KOMMENTAR
Solidarität und Rücksichtnahme weiter gefragt

SZ-Redakteur Björn Weyand.

Es ist absolut verständlich, dass die Menschen sich nach gut einem Jahr Pandemie nach Abwechslung sehnen, nach Geselligkeit, nach einem gewissen Maß an Normalität, nach Gemeinschaft. Allerdings ist nach wie vor Vorsicht geboten: Die dritte Corona-Welle ist gebrochen, die Zahl der Infektionen deutlich gesunken, aber noch sind zu viele Menschen eben nicht geimpft – insofern können die Zahlen bei zu großem Leichtsinn schnell wieder steigen.

Neben der Impfung ist das Testen sicherlich der Schlüssel, um der Pandemie Herr zu werden. Allerdings hat das Ganze auch seine Grenzen: Wer jetzt glaubt, er könne sich einfach alle zwei Tage testen lassen und dann alles tun, was erlaubt ist, der irrt leider noch. Die Schnelltests sind zwar inzwischen massenhaft verfügbar, aber sie müssen eben auch durchgeführt werden. Arztpraxen und Apotheken sind aber bereits an oder über der Auslastungsgrenze, denn neben Corona soll es ja auch noch andere Krankheiten geben, die behandelt und versorgt werden müssen. Außerdem kommt die Abwicklung der Corona-Impfungen bei allen Beteiligten hinzu.

So werden kurzfristig die Testkapazitäten ausgereizt sein. Nicht jeder, der sich testen lassen möchte, wird dies in den kommenden Wochen auch immer tun können. Weitere Testzentren wären somit durchaus wünschenswert, aber sie müssen auch mit ausgebildetem Personal bestückt werden. Insofern ist jeder gut beraten, sich zu hinterfragen, wie oft er oder sie die kostenlosen Schnelltests in Anspruch nimmt.

Selbstverständlich wäre es gut, wenn jeder immer dann, wenn er sich testen lassen möchte, auch einen Termin dafür bekommen kann. Weil das nicht gehen wird, sind Solidarität und Rücksichtnahme gefragt.

b.weyand@siegener-zeitung.de

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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