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Pläne für Erndtebrück
Soldatenheim könnte bald Altenwohnungen weichen

Die Idee, das alte Soldatenheim abzureißen und an dessen Stelle altersgerechte Wohnungen zu bauen, hat Christian Buderus schon seit geraumer Zeit. Nun scheint es für das Projekt aber eine konkrete Perspektive zu geben. Foto: Björn Weyand
  • Die Idee, das alte Soldatenheim abzureißen und an dessen Stelle altersgerechte Wohnungen zu bauen, hat Christian Buderus schon seit geraumer Zeit. Nun scheint es für das Projekt aber eine konkrete Perspektive zu geben. Foto: Björn Weyand
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bw Erndtebrück. Seit vielen Jahren steht schon die Idee im Raum, das Soldatenheim abzureißen und an seiner Stelle in Erndtebrück altersgerechte Wohnungen zu bauen. Allerdings kam das ambitionierte Projekt bisher auch nicht über das Stadium einer sehr guten Idee hinaus. Nun scheint die Sache jedoch wieder Fahrt aufzunehmen. Wie unsere Zeitung erfuhr, haben zuletzt bereits Vermessungen auf dem Grundstück stattgefunden; ein Zeichen, dass bauliche Veränderungen nicht mehr ganz so fern sein könnten. Dennoch gibt sich Bürgermeister Henning Gronau ganz betont zurückhaltend: „Es gibt für das Areal durch den Eigentümer jetzt neue Planungen, die allerdings noch ganz am Anfang stehen.

bw Erndtebrück. Seit vielen Jahren steht schon die Idee im Raum, das Soldatenheim abzureißen und an seiner Stelle in Erndtebrück altersgerechte Wohnungen zu bauen. Allerdings kam das ambitionierte Projekt bisher auch nicht über das Stadium einer sehr guten Idee hinaus. Nun scheint die Sache jedoch wieder Fahrt aufzunehmen. Wie unsere Zeitung erfuhr, haben zuletzt bereits Vermessungen auf dem Grundstück stattgefunden; ein Zeichen, dass bauliche Veränderungen nicht mehr ganz so fern sein könnten. Dennoch gibt sich Bürgermeister Henning Gronau ganz betont zurückhaltend: „Es gibt für das Areal durch den Eigentümer jetzt neue Planungen, die allerdings noch ganz am Anfang stehen.“

Aktueller Sachstand ist, dass Geschäftsführer Christian Buderus vom Eigentümer Buderus-Klute nach einem Abriss des Soldatenheims eine Errichtung von mehr als 20 barrierefreien Wohnungen plant, überwiegend im Segment des sozialen Wohnungsbaus. Henning Gronau spricht von einem guten Austausch zwischen der Gemeinde und dem Investor, dem ja auch das direkt angrenzende Seniorenzentrum gehört. Henning Gronau freut sich, „dass daraus eine gute Perspektive für diesen Bereich entstehen könnte. Wir haben bereits Kontakte zur Förderstelle hergestellt und unterstützen ihn bei den Überlegungen.“ Buderus-Klute hat einen Architekt mit der Planung betraut – aber einen Zeitplan gibt es für das Projekt offenbar noch nicht.

Der Bau von barrierefreien Altenwohnungen war Teil eines Konzepts, das der AWo-Bezirksverband Westliches Westfalen im Juli 2017 vorgestellt hatte. „Die Zukunft liegt im Quartier“, hieß es seinerzeit vom Träger des Seniorenheims in Erndtebrück. Teil der Überlegungen waren barrierefreie Altenwohnungen, die an das Seniorenzentrum angegliedert werden sollten. „Hier sehen wir einen großen Bedarf“, betonte Reinhard Strüwe, stellvertretender Geschäftsführer des AWo-Bezirksverbandes Westliches Westfalen. Einen Zeitrahmen gab es allerdings nicht: Das Konzept sollte dem Investor vorgelegt und vom Architekten überplant werden.

Das Soldatenheim wurde in den 1970er Jahren in Erndtebrück gebaut, um die sehr guten Beziehungen zwischen der Bundeswehr und der Zivilbevölkerung zu festigen, zu vertiefen und weiterzuentwickeln. Das Soldatenheim wurde zum Bürgerhaus der Edergemeinde mit Restaurant und Veranstaltungssaal. Als Träger fungierte damals der neu gegründete AWo-Ortsverein. Im Jahre 1999 wurde der Gebäudekomplex hingegen verkauft, für rund 1 Mill. DM an die Buderus GmbH. Ab den 2000er Jahren stand das Restaurant leer und schließlich fanden auch keine Veranstaltungen mehr im großen Saal statt: Die Gemeinde kündigte den langfristigen Mietvertrag für den Saal. Das Haus Wittgenstein verfiel zusehends. Zuletzt zog der AWo-Kindergarten „Pfiffikus“ im Jahre 2012 aus dem Gebäudekomplex aus. Das Trauerspiel um den einst so beliebten Treffpunkt von Erndtebrück, in dem viele Konzerte, Kabarettveranstaltungen, Jubiläen, Karnevalsveranstaltungen, Weihnachtsmärkte sowie die Gelöbnisse der Bundeswehr stattfanden, könnte somit bald enden.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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