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Wittgensteiner Feuerwehren hoffen auf mehr Impfdosen
Sicherheit der Einheiten im Blick

Gruppenweise wurden am Donnerstagabend Einheiten der Feuerwehr Erndtebrück getestet, damit diese anschließend den technischen Dienst in ihren Wachen leisten können.
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  • Gruppenweise wurden am Donnerstagabend Einheiten der Feuerwehr Erndtebrück getestet, damit diese anschließend den technischen Dienst in ihren Wachen leisten können.
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  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

vc Wittgenstein. Tagtäglich kann sich der Melder lautstark bemerkbar machen und die Freiwilligen Feuerwehren aus dem Raum Wittgenstein müssen in den Einsatz. Dabei kommt es auf eingeübte Routine an, um die Einsätze professionell abwickeln zu können. Doch es gibt Situationen, die gerade in Corona-Zeiten eine besondere Gefährdungslage mit sich bringen. Da ist es gut, dass die ersten Feuerwehrkameraden in Wittgenstein geimpft sind. Darüber sind die hiesigen Feuerwehr-Chefs froh – doch eine Entwarnung können sie noch lange nicht geben.

In Bad Berleburg wurde in der vergangenen Woche eine Zugführersitzung anberaumt, aber angesichts der Inzidenz wieder abgesagt. „Ein neuer Anlauf ist nun Anfang Mai geplant – aber digital“, berichtet der Bad Berleburger Feuerwehr-Chef Klaus Langenberg.

vc Wittgenstein. Tagtäglich kann sich der Melder lautstark bemerkbar machen und die Freiwilligen Feuerwehren aus dem Raum Wittgenstein müssen in den Einsatz. Dabei kommt es auf eingeübte Routine an, um die Einsätze professionell abwickeln zu können. Doch es gibt Situationen, die gerade in Corona-Zeiten eine besondere Gefährdungslage mit sich bringen. Da ist es gut, dass die ersten Feuerwehrkameraden in Wittgenstein geimpft sind. Darüber sind die hiesigen Feuerwehr-Chefs froh – doch eine Entwarnung können sie noch lange nicht geben.

In Bad Berleburg wurde in der vergangenen Woche eine Zugführersitzung anberaumt, aber angesichts der Inzidenz wieder abgesagt. „Ein neuer Anlauf ist nun Anfang Mai geplant – aber digital“, berichtet der Bad Berleburger Feuerwehr-Chef Klaus Langenberg. Dann werde darüber beraten, ob man mit den Schnelltestungen und Übungseinheiten starten werde. „Die Stimmung in der Feuerwehr ist nicht anders als in der Gesellschaft. Wir wären ein Stück weit froh, wenn die Situation besser wäre“, unterstreicht Klaus Langenberg.

"Tropfen auf den heißen Stein"

Mit Blick auf die Impfungen berichtet der Leiter der Feuerwehr, dass 59 Kameraden der Bad Berleburger Feuerwehr bisher geimpft wurden. „Das ist angesichts einer großen Feuerwehr nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Wir hoffen, dass sich noch weitere Möglichkeiten bieten.“

In Bad Laasphe verweist Dirk Höbener auf die aktuell hohen Inzidenz-Werte. Der Leiter der Bad Laaspher Feuerwehr ist sich bewusst, dass man nicht überall an das Thema Üben und Schnelltests gleichermaßen herangeht. „Ich bin der Meinung, dass wir bei einer hohen Inzidenz keinen Übungsdienst verrichten sollten. Wir können gerne loslegen, wenn die Inzidenz kreisweit unter 100 ist.“ Mit Blick auf dann notwendige Schnelltests sei alles bereits mit der Verwaltung abgesprochen. Übrigens starte in Bad Laasphe ein Grundlehrgang in zwei Wochen – und zwar in digitaler Form.

Impfung gehört dazu wie Helm und Jacke

„Die Übungsbereitschaft hat für uns nichts mit Impfungen zu tun“, betont Dirk Höbener im Gespräch mit der SZ. Das Impfen gehöre für ihn zum persönlichen Schutz – wie auch Helm, Hose, Stiefel, Jacke und die gute Ausbildung. Die Immunisierung über eine Impfung sei im aktiven Dienst wichtig, wenn es beispielsweise zu einem Verkehrsunfall, einer Türöffnung oder einem Einsatz mit Tragehilfe komme. „Dann müssen die Kameraden genauso gut geschützt sein wie der Rettungsdienst“, betont Dirk Höbener.

Geimpft worden seien 36 Kameraden – eben jene, die „als erste auf dem Fahrzeug sitzen. Das ist bei uns eine Staffel. Meine Verpflichtung besteht darin, die Einsatzkräfte sicher in den Einsatz zu schicken und auch gesund wieder heraus zu bringen. Da sehe ich mich in einer moralisch-ethischen Verpflichtung. Denn Feuerwehrleute leisten einen nicht unerheblichen Beitrag zur Sicherheit.“

Antrag auf Übungen läuft

Übungen stehen auch in Erndtebrück noch nicht an. Doch es sei Dienst in den Feuerwehrgerätehäusern angesetzt, so Karl-Friedrich Müller, Leiter der Freiwilligen Feuerwehr. Männer und Frauen der Löschgruppen der Edergemeinde gingen am Donnerstagabend nacheinander zum Schnelltest bei Feuerwehrarzt Dr. Oliver Haas, um danach in Kleingruppen den Dienst in den Feuerwehrgerätehäusern anzutreten. Mit Blick auf die Übungen habe man einen Antrag gestellt. „Der läuft aber noch“, meint der Erndtebrücker Feuerwehr-Chef, der sehr glücklich darüber ist, dass die ersten 36 Einsatzkräfte der Feuerwehr geimpft seien.

„Das ist ein laufender Prozess. Aktuell werden ja auch Ordnungsämter und Verwaltungen geimpft.“ Verwundert habe er registriert, dass in den Impfzentren jeden Tag so viele Menschen nicht ihren Impftermin wahrnähmen. „Wenn da 50 Impfdosen übrig sind – Melder an und wir kommen mit einer Einheit runter. Das ist gar kein Problem.“

Gruppenweise wurden am Donnerstagabend Einheiten der Feuerwehr Erndtebrück getestet, damit diese anschließend den technischen Dienst in ihren Wachen leisten können.
Ab Mai könne man mit den Übungen an der frischen Luft beginnen, so Karl-Friedrich Müller, Leiter der Erndtebrücker Feuerwehr, der hier von Feuerwehrarzt Dr. Oliver Haas getestet wird.
Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

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