Ratsstuben: UWG und FDP wollen Vertrag aufheben

In Erndtebrück wird das Thema erneut hoch gekocht

Erndtebrück. Das Gastronomen-Ehepaar Bauer hat – wie berichtet – angekündigt, die Erndtebrücker Ratsstuben zum 30. September zu räumen. Die Reaktionen aus dem politischen Bereich haben nicht lange auf sich warten lassen. Gestern Nachmittag landete ein an Bürgermeister Heinz-Josef Linten gerichteter, gemeinsamer Antrag von UWG und FDP auf dem SZ-Redaktionstisch. Darin wird gefordert, »die am 20. April 1999 abgeschlossene Vereinbarung jetzt aufzuheben«. Die Rede ist von dem Kontrakt über die Nutzung des Veranstaltungssaales im Haus Wittgenstein zwischen der Gemeinde und der Buderus GmbH.

UWG und FDP schlagen deutliche Töne an: »Eine Bewirtschaftung des Festsaales durch die Gemeinde Erndtebrück ist unseres Erachtens nicht möglich und wird auch den Fehlbetrag nicht verringern.« Bei einer Größenordnung der Gemeinde Erndtebrück, dazu mit nicht ausgeglichenem Haushalt und Haushaltssicherungskonzept, sei »die Subventionierung einer privaten Immobilie« von 31700 e gegenüber dem Bürger nicht vertretbar, betonen die Fraktionsvorsitzenden Heinz-Georg Grebe und Heinrich-Wilhelm Wörster. Das Thema müsse in der ersten Ratssitzung nach den Sommerferien im öffentlichen Teil abgehandelt werden.

»Es besteht jetzt Handlungsbedarf. Natürlich möchten wir als FDP den Saal für die Bevölkerung erhalten, doch nicht zu diesen Konditionen«, macht Heinz-Georg Grebe im Gespräch mit der SZ deutlich. Der Besitzer könne nicht einerseits eine saftige Miete kassieren, andererseits aber nichts in den Saal investieren«, so der Freidemokrat. Noch einen Schritt weiter geht UWG-Mann Heinrich-Wilhelm Wörster, der der Buderus GmbH »unsolides Geschäftsgebahren« vorwirft. Es sei ein Wunder, dass die Aufsichtsbehörde vor dem Hintergrund des Haushaltssicherungskonzeptes die Vereinbarung mit Buderus noch nicht moniert habe.

Die Chancen, dass sich ein neuer Pächter für die Ratsstuben finde, tendierten ohnehin gen Null, so Wörster. Und weiter: »Das Ding ist jetzt erst einmal an der Wand. Da geht so schnell keiner freiwillig rein.«

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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