Bilanz der Jubiläumsfeier in Schameder
Stehender Festzug hat die Erwartungen übertroffen

Auf die Party folgte die Party: Die Helfer des Stehenden Festzugs feierten am Sonntagabend einen internen Abschluss – bis in die frühen Morgenstunden hinein.
  • Auf die Party folgte die Party: Die Helfer des Stehenden Festzugs feierten am Sonntagabend einen internen Abschluss – bis in die frühen Morgenstunden hinein.
  • hochgeladen von Timo Karl (Redakteur)

tika Schameder. Die letzten Helfer feierten bis in die frühen Morgenstunden des Montags hinein. Sie hatten allen Grund dazu, der Stehende Festzug in Schameder war ein Fest, das keine Wünsche offen ließ. „Es war der Hammer. Ich bin einfach überwältigt, dass es so gut geklappt hat“, konstatierte Merle Radtke. Sie war federführend an den Planungen für die zweitägige Party beteiligt – und am Tag danach überaus begeistert vom Verlauf. Rund 10.000 Menschen fanden am Samstag und Sonntag den Weg in das Jubiläumsdorf, das in diesem Jahr seinen 700. Geburtstag feiert. „Das war eine runde Sache, wir sind sehr erleichtert, dass alles geklappt hat“, erklärte Merle Radtke zufrieden.

Tatsächlich war der Stehende Festzug in Schameder das Spiegelbild einer absolut intakten Dorfgemeinschaft. „Unglaublich viele Menschen waren für uns im Dienst, es gab Unterstützung von allen Seiten. Selbst bei den Aufräumarbeiten waren viele Dorfbewohner im Einsatz, darunter auch einige, mit denen wir so nicht gerechnet haben – das ist einfach schön“, berichtete Merle Radtke.

Die Atmosphäre war von Beginn an herzlich. Eine kleine Anekdote, die sich direkt zu Beginn ereignete, zeugt davon: Die Ringelschlingel – der Walking Act während des Stehenden Festzugs – wollten gerade den Weg ins Dorf gehen, als eine ältere Dame ihre Haustür öffnete und ihnen sechs Dorftaler – die offizielle Währung an diesem Wochenende – schenkte. „Sie sollten sich davon jeder ein Stückchen Kuchen kaufen, hat die Frau den Beiden gesagt“, schmunzelte Merle Radtke. Grundsätzlich haben die Jubiläumsfeierlichkeiten allgemein und der Stehende Festzug speziell die Dorfgemeinschaft noch enger zusammengeschweißt. „Die Dorfgemeinschaft ist intakt, die Menschen sind enger zusammengerückt – das sagt man ja oft so, ist aber wirklich der Fall. Am Freitagabend sind viele Schamederaner mit dem Fahrrad durch den Ort gefahren, um sich das geschmückte Dorf anzusehen. An jeder Ecke standen Menschen und haben miteinander geredet“, verriet die Organisatorin vielsagend. Rund zwei Jahre hatte der Festausschuss des Stehenden Festzug geplant, anfangs standen sieben Aktionsstände im Raum – am Samstag und Sonntag waren es am Ende derer 64.

Das Ergebnis ließ sich tatsächlich sehen. „Alles hat geklappt, alles ist ruhig geblieben – es gab keine unlösbaren Probleme. Es war einfach sensationell, wir haben nur positives Feedback bekommen. Die Leute waren zufrieden, das Wetter war super – und getrunken wurde auch“, schmunzelte Tim Saßmannshausen – die Verantwortlichen mussten sogar im Verlauf des Festwochenendes Bier nachbestellen. Der Ortsvorsteher von Schameder wusste sehr genau, warum der Stehende Festzug derart reibungslos abgelaufen war: „Das kann nur im ganzen Dorf funktionieren. Es waren unglaublich viele Helfer da, auch bei den Aufräumarbeiten“, konstatierte Tim Saßmannshausen.

In Summe waren am Wochenende über 200 ehrenamtliche Helfer aus dem Ort im Einsatz. „Die muss man erstmal für eine solche Sache begeistern, aber nachdem die bisherigen Veranstaltungen gut liefen, ist die Begeisterung im Dorf stetig gewachsen“, verriet Tim Saßmannshausen in der Nachbetrachtung. Eine weitere Großveranstaltung im Rahmen der Feierlichkeiten steht derweil ins Haus – zum Finale sind am Samstag und Sonntag, 31. August und 1. September, die Flugtage auf dem Flugplatz in Schameder geplant. „Der Stehende Festzug war einer der Höhepunkte des Jubiläums, aber man nimmt aus jeder Veranstaltung etwas mit in die nächste. Wir können da intern noch an einigen Stellschrauben drehen“, wusste Merle Radtke im Hinblick auf die finale Veranstaltung in gut zwei Monaten.

Dass auch diese Veranstaltung zu einem Erfolg avanciert, daran hatten die Verantwortlichen am Montag keine Zweifel, der Stehende Festzug hat die Jubiläumseuphorie noch einmal beflügelt. „Ich fand, dass es richtig Bombe war – von Anfang bis Ende. Die ganze Arbeit hat sich gelohnt. Chapeau ans Dorf für diese Zusammenarbeit. Alle haben mit angepackt und packen mit an – auch bei den Aufräumarbeiten, die eben auch zu einem solchen Fest gehören“, konstatierte Carsten Dreisbach. Der Vorsitzende des Verkehrs- und Heimatvereins Schameder und Mitorganisator der Festivitäten stimmte in den Kanon der Lobeshymnen ein, die Rückmeldungen der Besucher waren die beste Bestätigung dafür.

Seinen persönlichen Stehenden Festzug hatte er am Sonntagabend um 23 Uhr beendet – einige der Helfer allerdings feierten noch weiter. Um 4.30 Uhr fanden die letzten Dorfbewohner den Weg in ihr Schlafzimmer. Bereits am Montagmorgen um 9 Uhr waren sie bei den Aufräumarbeiten wieder dabei.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen