Videokonferenz für Schützenvereine
Trainingsbetrieb könnte für etwas Belebung sorgen

In einer Videokonferenz besprach sich Erndtebrücks Bürgermeister Henning Gronau mit den Vorsitzenden der Schieß- und Schützenvereine. Foto: Gemeinde
  • In einer Videokonferenz besprach sich Erndtebrücks Bürgermeister Henning Gronau mit den Vorsitzenden der Schieß- und Schützenvereine. Foto: Gemeinde
  • hochgeladen von Redaktion Wittgenstein

sz Erndtebrück. Bürgermeister Henning Gronau und der Ausschussvorsitzende für Soziales, Sport und Kultur, Tim Saßmannshausen, luden jetzt die Vorsitzenden der Erndtebrücker Schieß- und Schützenvereine zu einem gemeinsamen Treffen ein – wie momentan üblich per Videokonferenz. „Die Gemeinde Erndtebrück steht, wie sich in den vergangenen Jahren oft gezeigt hat, für ein ganz besonderes Vereinsleben“, sagte Henning Gronau zur Einleitung. Bei diesem virtuellen Treffen ging es um den aktuellen Austausch innerhalb der Vereine, die Absagen der Schützenfeste und mögliche Fragen, bei denen die Gemeinde helfend zur Seite stehen könnte. Zudem nutzte Henning Gronau das digitale Zusammentreffen, um über die neue Corona-Schutzverordnung zu informieren.

Zwei Aspekte der Verordnung betreffen die Schützen im Besonderen: zum einen die Zulässigkeit von kontaktfreiem Sport- und Trainingsbetrieb in öffentlichen oder privaten Sportanlagen oder im öffentlichen Raum, natürlich unter Einhaltung geeigneter Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen und den geltenden Abstandsregeln und zum anderen die Regelungen zu Veranstaltungen und Versammlungen.

Wie es im Sport- und Trainingsbetrieb weitergehen soll, werden die Schieß- und Schützenvereine mit den jeweiligen Vorständen und Mitgliedern selbst besprechen – ein reduziertes Sportangebot kann das Vereinsleben jedoch wieder ein wenig beleben. Zur Absage der Schützenfeste richtete Günter Schmidt (Schießverein Erndtebrück) einen großen Dank an die Vorstandskollegen, für die gemeinsame Pressemitteilung und die verantwortungsvolle Entscheidung, „bei der an einem Strang gezogen wurde“.

Auch wenn die Absagen der Schützenfeste allen Betroffenen nicht leicht fielen, gab es durchweg keine Probleme und viel Verständnis von Seiten der Dienstleister. Wobei das Wort „Absage“ hier kaum erwähnt werden kann. Kommuniziert wurde eher eine Verschiebung auf 2021, „als hätte es das Jahr nicht gegeben“.

In der Runde stellte Henning Gronau eine entscheidende Frage in den Raum: „Wie können wir 2020 trotzdem zu einem Schützenjahr machen?“ Klar ist, dass es anders sein wird. Ein Schützenfest mit 1,5 Meter Abstand zwischen Mund-Nasen-Schutz tragenden Besuchern wäre, selbst wenn es der aktuelle rechtliche Rahmen es zugelassen hätte, nicht vorstellbar gewesen. Nicht zuletzt kommt es vor allem auf die Stimmung der Gäste, auf den Besuch der Gastvereine und auf das gesamte Miteinander an.

Wie jedoch könnte man diese Schützenfeststimmung trotzdem transportieren und sichtbar machen? „Wenn nicht im Großen, dann halt im Kleinen“ stimmte Vereinsvorstand Marc Stöcker aus Benfe mit einer Idee ein: am Schützenfesttag von der eigenen Haustür aus mit den Nachbarn anzustoßen, über Entfernung. Auch Tim Saßmannshausen erzählte beispielhaft von der Osterfeuer-Aktion in Schameder. Aufgrund des ausgefallenen Osterfeuers entzündete hier jeder Haushalt für sich ein eigenes Feuer. Hierbei wurden Fotos gemacht und in den Ortsgruppen geteilt. Per WhatsApp konnten Liedwünsche über die zentral gesteuerte Musikanlage des Dorfes ausgesprochen werden. Später gab es sogar eine Broschüre – zum Andenken an das „etwas andere Osterfeuer 2020“.

Das Königspaar von 2019 erneut digital zu krönen, besondere Anekdoten aus den vergangenen Jahren zu erzählen, Interviews mit Ehrenmitgliedern zu führen oder gar die Schützenfahnen trotzdem zu hissen – es gab viele Ideen an diesem Abend. In den Vereinen selbst wird es in den kommenden Wochen sicher Überlegungen geben. Eines ist klar, das Jahr 2020 wird für die Schieß- und Schützenvereine anders werden.

Die Gemeinde Erndtebrück bietet, gerade in diesen Corona-Zeiten, ausdrücklich ihre Hilfe an. Hierfür sind weitere digitale Treffen geplant, wie zum Beispiel mit den Vorständen der Sportvereine in dieser Woche. „Generell möchten wir allen Vereinen, Institutionen und Gemeinschaften Mut machen. Der Austausch hat gezeigt, wie schnell Fragen geklärt werden können und wir so schrittweise wieder zu unserem tollen Vereinsleben zurückkehren können. Wir wollen die Vereine dabei unterstützen. Außerdem sind wir für alternative Möglichkeiten oder Vorschläge, wie wir diese Zeit besonders gestalten können, jederzeit offen“, wird Bürgermeister Henning Gronau in einer Pressemitteilung zitiert.

Autor:

Redaktion Wittgenstein aus Bad Berleburg

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

2 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen