Schule bekommt zweiten Fluchtweg

Erndtebrücker Ausschuss votierte für 31500 E teure Verbindungsbrücke im Dachgeschoss

Erndtebrück. Der Erndtebrücker Bauausschuss machte in seiner jüngsten Sitzung am Mittwochabend den Weg frei für einen zweiten Fluchtweg in der örtlichen Grundschule. Bei zwei Enthaltungen entschied sich das Gremium für eine voraussichtlich 31500 e teure Verbindungsbrücke im Dachgeschoss und damit für die Möglichkeit, den von der Schule benötigten Filmraum weiterhin zu nutzen.

Ein ebenfalls in Betracht gezogener Rettungsschlauch kam für die Gemeinde Erndtebrück nicht in Frage, weil die Untere Bauaufsicht des Kreises Siegen-Wittgenstein ihr Veto einlegte. Folglich standen für die Kommune nur noch zwei Varianten zur Auswahl, um den gesetzlichen Anforderungen nach einem entsprechenden Fluchtweg nachzukommen. Variante A: die besagte Verbindungsbrücke, Variante B: eine Außentreppe als zweiten baulichen Rettungsweg als verzinkte Stahlkonstruktion an der Giebelfassade.

Bürgermeister Heinz-Josef Linten erklärte, »dass beide Lösungen optisch nicht gerade berauschend« sind, doch die Kommue komme nicht umhin, sich für eine Variante zu entscheiden. Elke Reidt (SPD) erläuterte, warum sich die Sozialdemokraten für die Verbindungsbrücke entschieden hatten: »Weil eine Rettungstreppe für Kinder in diesem Alter unserer Aufassung nach nicht geeignet ist.«

FDP-Fraktionssprecher Heinz-Georg Grebe machte sich ebenfalls für die Verbindungsbrücke stark, weil die sich besser an das alte, schöne Schulgebäude anpasse. In diesem Zusammenhang fragte der Freidemokrat einmal mehr gezielt nach, ob das Geld für den zweiten Fluchtweg nicht einzusparen sei, wenn die Musik- und Singeschule den von ihr derzeit genutzten Pavillon räume und die Grundschule die Räumlichkeiten beziehe. Dies verneinte Bürgermeister Heinz-Josef Linten entschieden, schließlich sei es nach langen Jahren endlich gelungen, den Musikunterricht an einem Ort zu konzentrieren und der Musikschule eine Anlaufstelle zur Verfügung zu stellen. Nicht zuletzt habe die Musikschule in Eigenleistung Sanierungsarbeiten am Pavillon durchgeführt.

Blieb dem Fachausschuss am Mittwoch also nichts anderes übrig, als den mit 31500 e nicht gerade günstigen Fluchtweg abzusegnen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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