Steinseifen soll nun doch einen Gehweg bekommen

Ausschuss votierte gestern gegen den Willen der Anlieger

howe Erndtebrück. Steinig ist der Steinseifen. Und darum heißt er Steinseifen. Gestern Abend machte es sich der Erndtebrücker Bau- und Planungsausschuss freilich nicht leicht mit seiner Entscheidung, die am Ende gegen den Willen der Anlieger ausfiel. Vorsitzende Annegret Grund machte bereits vor dem Tagesordnungspunkt deutlich, zwar habe man die Meinung der Anlieger vernommen, diese solle aber nochmals überdacht werden: »ob die Variante richtig ist oder inwieweit ein einseitiger Gehweg angedacht werden sollte.« Schließlich baue man die Straße für die Zukunft.

Das sahen Freidemokraten und viele anwesenden Anlieger aber anders. Zum Hintergrund: Bei der jüngsten Anliegerversammlung hatte sich die Mehrheit dafür ausgesprochen, nach Variante Drei zu verfahren, nämlich ohne Gehweg, 4,50 Meter Fahrbahnbreite und 12000 e billiger. FDP-Chef Heinz-Georg Grebe forderte, man solle sich nicht über den Willen der Bürger hinwegsetzen. Er schlug vor, die Sitzung zu unterbrechen, um die Anlieger begründen zu lassen, warum diese keinen Gehweg wollten. Ein Steinseifler äußerte sich auch: Die Straße gebe es seit Jahrzehnten ohne Gehweg. Und jetzt auf einmal spreche man von Gefahren für Fußgänger? Zu keiner Zeit habe es Hindernisse gegeben, auch nicht für alte Menschen, die zu Fuß zum Friedhof wollten. Warum, wurde gestern auch deutlich. Im Winter räume nämlich der Schneepflug die Straße, ob ein Gehweg von der weißen Pracht befreit werde, sei fraglich. CDU, UWG und SPD dagegen hielten es für dringend erforderlich, einen Gehweg zu installieren. CDU-Fraktionschef Fritz Hoffmann unterbreitete den Vorschlag, den Gehweg bergseitig anzulegen – allein wegen der günstigeren Schneeräumung.

Heinz Müsse (UWG) bekräftigte den »Sicherheitsaspekt« für die Bürger und Vorsitzende Annegret Grund forderte, der Ausschuss solle über seinen Tellerrand hinausschauen. Es sei die Pflicht des Gremiums, nochmals darüber nachzudenken, ansonsten könnten das die Anlieger ja auch allein regeln. 14 Ausschussmitglieder votierten für den Gehweg im Steinseifen, drei (FDP) dagegen. Jetzt soll die Verwaltung Variante Zwei mit Gehweg untersuchen – ob talseitig oder bergseitig.

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