücks Mitte, gleich neben dem Altenheim der AWo, soll sich weiterentwickeln. Allerdings nahm der Ausschuss für Bauen und Gemeindeentwicklung die Sache nicht ganz unkritisch auf.

"Komplettes Umstülpen auf die neueste Mode" nicht glücklich

Achim Stremmel (SPD) stellte unmissverständlich klar, dass von allen zu begrüßen sei, wen hier eine neue Nutzung des Areals erfolge. Aber: „Historisch gesehen gibt es einen Bebauungsplan mit Geschosshöhen und anderen Dingen.“ Er hätte es für gut befunden, so Achim Stremmel, wenn man ähnlich wie beim Seniorenheim in der Nachbarschaft die Geschosshöhen einhalten würde. „Andererseits ist hier was Modernes natürlich zu begrüßen.“ Er wolle aber darauf aufmerksam machen, dass es sich bei dem vorhandenen Gelände um einen „alten, gewachsenen Bereich“ handele. Und irgendwie wolle er der Historie eine Chance geben. Matthias Althaus (UWG) pflichtete bei: „Ich erinnere daran, dass wir uns im Kern befinden.“ Und da sei ein „komplettes Umstülpen auf die neueste Mode“ seines Erachtens nicht so glücklich. Auch Markus Killer (CDU) störte die Tatsache, „dass wir davon abweichen.“ Eine lange Geschichte finde ein Ende, was zu begrüßen sei. Aber er frage sich, ob die Abweichungen für weitere Vorhaben auch gelten. „Ich will, dass das kein Automatismus wird und wir ein Recht ableiten, das überall anders auch zu machen.“ Bürgermeister Henning Gronau beruhigte: „Alles ist auf das Vorhaben beschränkt, weil es räumlich auf das Areal begrenzt ist.“
Übrigens gleiche man sich von der Geschosshöhe her dem Seniorenzentrum an, bleibe sogar eher darunter. Henning Gronau erinnerte nochmal daran, dass man ja die Angelegenheit in allen Fraktionen abgestimmt habe. „Wir wollten den Weg frei machen für das Grundsstück.“ Heinz-Georg Grebe (FDP) sah ein, dass man sich nach dem Investor richten wolle. „Aber da werden wir sicher das ein oder andere Gespräch noch führen.“

In der Ortsmitte Erndtebrück soll sich etwas tun

Henning Gronau bekräftigte, wie sehr „alle in Erndtebrück den Wunsch hegen, dass sich dort was tut.“ Die Planungen von Buderus-Klute „füllen einen dringenden Bedarf an Wohnraum aus, nämlich seniorengerecht und barrierefrei.“ Außerdem seien die Strukturen in der Erndtebrücker Ortsmitte barrierefrei zu erreichen: Geschäfte, Bank, Ärzte. Und ganz wichtig für Erndtebrück: Der Dorfplatz bleibt so erhalten. Das habe Buderus-Klute bei den Gesprächen herausgestellt. Schließlich, so der Bürgermeister, erfreue sich der Platz einer „sehr guten Nutzung“.

Autor:

Holger Weber (Redakteur) aus Wittgenstein

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