Schwerwiegende Erkrankung betrifft auch die Männer

Informationen zu Osteoporose gab es gestern in Erndtebrück

awe Erndtebrück. Als sich die Selbsthilfegruppe für Osteoporose vor 15 Jahren in Wittgenstein gründete, sei diese Krankheit von einigen als Modeerscheinung abgetan worden, berichtet Rita Otto. Die Vorsitzende der Wittgensteiner Selbsthilfegruppe hatte gestern am Welt-Osteoporose-Tag aber so viel zu tun, dass dies schon ihre Aussage stützt: »Osteoporose gilt mittlerweile als eine schwerwiegende Erkrankung.«

Über diese Erkrankung, über Folgen und Prävention informierte die Selbsthilfegruppe zusammen mit der Forum- und der Brücken-Apotheke aus Erndtebrück und der Arztpraxis von Dr. Oliver Haas jetzt im evangelischen Jugendheim. Außer an Informationsständen wurde die Fakten und Tipps auch in Vorträgen vermittelt.

Frank Tegeler vom Medizinischen Trainingstherapiezentrum und Bettina Lohmann stellten zum einen die isometrische Muskelanalyse, zum anderen die Ernährung bei Osteoporose vor. Oliver Haas, der betreuende Arzt und zweite Vorsitzende der Gruppe, bot am Nachmittag einen Patientenvortrag. Per Ultraschall und DXA-Methode konnten Neugierige auch gleich vor Ort feststellen lassen, wie es um ihre Knochendichte bestellt ist, gleiches galt für die Muskelmasse. Kostproben für kalziumreiche Ernährung wurden angeboten. Die Apotheken stellten Hilfsmittel für Betroffene inklusive der pharmazeutischen Produkte vor.

Zum Welt-Osteoporosetag organsiert die Wittgensteiner Gruppe regelmäßig solche Veranstaltungen, mit rund 200 Besuchern rechnete Rita Otto auch in Erndtebrück. Betroffen von Osteoporose seien übrigens nicht nur Frauen. Der Anteil der Männer unter den Mitgliedern der Selbsthilfegruppe liege immerhin bei einem Fünftel, erläuterte sie.

Bei den Frauen werden eine genetische Vorbelastung oder gynäkologische Operationen zu den Ursachen der Osteoporose gezählt, aber auch eine kalziumarme Ernährung kann eine Verminderung der Knochenmasse hervorrufen. Als weitere Ursachen gelten lange Kortison-Behandlungen, Alkoholmissbrauch oder starkes Rauchen. Die Folgen der verminderten Knochenmasse, so wird es in einer Info-Broschüre geschildert, sind unter anderem typische Rückenschmerzen und Knochenbrüche.

Die Selbsthilfegruppe bietet in allen drei Wittgensteiner Kommunen mehrere Gymnastiktermine an, und zwar sowohl präventiv als auch für Erkrankte. Informationen erteilt Rita Otto unter Tel. (02754) 220682 oder Fax 220683. Im Internet gibt es Informationen unter »www.osteoporose-wittgenstein.de«.

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