Seniorenzentrum an den Ederauen?

Erndtebrücker Opposition bringt weitere Variante für Caritas-Einrichtung ins Gespräch

Erndtebrück. Die Diskussionen um das Erndtebrücker Caritas-Seniorenzentrum gehen in die nächste Runde. Nach dem Antrag der Oppositionsfraktionen im Gemeinderat, die Verwaltung möge alternative Standorte prüfen (die Siegener Zeitung berichtete), gingen SPD, FDP, UWG und der grüne Vertreter Willi Flender gestern Nachmittag bei einem Pressegespräch in die Offensive. »Ich bin sehr zuversichtlich, dass das Altenzentrum am jetzt favorisierten Standort an den Ratsstuben nicht gebaut wird«, gab UWG-Fraktionsvorsitzender Heinrich Wilhelm Wörster zu Protokoll.

Wörster: »Das Konzept gefällt mir«

Bei dieser Gelegenheit brachte die so genannte Opposition einen neuen Standort für das Millionen-Projekt ins Gespräch. Ein Erndtebrücker Unternehmer habe angeboten, das Seniorenheim in einer Größenordnung zwischen 2000 und 3000 Quadratmeter auf dem Grundstück an der Siegener Straße 23 zu errichten – mit teilweiser oder vollständiger Integration des 1200 Quadratmeter großen Bestandes. Besonders hervor zu heben sei die Natur nahe Lage des Objektes in der durchgrünten Ederaue mit kurzer und ebener Anbindung in das Naherholungsgebiet Pulverwald. »Das Konzept gefällt mir«, so die persönliche Einschätzung von Heinrich Wilhelm Wörster. Dies bedeute jedoch nicht, dass man diese Möglichkeit favorisiere, schließlich existierten drei Alternativen zum Ratsstuben-Standort: das ehemalige Firmengelände von Soeder & Metz, das Areal neben dem alten Friedhof an der Ederfeldstraße und eben das Grundstück an der Siegener Straße. Wobei Letzteres in den politischen Gremien bislang nicht diskutiert worden sei.

Wurde eine Konzeptstudie vorenthalten?

»Wir haben den Eindruck, dass uns die Offerte mit Konzeptstudie und Standortuntersuchung vorenthalten wurde«, so FDP-Fraktionsvorsitzender Heinz-Georg Grebe. Möglicherweise sei dann die Entscheidung für den Ratsstuben-Standort ganz anders ausgefallen, »weil wir dem Kurs der Verwaltung mangels Alternativen ohnehin nur mit großen Bauchschmerzen gefolgt sind«, so Heinz-Georg Grebe.

160 Bürger auf der Unterschriftenliste

Der Grüne Willi Flender erläuterte, worauf es ihm sowie SPD, FDP und UWG ankomme: »Wir möchten das notwendige Seniorenzentrum möglichst schnell realisieren. Weil aber Anwohner der Talstraße den Rechtsweg bis zur höchsten Instanz beschreiten würden, gehen wir dort von einer Verzögerung von mindestens zehn Jahren aus. Deshalb muss man sich nach anderen Standorten umsehen.« In diesem Zusammenhang wies Heinz-Georg Grebe darauf hin, dass sich auf der Unterschriftenliste gegen den jetzt favorisierten Standort bereits 160 Bürger eingetragen hätten. »Und dies sind alles Bürger der Gemeinde Erndtebrück«, so der Freidemokrat abschließend.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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