Projekt Rösper Schule: »Es ist vollbracht«

Bürger leisteten 2415 Arbeitsstunden / Schlüssel gestern in einer Feierstunde übergeben / Dank an Sponsoren

Röspe. »Es ist vollbracht. Schön zu sehen, wie hier die Dorfgemeinschaft funktioniert.« Erndtebrücks Bürgermeister Karl-Ludwig Völkel freute sich in der gestrigen Feierstunde mit vielen Röspern darüber, dass die alte Schule in neuem Glanz erstrahlt und zu einem schmucken Dorfgemeinschafthaus geworden ist (Siegener Zeitung berichtete mehrfach).

Alle Mängel, die sich über Jahre angesammelt hätten, seien beseitigt worden, ergänzte der Bürgermeister. Es sei beeindruckend, dass die Maßnahme sogar in dem eng gesteckten zeitlichen Rahmen realisiert worden sei: »Wir hatten Zeitdruck.« Entstanden sei »das Haus der Dorfgemeinschaft«, das in Röspe auch notwendig sei. Denn vielen Ortschaf- ten mangele es einfach an geeigneten Treffpunkten. Röspes Ortsvorsteher Dieter Menzel erinnerte einleitend noch einmal daran, was sich in dem alten Schulgebäude seit März alles getan habe. Sämtliche Türen und Fenster seien erneuert, das Dach saniert worden, man habe Küche und Toiletten umgebaut, die Heizung sei teilweise erneuert worden.

Und nicht zuletzt sei eine erhebliche Verbesserung der Schall- und Wärmedämmung realisiert worden: »Energie ist hier der Hauptkostenfaktor.« Dieter Menzel rechnete vor, dass die Gesamtkosten bei 112000 e lägen. Mit 50000 e sei das Projekt vom Amt für Agrarordnung gefördert worden, 42000 e hätten die Rösper in Form von Eigenleistung beigesteuert. Bleibe eine Finanzierungslücke von rund 20000 e: »Aber irgendwie werden wir das Geld wohl zusammen bekommen.« Da kam der 1000-e-Scheck der Sparkasse Wittgenstein, der gestern übergeben wurde, gerade recht. Dieter Menzel dankte den Firmen, die bereits gespendet hätten. Er wünsche sich, dass das Gemeinschaftshaus möglich oft vermietet werde, um die Unterhaltungskosten auch stemmen zu können.

»Die Rösper waren ganz schön fleißig für ihre gute Stube«, unterstrich der Architekt und Bauleiter Hubert Stremmel. 2415 ehrenamtliche Arbeitsstunden seien abgeleistet worden. Pro Wochenende seien 67 Arbeitsstunden aufgelaufen, so dass durchschnittlich immer acht Rösper im Einsatz gewesen seien. Hubert Stremmel dankte allen Röspern sowie den Mitarbeitern der Erndtebrücker Gemeindeverwaltung und des Amtes für Agrarordnung für die hervorragende Zusammenarbeit. Eigentümer des Gebäudes bleibt die Gemeinde Erndtebrück, die mit dem Rösper Treff einen Mietvertrag abgeschlossen hat. Für den Treff wünschte sich Walter Kettler, »dass jeder Rösper Mitglied wird«.

In einem historischen Rückblick erinnerte der langjährige Ortsvorsteher daran, dass die Schule am 21. April des Jahres 1959 in Betrieb genommen worden sei. Heinz Hilbig sei der erste und auch der einzige Lehrer gewesen. Im Juni 1968 sei der Schulbetrieb eingestellt worden. Damit wurde letztlich der Weg frei gemacht für das Rösper Dorfgemeinschaftshaus.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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