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Bauausschuss in Erndtebrück
Tempo auf der Rennstrecke Ederfeldstraße drosseln

Diese Pflanzinsel in der Ederfeldstraße verführt Autofahrer eher zum Rasen als dazu, das Tempo zu reduzieren. Auch deshalb soll sie zurückgebaut werden. Foto: Björn Weyand
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bw Erndtebrück. Mit welchen Sorgen die Anlieger der Ederfeldstraße im Abschnitt zwischen der Realschule Erndtebrück und der Einmündung Grimbachstraße zu kämpfen haben, brachte Anwohner Maik Reichmann am Mittwoch im Bauausschuss mit drastischen Worten auf den Punkt: „Die Straße wird von Autofahrern teilweise als Rennstrecke genutzt.“ Daran ändert die Pflanzinsel nichts, die eigentlich den motorisierten Verkehr bremsen sollte. Die Anwohner berichteten jetzt noch einmal davon, dass die Insel zwei negative Effekte habe: Zum einen „motiviert“ sie manche Verkehrsteilnehmer dazu, möglichst schnell und damit schneller als die erlaubten 30 km/h an der Verkehrsinsel vorbeizufahren.

bw Erndtebrück. Mit welchen Sorgen die Anlieger der Ederfeldstraße im Abschnitt zwischen der Realschule Erndtebrück und der Einmündung Grimbachstraße zu kämpfen haben, brachte Anwohner Maik Reichmann am Mittwoch im Bauausschuss mit drastischen Worten auf den Punkt: „Die Straße wird von Autofahrern teilweise als Rennstrecke genutzt.“ Daran ändert die Pflanzinsel nichts, die eigentlich den motorisierten Verkehr bremsen sollte. Die Anwohner berichteten jetzt noch einmal davon, dass die Insel zwei negative Effekte habe: Zum einen „motiviert“ sie manche Verkehrsteilnehmer dazu, möglichst schnell und damit schneller als die erlaubten 30 km/h an der Verkehrsinsel vorbeizufahren. Zum anderen sorgt sie für eine einseitige Belastung der Fahrbahn, die sich hier um bis zu zehn Zentimeter abgesenkt habe und kaputt ist, wie Benjamin Weber konstatierte.

Nach der Ortsbesichtigung im September hatte die Verwaltung dem Ausschuss nun drei Varianten vorgeschlagen: „Kölner Teller“, „Berliner Kissen“ und sogenannte Temposchwellen, die von den Anwohnern offenbar favorisiert wurden, wie Bürgermeister Henning Gronau verriet. Am Ende stimmte der Ausschuss aber für keine der drei Lösungen, sondern folgte einem Vorschlag von Markus Killer (CDU), der temporäre und flexible Hindernisse zur Verkehrsberuhigung forderte. Damit könnten befüllte Kanalringe gemeint sein, bewegliche Pflanzkübel oder auch einfache Warnbaken. Markus Killer stellte klar, dass ihm persönlich „keine der drei vorgeschlagenen Varianten“ gefalle. Alle drei seien ein gefundenes Fressen für den Winterdienst. Ziel müsse zudem sein, „mit dem geringstmöglichen Aufwand den größtmöglichen Nutzen zu erreichen“.

Für Carsten Weiand (FDP) stand etwas anderes fest: Vor jeder Maßnahme, die zur Verkehrsberuhigung dienen solle, müsse zuerst die Straße erneuert werden. Genau das kostet allerdings richtig Geld, die Verwaltung hatte für den Rückbau der Pflanzinsel inklusive Erneuerung der Straße eine Summe von 35.000 Euro angesetzt. Viel zu viel Geld aus Sicht von Heinz-Josef Linten (CDU): „Das geht so nicht, das muss günstiger gehen.“ Womöglich könne es reichen, dass der Bauhof die Fläche der Pflanzinsel nach dem Rückbau pflastert. Bauamtsleiter Björn Fuhrmann stellte allerdings klar, dass hier die Straße auf einer Länge von 70 bis 80 Metern ordentlich hergestellt werden müsse.

Heinz-Georg Grebe (FDP) hätte dieser Vorlage sicher zugestimmt, „wenn wir genug Geld hätten, aber wir können uns das so finanziell nicht erlauben“. Es müsse nun nach preisgünstigeren Varianten gesucht werden. Außerdem forderte der Freidemokrat eine Anliegerversammlung für die gesamte Ederfeldstraße, um die Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung mit allen Anwohnern zu diskutieren. Offenbar gebe es dort auch ganz andere Sichtweisen, das habe er in Gesprächen mit Bürgern vernommen.

Der Ausschuss stimmte letztlich einmütig für diese Vorgehensweise: Die Pflanzinsel wird zurückgebaut, um so auch eine Eng- und Gefahrenstelle vor einer Hausausfahrt zu beseitigen. Die Fahrbahn wird anschließend hergerichtet und temporäre Hindernisse werden aufgestellt. Letzteres sei unerlässlich, merkte Anwohner Rainer Kiehl an, sonst würden die Autofahrer hier noch schneller fahren. Die Ederfeldstraße dient nämlich vielen Autofahrern als Abkürzung von der Bundesstraße 62 zur Grimbachstraße, etwa bei der Fahrt zur Hachenberg-Kaserne.

Autor:

Björn Weyand (Redakteur) aus Bad Laasphe

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