„Thema Holzbahnhof ist definitiv gestorben“

Mit diesem Anblick werden die Birkelbacher wohl noch eine Weile Vorlieb nehmen müssen: Die Investoren des Schleifenbaum-Grundstücks haben sich nach gescheiterten Verhandlungen um einen Holzbahnhof zunächst zurückgezogen.  Foto: vö
  • Mit diesem Anblick werden die Birkelbacher wohl noch eine Weile Vorlieb nehmen müssen: Die Investoren des Schleifenbaum-Grundstücks haben sich nach gescheiterten Verhandlungen um einen Holzbahnhof zunächst zurückgezogen. Foto: vö
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Birkelbach. Das hörte sich vor einigen Jahren durchaus viel versprechend an, es klang nach einem Projekt mit Perspektive: Eine Investorengruppe hatte das ehemalige Sägewerk Schleifenbaum am Birkelbacher Bahnhof für einen sechsstelligen Euro-Betrag aus der Zwangsversteigerung heraus erworben. Der Plan der Geldgeber: Die Industriebrache zu einem florierenden Holzbahnhof entwickeln, der die Infrastruktur für den Transport des in Wittgenstein so wichtigen Rohstoffes nachhaltig verbessern sollte.

Auf dem einstigen Sägewerk-Gelände fanden Aufräumarbeiten statt, für die ehemaligen Sozialgebäude direkt an der Eder wurde eine Abrissgenehmigung beantragt. Die hat der Kreis Siegen-Wittgenstein auch erteilt, doch seit einigen Monaten ist es still geworden um das Schleifenbaum-Areal in Birkelbach - einmal abgesehen vom neu hinzu gekommenen Bauzaun rund um das Gebäude.

Birkelbachs Ortsvorsteher Fritz Hoffmann sagte auf SZ-Anfrage, dass sein letztes Telefonat mit dem Sprecher der Investorengruppe „viele Monate zurückliegt“. Das sei eigentlich jammerschade, denn die Eigentümer hätten ein durchaus spannendes Konzept auf den Tisch gelegt, das auch schlüssig gewesen sei. Er vermute, so Fritz Hoffmann, dass es in erster Linie um finanzielle Fragen gehe.

Noch deutlicher wurde Erndtebrücks Bürgermeister Karl-Ludwig Völkel gestern im SZ-Gespräch: „Das Thema Holzbahnhof für Birkelbach hat sich erledigt. Die Investoren haben sich zurückgezogen.“ Leider sei ein viel versprechendes Projekt an der fehlenden politischen Unterstützung an höherer Stelle gescheitert: „Das ist enttäuschend, die Sache wäre für ganz Wittgenstein ein Riesengewinn gewesen.“ Bei vielen Gesprächen, die geführt worden seien, habe natürlich auch die Thematik einer finanziellen Förderung eine Rolle gespielt, erklärte Karl-Ludwig Völkel.

Leider sei für die Gemeinde Erndtebrück, die sich für die Investorengruppe stark gemacht habe, nichts zu holen gewesen: „Das ist leider kein Beispiel dafür, wie man Politik gestalten sollte, sondern eines, wie man Chancen verhindert.“ Alternative Planungen gebe es momentan allerdings nicht.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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