Sponsor rückt Rathaus-Stein nachts ins rechte Licht

Erndtebrück: Nachbarn pflegen die öffentlichen Beete

schn Erndtebrück. Das Engagement der Nachbarn des Erndtebrücker Ratshauses an der Talstraße dürfte jeden Verfechter des Ehrenamtes hoch zufrieden stimmen. Seit vielen Jahren kümmern sich die direkten Nachbarn um die Bepflanzung der Außenanlagen der Gemeindeverwaltung. »Hier sah es aus wie im Urwald«, erinnerte sich Christa Guardia, die von ihrem Haus aus den direkten Blick auf den Eingangsbereich des Rathauses hat. Also taten sich die Menschen aus der Talstraße zusammen und befreiten die Beete von Sträuchern und Gestrüpp.

»Wir haben dann jede Unterstützung von der Gemeinde bekommen. Die hätten ja auch sagen können, das bleibt alles so wie es ist. Die Männer vom Bauhof haben uns damals viel geholfen, die Beete auf Vordermann zu bringen«, erzählte Christa Guardia gegenüber der SZ. Seither ist die Arbeit zwar nicht weniger, aber doch leichter geworden. Jetzt wo einmal der Grundstock gelegt ist, müssen die Nachbarn die Bepflanzung nur noch in den vorgegebenen Bahnen halten. Finanziert wird das Projekt durch Spenden und das jährlich stattfindende Blumenfest – am Samstag war es mal wieder so weit. Das Fest ist nicht groß, größer soll es auch nicht werden, und es kommen hauptsächlich die Nachbarn. Auch der Gewinn ist nicht üppig, aber es genügt, um ein Jahr lang die Beete in Schuss zu halten.

Im Jubiläumsjahr 2006 haben die Männe rund Frauen etwas mehr Geld in die Hand genommen und am Wappenstein vor dem Rathaus eine zusätzliche Tafel über dem Wappen angebracht. Nachts ist der Stein angestrahlt. Möglich haben das Rainer Herling und die Firma Elektro Herling gemacht. Von dort kamen Material und Fachwissen, um den Stein ins rechte Licht zu rücken. Auf der gegenüber liegenden Straßenseite stehen seit dem Frühjahr zwei neue Bänke unter einer Linde am Straßenrand. Auch die Sitzgelegenheiten sind aus Geldern des Blumenfestes bezahlt worden. Nicht weniger wichtig sind die Spenden von Menschen, die sich zwar nicht aktiv an dem Projekt beteiligen, aber das ganze finanziell unterstützen möchten. »Mir ist wichtig, dass die Spender auch erfahren, was von ihrem Geld angeschafft worden ist«, erläuterte Frau Guardia.

Vielleicht mache das Beispiel der Rathausnachbarn ja Schule und es fänden sich noch mehr Interessengemeinschaften, die etwas für den Schmuck ihrer Straße tun wollten. Ein Zelt haben die Nachbarn aus der Talstraße auch angeschafft, falls das Blumenfest einmal bei schlechtem Wetter stattfinden sollte. Passend zum Thema hat die 15-jährige Anna-Lena Dohle den Eingang des Zeltes gestaltet.

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