SPD, FDP, UWG und Grüne fehlen beim Rathaus-Fest

Erndtebrücker Fraktionen fühlen sich wieder übergangen

Erndtebrück. Die Fraktionen von SPD, FDP und UWG sowie der grüne Ratsvertreter Willi Flender werden dem Tag der offenen Tür im Rathaus am kommenden Samstag, 10. Mai (die Siegener Zeitung berichtete), fern bleiben. Diese Entscheidung, die Bürgermeister Heinz-Josef Linten bereits in schriftlicher Form vorliegt, teilten die Kommunalpoltiker gestern Nachmittag bei einem Pressegespräch im Gasthof Müller mit.

»Eine Veranstaltung wie diese passt nicht in eine Zeit, wo die gemeindliche Infrastruktur vor dem Zusammenbruch und Erndtebrück finanziell mit dem Rücken zur Wand steht«, begründete UWG-Fraktionssprecher Heinrich Wilhelm Wörster den Vorstoß, der eine Reaktion auf ein Schreiben des Verwaltungsleiters sei. Darin kündigte Heinz-Josef Linten den Fraktionen den Tag der offenen Tür an und bat darum, »gemeinsam zu überlegen, wie die Präsentation des Rates im Einzelnen aussehen soll«. SPD-Fraktionsvorsitzende Antje Laues-Oltersdorf erklärte gestern, »dass uns dies sehr überrascht hat, weil eigentlich abgesprochen war, dass das Programm vorher im Ältestenrat besprochen werden sollte«. Dies sei ein deutliches Zeichen dafür, so die Sozialdemokratin, dass der Bürgermeister auf die Meinungen der Fraktionen keinen Wert lege.

FDP-Fraktionssprecher Heinz-Georg Grebe unterstrich, dass der Bürgermeister sein Versprechen, mit den Fraktionen besser zu kommunizieren, nicht eingehalten habe. »Die Dinge werden in der Verwaltung festgelegt und wir haben das so zu akzeptieren«, so der Freidemokrat. Prinzipiell, so Willi Flender, sei an einer Präsentation des Bürgerbüros nichts auszusetzen, doch nicht in dieser Form. Die Aufgaben des Bürgermeisters seien eher darin zu sehen, »die Voraussetzungen für neue Arbeitsplätze zu schaffen und die Finanzen zu ordnen«.

FDP-Fraktionsvorsitzender Heinz-Georg Grebe ergänzte, dass er einem Tag der offenen Tür nicht von Beginn an angeneigt gegenüber gestanden habe, »aber nicht mit diesem Aufwand, mit Luftballonwettbewerb und Musik«. Beispielsweise habe die Nachbarkommune Bad Laasphe ihr Bürgerbüro schlicht und einfach eröffnet – ohne ein Fest in dieser Größenordnung.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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